Gärtnerhaus: Unterschied zwischen den Versionen

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In ihm befand sich das Gemeindebüro des [[Amtmann]]es, das Gesinde- (Dienstboten-) büro, sowie die Gesindekrankenkasse. Nach der Verlegung der Verwaltung ins benachbarte [[Amtshaus]] diente das etwa 70 m²-Haus von [[1904]] bis [[1937]] als Wohnung des Gärtners Gustav Taubert, wonach es seine heute übliche Bezeichnung Gärtnerhaus entlehnt. Auf einer Fotografie aus dem Jahre [[1939]] stellt sich das Haus farblos in Backsteinmauerung dar. Von [[1979]] an war das Haus Wohnung für ein Ehepaar. [[1981]] ging es in den Besitz der Stadt Cuxhaven über. [[2002]] wurde der 72-jährige Witwer zum [[31. Dezember]] unter dem Vorwand des Eigenbedarfs hinausgeklagt. Seitdem steht das Haus leer und wartet auf eine Grundsanierung, die für [[2010]] angekündigt ist. Über eine anschließende Nutzung ist bislang noch nichts entschieden, jedoch scheint eine Eigennutzung nicht anzustehen.
 
In ihm befand sich das Gemeindebüro des [[Amtmann]]es, das Gesinde- (Dienstboten-) büro, sowie die Gesindekrankenkasse. Nach der Verlegung der Verwaltung ins benachbarte [[Amtshaus]] diente das etwa 70 m²-Haus von [[1904]] bis [[1937]] als Wohnung des Gärtners Gustav Taubert, wonach es seine heute übliche Bezeichnung Gärtnerhaus entlehnt. Auf einer Fotografie aus dem Jahre [[1939]] stellt sich das Haus farblos in Backsteinmauerung dar. Von [[1979]] an war das Haus Wohnung für ein Ehepaar. [[1981]] ging es in den Besitz der Stadt Cuxhaven über. [[2002]] wurde der 72-jährige Witwer zum [[31. Dezember]] unter dem Vorwand des Eigenbedarfs hinausgeklagt. Seitdem steht das Haus leer und wartet auf eine Grundsanierung, die für [[2010]] angekündigt ist. Über eine anschließende Nutzung ist bislang noch nichts entschieden, jedoch scheint eine Eigennutzung nicht anzustehen.
  
Wie sich im Frühjahr 2010 herausstellt, sieht sich die Stadt nicht in der Lage, Gelder für Renovierung und Erhalt des Hauses bereitzustellen, worauf auch der Schlossverein seine Gelder zurückhält. Mithin ist das Haus weiterhin dem Verfall preisgegeben.
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Wie sich im Frühjahr 2010 herausstellt, sieht sich die Stadt nicht in der Lage, Gelder für Renovierung und Erhalt des Hauses bereitzustellen, worauf auch der Schlossverein seine Gelder zurückhält.  
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Im September 2011 beginnt die denkmalpflegerische Instandsetzung des Gebäudes.  
  
 
==Quellen==
 
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Version vom 2. September 2011, 16:58 Uhr

Gärtnerhaus 2009

Das Gärtnerhaus ist Teil des Schlossparkes in Ritzebüttel.

Nach der Abdämmung des äußeren Schlossgrabens im Bereich der ehemaligen Zugbrücke / Alte Wache um 1814 wird dort 1847 das Torhaus gebaut. Seinen Namen hat es vom direkt an ihm gelegenen Einfahrtstor, welches bis 1918 regelmäßig nachts geschlossen wurde.

In ihm befand sich das Gemeindebüro des Amtmannes, das Gesinde- (Dienstboten-) büro, sowie die Gesindekrankenkasse. Nach der Verlegung der Verwaltung ins benachbarte Amtshaus diente das etwa 70 m²-Haus von 1904 bis 1937 als Wohnung des Gärtners Gustav Taubert, wonach es seine heute übliche Bezeichnung Gärtnerhaus entlehnt. Auf einer Fotografie aus dem Jahre 1939 stellt sich das Haus farblos in Backsteinmauerung dar. Von 1979 an war das Haus Wohnung für ein Ehepaar. 1981 ging es in den Besitz der Stadt Cuxhaven über. 2002 wurde der 72-jährige Witwer zum 31. Dezember unter dem Vorwand des Eigenbedarfs hinausgeklagt. Seitdem steht das Haus leer und wartet auf eine Grundsanierung, die für 2010 angekündigt ist. Über eine anschließende Nutzung ist bislang noch nichts entschieden, jedoch scheint eine Eigennutzung nicht anzustehen.

Wie sich im Frühjahr 2010 herausstellt, sieht sich die Stadt nicht in der Lage, Gelder für Renovierung und Erhalt des Hauses bereitzustellen, worauf auch der Schlossverein seine Gelder zurückhält.

Im September 2011 beginnt die denkmalpflegerische Instandsetzung des Gebäudes.

Quellen

Cuxhavener Nachrichten
Borrmann: Bilder zur Geschichte des Amtes Ritzebüttel und der Stadt Cuxhaven - Der Flecken Ritzebüttel 1