Feuerschiff

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Feuerschiff Elbe 1
Elbe 5

Ein Feuerschiff (Abk. FS), früher Leuchtschiff (Abk. LS) genannt, ist ein bemanntes oder unbemanntes, an einer bestimmten Position vor Anker liegendes Wasserfahrzeug, das als Navigationshilfe für die Seeschifffahrt dient.

Funktion und Ausstattung

Es ist meistens kurz, rot angestrichen und außen auf der Bordwand mit einer Bezeichnung für die Position markiert, zum Beispiel "Elbe 1". Diese Schiffe liegen immer auf der gleichen Position, welche auch in den Seekarten eingetragen ist. Der Name leitet sich von der typischwerweise vorhandenen Befeuerung ab.

Feuerschiffe haben zur Kenntlichmachung ihrer Position Leuchtfeuer wie ein Leuchtturm, Signalgeber für Nebel Membransender, Funk- und Unterwasserschallgeräte, aktive Radarbaken, passive Radar-Reflektoren und weitere Hilfsmittel, um zu jeder Zeit von passierenden oder diese Position suchenden Schiffen schnell erkannt zu werden.

Feuerschiffe werden an seefahrtswichtigen Positionen verankert, an denen wegen der Wassertiefe oder der Beschaffenheit des Untergrunds ein Leuchtturm nicht oder nur mit hohem Aufwand zu errichten wäre. Das Feuerschiff enthält Wohnräume für die Mannschaft und zusätzliche Räume für eventuelle Schiffbrüchige.

Geschichte

Das erste Feuerschiff wurde vor 1800 auf der Themse stationiert. In Deutschland nahm man als Träger eines Positionsfeuers erstmals 1774 ein mit einer Lampe ausgerüstetes Lotsenversetzboot. 1815 wurde dann in Deutschland das Eiderfeuerschiff in Position gesetzt, 1816 mit der `Seestern´ das erste Leuchtschiff in der Elbmündung. Zur Kenntlichmachung in der Dunkelheit hatte man im Mast eine Öllampe. Dieses Schiff strandete 1834 und wurde schon 1835 durch eine modernere Version ersetzt. Dieses Feuerschiff tat seinen Dienst bis 1909. Noch 1909 wurde es ersetzt durch einen Nachfolger, der bis 1926 seinen Dienst tat. Die deutsche Nordseeküste war um die Jahrhundertwende des 19. zum 20. Jahrhundert mit 18 Feuerschiffen gesichert. Dazu kam noch eine sehr große Anzahl von Leuchttürmen. Inzwischen wurden die bemannten Feuerschiffe durch unbemannte Feuerschiffe (UFS) oder durch Positionstonnen ersetzt.

Namensgebung

Die Bezeichnungen für diese schwimmenden "Leuchtfeuer auf See" sind nicht einheitlich. In Deutschland wurden sie bis 1921 offiziell als Leuchtschiff bezeichnet, erst danach setzte sich die Bezeichnung Feuerschiff durch. Aber auch die Bezeichnungen "Lichtschiff", "Signalschiff" oder "Positionsschiff" waren zu gewisser Zeit gebräuchlich.

Bezeichnung International

Wenn auch auf internationalen Seekarten in der Regel die englische Bezeichnung lightvessel oder lightship genannt ist, so finden sich auf regionalen Seekarten gelegentlich die Bezeichnungen in der Landessprache.

Feuerschiffe auf Unter- und Außenelbe

  • Das Feuerschiff Elbe 1 liegt als Museumsschiff in Cuxhaven. Das Feuerschiff Bürgermeister O´swald II war das größte Feuerschiff der Welt und letzte bemannte Schiff auf Position im Außenbereich der Außenelbe.
  • Das Feuerschiff Elbe 2 liegt im Bremerhavener Schifffahrtsmuseum. Seine Position war nord-östlich der Insel Scharhörn.
  • Das Feuerschiff Elbe 3 liegt heute als Museumsschiff im Museumshafen Oevelgönne in Hamburg. Seine Position war nördlich der Insel Neuwerk im Nordergatt des Neuwerk-Fahrwassers.
  • Das Feuerschiff Elbe 4 fährt seit 1993 unter Segeln als Bark `Europa´. Seine Position war der Fahrwasserknick nord-östlich Neuwerk.
  • Das Feuerschiff Elbe 5 lag nördlich der Kugelbake.
  • Das Feuerschiff Osteriff lag vor der Ostemündung.

Bilder

Video

Video bei YouTube:


https://vimeo.com/159700291

Karte

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Literarische Erwähnung

Weblinks