Emden, Mathilde

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Mathilde Emden-Haus 2006

Mathilde Emden war die Tochter des Frankfurter Bankiers Moses Eduard Kann (auch: Eduoard Moïse) und seiner Ehefrau Ester. (Lebensdaten unbekannt) Mathilde Emden war verheiratet mit dem Hamburger Kaufmann Jacob Emden. Die Familie Emden war seit dem 18. Jahrhundert in Hamburg ansässig.

Mathilde Emden war eine erfolgreiche Kauffrau die leider zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist, was sicherlich auch durch das Vorgehen der Nazis gegen die Familie Emden wegen deren jüdischer Herkunft begründet ist.

Durch ein großzügiges Vermächtnis war sowohl die Erweiterung der Nordheimstiftung durch den Bau des „Mathilde-Emden-Hauses" als auch die Reduzierung des täglichen Verpflegungssatzes der Kinder, die in der Nordheimstiftung in Behandlung waren, möglich.

Im September 1906 wurde das Seehospitals „Nordheimstiftung“ , das sich im damals Hamburgischen Cuxhaven befand , mit 80 für Kinder vorgesehenen Betten eröffnet. Die Heilerfolge der Klinik ließen die Patientenzahl schnell anwachsen, so dass Erweiterungen nötig wurden. Dank eines Vermächtnisses von Frau Mathilde Emden konnte dann das nach ihr benannte Haus 1914 fertig gestellt werden.

In der Festschrift zum 100 jährigen Jubiläum des Seehospitals das ist zu lesen: „...Bereits nach wenigen Jahren war das Hospital so weit ausgelastet, dass zusätzliche Baracken aufgestellt werden mussten, die 1912 zu Steinhäusern umgebaut wurden.

Im Jahre 1910 erhielt das Hospital ein Vermächtnis von Frau Mathilde Emden (geb. Kann) von 300.000 Mark. (laut wikipedia, Deutsche Währungsgeschichte, beträgt der Umrechnungskurs: 1 (Gold) Mark (1900) entspricht 6,00 Euro, nach anderen Quellen sogar 9 Euro!!!).

Dieses Geld sollte für einen Erweiterungsbau sowie als Zuschuss zur Verpflegung der Kinder verwendet werden. Durch die Stiftung konnte der Tagessatz von 4,02 auf 3,50 Mark verringert werden. Im Mai 1914 konnte das „Emden-Haus", kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges, seiner Bestimmung übergeben werden. In diesem Gebäude konnte vermehrt dem Einzelzimmerbedarf von Kindern aus wohlhabenderen Familien nachgekommen werden."


Zur Erinnerung an Mathilde Emden, die ihren erworbenen Reichtum in den Dienst benachteiligter Menschen stellte, ist im Jahr 2015 der „Mathilde-Emden-Weg" in einem Neubaugebiet eingeweiht worden.