Böhmewerft

Aus cuxpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
ehem. Böhme-Werft 2017

Die Böhmewerft war eine Werft an der Ostseite des Schleusenpriels.

Allgemeines

Die Böhmewerft siedelte im Frühjahr 1938 an der Ostseite des Schleusenpriels an. Auf der Werft wurden Fischkutter und Sportboote gebaut. Im Jahr 1952 wurde für den Bundesgrenzschutz das Flottillenboot W18 gebaut.

1948 Wurde im Auftrag von Otto Huck aus Dorum der Fischkutter (Grete)gebaut der unter der "Reg.Nr.DOR 56" gelistet wurde.

Einer von der Werft gebauter Fischkutter (Liesel Denker) wurde am 24. April 1950 nach Helgoland geliefert.

1956 wurde auf der Böhmewerft der Fischkutter (Neptun), für Rudolf Stelling in Dorum, mit der "Reg.Nr. DOR 6" gebaut.

1963 wurde der Cuxhavener Fischkutter (Cormoran) für Max Eder aus Cuxhaven gebaut, der unter "Reg.Nr. NC462" gelistet wurde.

1964 Wurde auf der Böhmewerft ein Boot aus"G.F.K" als erster Test im Einrollverfahren von den geb. Mehlis hergestllt und das nach Fertigstellung. (An die Bauleitung der "Firma Holzmann", Seeschleusen-Baustelle Cuxhaven verkauft wurde.)


Zweimast Gaffelkutterjacht

Eine Zweimast-Gaffelkutterjacht aus Kambala[1] mit zwei Motoren und zwei Schrauben wurde 1965 an einen englischen Hotelkettenbesitzer geliefert.


SONNNLAND 2 / BECKS / ODIN

Eine Zweimast-Gaffelkutterjacht aus Kambala mit zwei Motoren und zwei Schrauben wurde 1967 an den Unternehmer Dr. Horst-Günther Hisam [2] mit dem Namen "SONNENLAND 2" geliefert.


Verbleib der SONNENLAND 2

Die SONNENLAND 2 fuhr in den 1990er unter dem Namen "BECKS" und wurde um 1998 zur ODIN mit Heimathafen Monaco.


Artikel über die ODIN (französisch) Weblink


3) Eine Zweimast-Gaffelkutterjacht aus Kambala mit zwei Motoren und zwei Schrauben wurde 1968 über Hamburg im Schiffsversand an einen US-Amerikaner geliefert.

Materialien

Holzstämme wurden als Rohprodukt mit der D-Bahn Kapitän-Alexander Str. angeliefert und auf der Böhmewerft vergattert-gelagert und von den Tischlern und Bootsbauern weiterverarbeitet.

Schwere Stahl und Maschinenteile wurden mit eigenen Hebewerkzeugen bewegt und nach Aufarbeitung in der Dreherei-Motorenschlosserei und Schmiede vor Ort an der Werftpier oder den zwei werfteigenen Slipwagen in und auf den Schiffen eingebaut.

GFK Werkstoff wurde von Bootsbauer und Tischler mit Fortbildung für Boote,Fischräume und Eisschutz verbaut.

Die Neubauhalle war von 1963-1968 immer mit Kutterneubauten belegt für die Heinrich Hummel verantwortlich war.

Oskar Böhme hat bis in seinem hohem Alter unternehmerische Verbesserungen und Erneuerungen an seiner Werft durchgeführt.

Nach Oskar Böhmes Tod 1968 wurde die Werft noch bis 1979 als GmbH weitergeführt, bevor sie an die Familie Detzkeit veräußert wurde.



Fußnoten

  1. Kambala ist ein Tropenholz, das im Bootsbau wie Teakholz verarbeitet wird.
  2. Dr.Hisam war Bauunternehmer,Bürgermeister von List und Bauherr des Wohngebietes Sonnenland in List auf Sylt

Karte

Die Karte wird geladen …