Christian-Görne-Stiftung

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1938

Die '’’Christian-Görne-Stiftung’’’ war ein Erholungsheim für Kinder in Duhnen

Aus der hinterlassenen Geldsumme von 900.000 Mark des reichen Hamburger Kaufmanns Christian Görne ließ der Nachlassverwalter auf Empfehlung des Ritzebütteler Amtsverwalters Dr. Werner in Duhnen ein Erholungsheim für Kinder aus bedürftigen Familien bauen.
Unter dem Namen Christian-Görne-Stiftung entstand in den Jahren 1886/1887 die Anlage auf einem Gelände zwischen dem Wehrberg und dem Strand. Baubeginn war am 11. Oktober 1886 durch Maurermeister H.A. Linders, das Richtfest fand am 5. Dezember 1886 statt. Die Anlage wurde am 31. Juli 1887 eingeweiht. Die Weiherede hielt Pastor Roth, Döse. Die Festrede zur Einweihung durch dem Hamburger Senator von Melle fand in Dölles Hotel statt. Erste Leiterin war Frau Prof. Junghans. In den darauf folgenden Jahren wurden die Einrichtungen und Gebäude ständig erweitert und so Platz für bis zu 120 Kinder geschaffen.

Der Senat der Stadt Hamburg veranlasste im Jahre 1887 auf dem Gebäude ein aufgesetztes Türmchen von 3 m Höhe und 1,80 m Seitenlänge als Ersatz für die durch den Bau verdeckte Duhner oder Grandbake auf dem Wehrberg. Diese wurde aufgrund dessen im Jahre 1891 niedergelegt und nach dem Abriss des Gebäudes nicht wieder aufgebaut.

Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde das Heim von der Militärbehörde beschlagnahmt. Erst im Jahre 1920 wurden wieder Kinder aufgenommen.

Während der Inflationszeit war die Stiftung gezwungen, das Duhner Heim an das Jugendamt der Stadt Hamburg zu verpachten. Das Heim bekam den Namen „Seeheim der Behörde für öffentliche Jugendfürsorge“.

Im Jahre 1932 übernahm die Stiftung das Heim nach Ablauf des Pachtvertrages wieder in die eigene Verwaltung.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Gebäude als Marinelazarett und Gasschutzschule für militärische Zwecke beschlagnahmt.

Im Mai 1946 wurden das Heim für die Stiftung wieder freigegeben und danach gründlich renoviert.

1964 schloß das Heim aus finanziellen Gründen seine Pforten. Wegen der baulichen Substanz aus dem 19. Jahrhundert war es unrentabel geworden.

Die Gebäude der Goernestiftung wurden im November 1966 abgerissen.

Heute befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Goernestiftung das Meerwasserbrandungsbad.


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