Alter Fischereihafen (Sperrung 2011)

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Der Zaun des Anstoßes

Völlig überraschend für die Einwohner und Freunde Cuxhavens hat die niedersächsische Hafenbetreiber-Gesellschaft NPorts im September 2011 den Alten Fischereihafen und damit ein historisches Stück Cuxhaven gesperrt.


Pressemeldung in den Cuxhavener Nachrichten

Am Donnerstag, dem 8. September 2011 hat NPorts weite Teile des Nordseekais am Alten Fischereihafen durch meterhohe Bauzäune abgesperrt.

NPorts als Hafenunternehmen des Landes Niedersachsens, das die "öffentliche" (und nun nurmehr teilöffentliche) Hafeninfrastruktur in niedersächsischen Seehäfen betreibt, hatte die Teilsperrung des denkmalgeschützten Nordseekai in dieser Woche erneut mit "massive Schäden insbesondere im Wasserwechselbereich der Stahlbetonspundwand" begründet, die laut einer statischen Untersuchung dazu führen, "dass Einsturzgefahr für den Nordseekai besteht", so Dr. Jens-Albert Oppel, Geschäftsführer von Niedersachsen Ports.

Wie berichtet, sollen den bisher im Alten Fischereihafen stationierten Fischkuttern am Neuen Fischereihafen Liegeplätze zur Verfügung gestellt werden. Dass sie dort ihre unbestreitbare Funktion als Touristenattraktion erfüllen können darf bezweifelt werden. Der bisher am Nordseekai veranstaltete Fischmarkt soll bereits am kommenden Sonntag (11. September) im Bereich östlich der Präsident-Herwig-Straße stattfinden.

In seiner Pressemitteilung zur Sperrung des Nordseekai stellt Dr. Oppel die Situation im Alten Fischereihafen so dar: "Zu den Entwicklungen am Alten Fischereihafens in Cuxhaven führt Niedersachsen Ports seit Jahren Gespräche mit der Stadt Cuxhaven, die diesen historischen Hafenbereich weiterentwickeln möchte. Bislang haben auch die Gespräche mit möglichen Investoren keine wirtschaftlich vertretbaren Ergebnisse hervorgebracht. Der Alte Fischereihafen wurde der Stadt Cuxhaven zum Kauf angeboten. Der Rat der Stadt Cuxhaven hat im Dezember 2008 beschlossen, den Erwerb der landeseigenen Flächen im Bereich des Alten Fischereihafens "vorerst zurückzustellen'". Fachminister Jörg Bode (FDP) hatte die Entwicklung gegenüber den CN durchaus anders geschildert, aber Gespräche angeboten.

Von den Fischern abgebauter Zaun

Protest

Die Krabbenfischer Cuxhavens wollen nicht von ihren angestammten Liegplätzen weichen. Nach ihrer Ansicht gibt es keine akute Einsturzgefahr. Am 11. September 2011, drei Tage nach der überraschenden Sperrung des Alten Fischereihafens durch NPorts, ist der Absperrzaun am Nordseekai fein säuberlich abgebaut und zur Abholung bereit gestellt. Ein Schild an den Zaunelementen läßt ahnen, das dies ein Werk der zu Recht aufgebrachten Krabbenfischer ist.

Diese Aktion hat den Krabbenfischern in Cuxhaven viele Sympathien eingebracht. Überall in der Stadt regt sich Widerstand gegen die Sperrung des Herzens der Stadt Cuxhaven.

Unterschriftenliste

Auf der spontan eingerichteten Internetseite www.alter-fischereihafen.de wird über die weitere Entwicklung berichtet. Auch wurde dort eine virtuelle Unterschriftenliste gegen die Sperrung des Alten Fischereihafens eingrichtet.


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