Geversdorf (Fähre)

Aus cuxpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
1987

Die Geversdorf war ein Fährschiff auf der Oste

Die am Grundseil geführte Motorseilfähre (Zugseil über Spillwinde), verkehrte von 1949 - 1988 zwischen den Ortschaften Geversdorf und Itzwörden. Es war die letzte Fähre, die noch regelmäßig Fahrzeuge über die Oste transportierte. Die letzten drei Fährmänner waren Robert Schütt, Hermann Meyer und Karl-Heinz Chlupka.

Gegründet vom Bremer Erzbischhof wurde die Fähre als Lehen an Adelige vergeben. Im 16. Jahrhundert an die Familie von Edenbüttel, von 1575 - 1840 an die Familie von Decken.

Bis zum Ende des 1. Weltkrieges wurde die Fähre vom Staat selber betrieben. Die Fährmeister Jungclaus und Meierhans wohnten in dem 1870 in Geversdorf neu gebauten Fährhaus. Als der Fährbetrieb 1922 eingestellt werden sollte, klagte die Provinz Hannover gegen den preußischen Fiskus und bekam Recht.

Nach dem 2. Weltkrieg errichteten britische Pioniere 1945 eine Pontonbrücke, welche ca. 6 Monate bestand und jeglichen Schiffsverkehr auf der Oste unterband.

In den Wintern 1929 und 1962 war die Eisdecke auf der Oste so dick, dass Fahrzeuge auf einem mit Bohlen und Streumittel gesichtern Weg über das Eis fahren konnten, wobei natürlich das entsprechende Fährgeld zu entrichten war.

Am 13. September 1988 fand die letzte Überfahrt statt, die Fähre durch eine Klappbrücke ersetzt. Das Fährschiff wurde von einem Museumsverein übernommen und ist im Januar 1995 durch Eisgang gesunken. 1996 erfolgte die Verschrottung.

Bilder