Das Wappen der Familie Glameyer

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Wappen Glameyer.jpg

Das Wappen der Familie Mühlenbesitzer G l a m e y e r

beheimatet in Altenbruch, Kreis Hadeln.

Es ist zusammengestellt von dem Kunstmaler A. de Badryhaye im Dezember 1935.


Beschreibung und Deutung

Wappenschild: gespalten, rechts blau mit grünem Schildfuß, links rot. Auf der grünen Wurt eine silberne Windmühle und auf dem roten Felde drei kreuzweise aufeinander liegende Weizenähren. Der Spangenhelm ist mit einer blau-goldenen Wappendecke umgeben, und die Helmzierde zeigt drei wachsende Kornähren. [1]

Es genügt ein kurzer Blick in die Glameyer`sche Familiengeschichte, um festzustellen, dass das Wappen nicht aus fantastischen Träumereien entstanden ist, sondern gewisse Familien-Ereignisse versinnbildlicht.

Der erste nachweisbare Vorfahr war Gerd Glameyer aus Kehdingbruch, im Jahre 1667 dort ansässig als Hofbesitzer. Es folgten in gerader Linie Hinrich Glameyer, Gerd Glameyer und nochmal Hinrich Glameyer, der zwei Söhne hatte: Otto und Ernst. Letzterer war der Großvater des Rentners Otto Glameyer aus Altenbruch. Bis zu Ernst Glameyer geht der erste Abschnitt der Familiengeschichte, und dieser Abschnitt ist durch einen ständigen Hofbesitz gekennzeichnet. Daher die Spaltung im Schilde, und die geschnittenen goldenen Kornähren auf rotem Felde versinnbildlichen jährliche, reiche Ernte, das Ergebnis einer derben, tatkräftigen Arbeit.

Als nun der Stammhof durch ein Feuer zugrunde ging, griff der Großvater zu dem Mühlengewerbe und sein Mühlenbesitz, die Sandwegmühle, vererbte sich auf Sohn und Enkel, bis Naturgewalten dazwischenfuhren und das langjährige Gewerbe zerstörten.

Die silberne Windmühle auf blauem Schildgrund kennzeichnet diesen zweiten Abschnitt.

Blau-gold ist die Wappendecke. Die blaue Farbe bekundet einen ständigen, zuverlässigen Charakter, während die goldene Farbe den Adel der Gesinnung hervorhebt. Die wachsenden Weizenähren als Helmzierde versinnbildlichen die niemals erlahmende Schaffenskraft der Familie.


Fußnoten

  1. Quelle: Dietmar Wieldt 2022, Originalaufzeichnungen Otto Wilhelm Glameyer 1940