Deemoor

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Deemoor 2014
Deemoor 2010

Das Deemoor ist ein Niedermoor zwischen Arensch und Wernerwald.

Am Südwestende des Wernerwaldes liegt das kleine, nur etwa 4,6 ha große Deemoor, früher Demor geschrieben. Es ist unter den Cuxhavener Mooren eine Besonderheit, da es kein reines Süßwassermoor ist.

Seine Entstehung liegt viele tausend Jahre zurück, als sich am Ende der Saale-Eiszeit die Eismassen zurückzogen und die Hohe Lieth als Endmoräne zurückließen. Dabei dienten Geschieberinnen als Abflüsse des Schmelzwassers, was sie weiter auswusch. Zurück blieben Sand, Kies, Mergel und Findlinge. Die Findlinge sind mittlerweile fast alle dem Küstenschutz als Uferbefestigung und Stack-, bzw. Buhnendämmen zum Opfer gefallen. Geblieben ist ein nährstoffarmer Boden. Im Laufe der Jahrtausende ist das Meer zunehmend landwärts gewandert und hat wiederum Sand vor sich hergetrieben. Dieser Sand hat sich als Dünensand mehr oder weniger hoch am Strand abgelagert, was zu einem Verschluss der Rinnen führte. Damit war die Grundlage für ein Niedermoor geschaffen, von denen es im Bereich vor dem Cuxhavener Wattenmeer mehrere gibt.

Deemoor als Weltnaturerbe

Aufgrund der weitgehenden Trennung vom Meer wurden die anderen Biotope (Finkenmoor, Wolsker Marsch ...) zu Süßwasserbiotopen, die heute zum Teil bereits kultiviert sind. Das Deemoor dagegen wird bis dato. bei Sturmfluten nicht von gelegentlichen Überflutungen verschont, die sich dann mehrere hundert Meter ins Land ergießen können. Dieses führte im Deemoor zu einer Mischfauna, bei der sich neben Süßwasserpflanzen auch salzwassergewohnte Küstenrandgewäche finden, wie das Andelgras.

Vermutlich um die Mitte der 1930er Jahre wurde quer durch das Deemoor ein Damm für eine Feldbahn gelegt, die aus dem Wernerwald kommend das Moor kreuzte, um zum gegenüber gelegenen Bauhof Arensch zu gelangen, der zu jener Zeit angelegt wurde und als Basislager der Neulandgewinnung zwischen Duhnen und Spieka-Neufeld diente. Nach dem Ende der Gewinnungsmaßnahmen wurde von hier aus der Küstenschutz betrieben. Die Bahn wurde jedoch schon bald stillgelegt und so ist der Damm heute nur noch an einem abweichenden Bewuchs zu erkennen.

Wegen seiner Lage im direkten Einflussbereich der Nordsee wurde das Deemoor um 2000 Bestandteil des Nationalparkes Niedersächsisches Wattenmeer. Am 26. Juni 2009 ist es, gemeinsam mit dem Wattenmeer, Albertsee, Finkenmoor, sowie einem Teil der ehemaligen Nordheimstiftung (Heliosgelände), in die UNESCO-Liste des `Weltnaturerbes´ aufgenommen worden.

Eine Anfahrt mit Kraftfahrzeugen ist heute nicht mehr erlaubt.