Cuxhaven im Lexikon

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Cuxhaven im Lexikon listet die Erklärungen zu dem Suchbegriff "Cuxhaven" in verschiedenen Lexika auf, geordnet nach Erscheinungsdatum.

1835

  • Quelle: Neues elegantestes Conversations-Lexicon für Gebildete aus allen Ständen, Band 2, herausgegeben von Oskar Ludwig Bernhard Wolff, 1835

Kuxhaven, Marktflecken an der Elbmündung im hamburgischen Amte Ritzebüttel mit 190 Häusern, 850 Einw., Hafen und Seebädern. Nicht weit davon steht ein Leuchtthurm. Der hiesige Hafen ist eine Zuflucht für gefährdete, und ein Schutz für solche Schiffe, welche Sturm halber nicht auslaufen können; auch sind hier viele Lootsenbote zur Rettung verunglückter Fahrzeuge bereit. In dieser Gegend wohnen die reichsten Bauern Deutschlands. Das Gebiet Ritzebüttel und K. kam im 14. Jahrh. an Hamburg, das es Seeräubern, die hier ihr furchtbares Wesen trieben, abnahm, und zur Sicherung seines Handels besetzte.

1834 - 1838

  • Quelle: Damen Conversations Lexikon, Band 3. [o.O.] 1835, S. 35 - 36

Cuxhaven, ein Seebad der Nordsee, ist seit dem Jahre 1811 in der Nähe des auf einer kleinen Anhöhe erbauten Leuchtthurmes am Ausflusse der Elbe vom Amtmann Abendroth in Ritzebüttel gegründet worden und verspricht einer der besuchtesten Seebadeplätze zu werden, weil die Einrichtungen und auch das vom Elbwasser gemilderte stärkere Wasser der Nordsee in vielen Beziehungen Beachtung verdienen. Das Badehaus ist sehr geschmackvoll gebaut, freundlich hell, enthält einen Gesellschaftssaal und vier Zimmer zu warmen Bädern, welche nicht durch zuströmendes heißes Wasser, sondern durch Dampf erhitzt werden. Die Zimmer sind bequem ausgestattet. Das kleine Badehaus enthält erfinderisch angelegte Bassins zu kalten Bädern für solche Personen, welche nicht in Karren und im offenen Meere baden wollen. Es steht auf einem Damme zwischen zwei kleinen Landseen, die bei jeder Fluth mit frischem Seewasser genährt werden. In die Bassins läuft das Wasser durch Röhren von einer Seite, und an der andern ist immer ein gleichmäßiger Abzug. Jedes ist 12 Fuß breit und 6 Fuß lang, ist aus Pfosten gebaut und mit Segeltuch überspannt und hat ein geschmackvoll bequemes Cabinet mit einer Treppe. Diese Bassins sind bei stürmisch unfreundlicher Witterung sehr nützlich, und der im Hause befindliche Saal der Versammlungsort der Badenden. Das Bad in der offenen See ist ½ Stunde weiter und der Weg dahin sicher, aber nicht sehr bequem; der Meeresgrund ist eben und man badet in zweirädrigen Karren, die ein Cabinet zum Aus- und Ankleiden tragen und mit zwei Pferden bis zur Tiefe von drei bis vier Fuß gezogen werden. Man bleibt unter dem am Karren befestigten überhangenden Zelte oder geht weiter in die See. Wohnungen muß man in Ritzebüttel oder Cuxhaven suchen. Beide Orte sind nur ¼ Stunde entfernt und der Badegast lebt billig und gut. Die Umgebungen des Bades sind noch neue Anlagen, doch sind schattige Baumgänge und ein Park vorhanden. Ueber die Vorsichts- und Gebrauchsregeln s. Seebäder.

1837 - 1841

  • Quelle: Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, Band 2. Leipzig 1838, S. 685

Kuxhaven, ein Dorf mit 400 Einw. im hamburg. Amt Ritzebüttel am linken Ufer der Elbmündung, hat einen ausgezeichneten Hafen, eine Quarantaineanstalt und ein 1816 begründetes Seebad. Man badet entweder in der See selbst, in welche man auf verdeckten Karren gefahren wird, oder in einem Hause, das auf einem Damme zwischen zwei Landseen erbaut ist.

1854 - 1857

  • Quelle: Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1856, Band 4, S. 736.

Ritzebüttel, hamburg. Amt an der Elbemündung und Nordsee, von hannovr. Gebiete umschlossen, mit der kleinen Insel Neuwerk 12/5 QM. groß mit 6000 E. Der mit Cuxhafen zusammenhängende Flecken R. zählt 1900 E.

  • Quelle:Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1854, Band 2, S. 250.

Cuxhafen, hamburg. Flecken an der Elbemündung mit 1500 E., Leuchtthurm, Hafen, Lootsen u. Quarantäneanstalten, Seebädern.

1857 - 1865

  • Quelle:Pierer's Universal-Lexikon, Band 14. Altenburg 1862, S. 195-196.

Ritzebüttel, 1) Amt der Freien Stadt Hamburg, von der Elbmündung, der Nordsee u. dem Herzogthum Bremen begrenzt, hat fetten Boden, Gartenbau; Fischerei,Torfgräberei u. mit der dazugehörigen, vor der Elbmündug liegenden Insel Neuwerk 1,4 Q.M.u. 6000 Ew.; 2) Marktflecken darin, Amtssitz, Schloss; 1900 Ew.; damit zusammen hängt Cuxhaven, s. d.

  • Quelle: Pierer's Universal-Lexikon, Band 4. Altenburg 1858, S. 599

Cuxhaven, Ortschaft und Seehafen an der Elbmündung, im hamburgischen Amte Ritzebüttel; Leuchtthurm, Seebad, Quarantäneanstalt; 1600 Ew.

1885 - 1892

  • Quelle: Meyers Konversationslexikon, Vierte Auflage, 1888, S. 859

Ritzebüttel, Amt der Freien Stadt Hamburg, [* 2] an der Nordsee und der Elbmündung, hat mit der vor der Elbmündung gelegenen Insel Neuwerk 78 qkm (1,42 QM.) Flächenraum mit (1885) 7367 Einw. Der mit Kuxhaven (s. d.) gegenwärtig eine Stadtgemeinde bildende ehemalige Flecken Ritzebüttel ist Sitz des Amtes und des Amtsgerichts, hat eine neue Kirche, ein altes Schloß, höhere Töchterschule, ein Seehospiz, Fischräucherei und (1885) 1950 Einw.

  • Quelle: Meyers Konversationslexikon, Vierte Auflage, 1888, S. 363

Kuxhaven (Cuxhaven), Stadt und Hafenort im Hamburger Amt Ritzebüttel, an der Elbmündung, Endstation der Unterelbeschen Eisenbahn (Linie Harburg-K.), besteht seit 1873 aus den beiden ehemaligen Flecken K. und Ritzebüttel, hat ein altes Schloß, einen Hafen, ein Semaphor (Wettersignal), Leuchtturm, Schiffswerften, eine Lotsenstation, Festungswerke, eine Kinderheilanstalt, ein Seebad (1886: 4632 Badegäste), ein Amtsgericht, eine große Genossenschaftsmeierei und (1885) mit 40 Mann Artillerie 4490 meist evang. Einwohner.

1905 - 1909

  • Quelle:Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 17. Leipzig 1909, S. 20.

Ritzebüttel, Amt der Freien Stadt Hamburg, an der Nordsee und der Elbmündung (s. Karte »Oldenburg«), hat mit der vor der Elbmündung gelegenen Insel Neuwerk 77,5 qkm (1,4 QM.) Flächenraum mit (1905) 13,555 Einw. Hauptort ist Kuxhaven (s. d.), mit dem der Flecken R. als Neu-Kuxhaven 1872 vereinigt wurde. Das Amt kam 1394 durch Kauf an Hamburg. Vgl. A. Richter, Das hamburgische Amt R. und die Elbmündung in den Jahren 1795–1814 (Kuxhaven 1892).

  • Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 11. Leipzig 1907, S. 894

Kuxhaven (Cuxhaven), Stadt und Hafenort im Hamburger Amt Ritzebüttel, links an der Elbmündung, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Harburg-K. und Geestemünde-K., wurde 1873 aus den ehemaligen Flecken K. und Ritzebüttel gebildet, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Synagoge, altes Schloß, einen großen neuen Hafen, Leuchtturm, Festungswerke, ein Semaphor (Wettersignal), Realschule, ein Staatskrankenhaus, Seebad, Lotsen- und Rettungsstation, Amtsgericht, Handelskammer, Nebenzollamt I, große Genossenschaftsmeierei, Konservenfabriken, Fischräucherei u. (1900) mit der Garnison (Matrosenartillerie) 6898 meist evang. Einwohner. K. gehört seit 1394 zur Stadt Hamburg.

1911

  • Quelle:Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 541

Ritzebüttel, ehemal. Flecken, jetzt zu Cuxhaven gehörig, Amtsgericht; Seebad.

  • Quelle: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911, S. 380

Cuxhaven, Gemeinde und Seebad im Hamburg. Amt Ritzebüttel, l. an der Elbemündung, (1900) 6898 E., Kommandantur, Artillerie- und Minendepot, Garnison, Amtsgericht, Zeitball, Flutmesser, Leuchtturm, Lotsenstation, Fischerei-, Seehafen (Freihafen), Seebad, Panzerforts.