Feuerwache

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Feuerwache 2008

Die Feuerwache der Stadt Cuxhaven befindet sich an der Ecke Abendrothstraße / Schulstraße

Anschrift

Schulstraße 3
27474 Cuxhaven
Telefon:04721 25307

Allgemein

2013 stellen 6 Feuerwehrbeamte im gehobenen Dienst (drei im Tagesdienst sowie drei Wachabteilungsleiter im 24 Std -Dienst) und 52 Feuerwehrbeamte und feuerwehrtechnische Angestellte im mittleren Dienst in drei Wachabteilungen im 24 Std -Dienst den abwehrenden Brandschutz sowie den Rettungsdienst und qualifizierten Krankentransport in der Stadt Cuxhaven sicher. Die Beamten des gehobenen und ein Beamter des höheren Dienstes (Fachbereichsleiter) stellen abwechselnd rund um die Uhr eine Rufbereitschaft (A-Dienst) für besondere Einsatzlagen.

Im Tagesdienst betreuen der Schirrmeister und ein KFZ-Meister sämtliche Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände der Cuxhavener Feuerwehren.

Die Feuerwehr Cuxhaven betreut heute rund 50.000 Einwohner auf einer Fläche von 161,9 km². Zu den Ferienzeiten, insbesondere in den Sommermonaten, liegt die tatsächliche Bevölkerungsstärke durch die hohe Anzahl von Feriengästen jedoch häufig wesentlich höher.

Geschichte

Die alte Feuerwache in Ritzebüttel

Spritzenhaus Ritzebüttel
vor 1928

Die alte Feuerwache, das „Sprützenhaus“, stand auf dem Marktplatz in Ritzebüttel, etwa 40 Meter südlich des heutigen Eingangs zum Gebäude der Friedhofsverwaltung des Friedhof Ritzebüttel . Hier standen die alten Geräte der 1886 gegründeten Freiwilligen Feuerwehr mit der 1860 von dem Schlossermeister Bieler erbauten Handspritze.

Als für Cuxhaven dann mit der baulichen Entwicklung -vor allem zu Beginn - des Ersten Weltkrieges bessere Feuersicherungsmaßnahmen erforderlich wurden, wurde eine im Jahre 1892 in London gebaute Dampfspritze von Hamburg zur Verfügung gestellt. Bis zum Jahre 1925 war sie die modernste Spritze unserer Stadt. Sie machte in zehn Minuten „Dampf auf“, führte einen kleinen Kohlenbunker mit und konnte von diesem Vorrat drei bis vier Stunden stündlich 12.000 Liter Wasser pumpen. Fachmann „an de Sprütt“ war Johannes F. Hartmann, Schlossermeister aus der Nordersteinstraße 16.

Die Spritzenhausanlage bestand aus den Remisen für die Fahrzeuge und einem Turm, der als Aussichtsplattform zur Erkennung des Feuers diente, in dem die Schläuche aufgehängt und getrocknet wurden und der gleichzeitig auch als Übungsturm diente.

Als 1926 und 1927 neue Fahrzeuge angeschafft wurden, genügte das alte Spritzenhaus den Anforderungen nicht mehr. Deshalb wurde im Jahre 1928 die Feuerwache im Neubau an der Abendrothstraße bezogen und das alte „Sprützenhaus“ abgerissen. Der Turm wurde an die Freiwillige Feuerwehr Lamstedt verkauft. [1]


Die neue Feuerwache

Zeitungsbericht vom 2. November 1928

Freitag, den 2. November 1928. Aus der Heimat. Das neue Heim der Cuxhavener Feuerwehr. Die neue Feuerwache in der Abendrothstraße, die gestern nachmittag ihrer Bestimmung übergeben wurde, stellt wirklich ein Heim der Feuerwehr dar. Es ist erfreulich, daß nicht mit unzulänglichen Mitteln ein primitiver Unterkunftsraum eingerichtet wurde, sondern daß man keine Mühe und Kosten scheute, hier ein Werk zu errichten, das sich sehr wohl sehen lassen kann. Schon rein äußerlich macht der langgestreckte schmucke Backsteinbau mit den fünf hohen Pforten einen guten Eindruck. Man hat bewußt auf jede Verzierung durch andersgeartete Steinsetzung oder durch weiße Bandstreifen verzichtet und läßt den schlichten Klinker durch sich selbst wirken. Eine goldene Kugel, die die Spitze des Steigturmes krönt, bildet den einzigen Schmuck. Und man kann sagen, daß sich der Neubau neben dem Berufsschulgebäude auch architektonisch sehr gut eingliedert.

Der Kommandeur, Herr Dörries, dankte namens der Freiwilligen Feuerwehr für die neuen Unterkunftsräume. Als ein Mann der Tat, der das Wort nicht so zu meistern versteht, faßte sich in dem heutigen kleinen Festakt Herr Dörries kurz und begnügte sich mit der festen Versicherung, daß man nach wie vor voll und ganz seine Pflicht tun werde. Ein Rundgang durch das Gebäude, das in allen seinen Teilen ein-gehend besichtigt wurde, schloß sich an. Den Abschluß des Festaktes bildete eine Übung mit der Motorspritze und Magirusleiter. Herr Branddirektor Dr. Sander sprach für das gute Gelingen der Arbeit Dank und Anerkennung aus.[1]


Fußnoten

  1. 1,0 1,1 Quelle: Zeitungsartikel von 1978

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