Grimsehl, Ernst

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Ernst Grimsehl (*6. August 1861 in Hannover, †  30. Oktober 1914 bei Langemarck [1] / Flandern) war ein deutscher Pädagoge und Physiker.

Allgemein

Nach dem Studium in Göttingen legte Grimsehl im Jahre 1883 die Lehramtsprüfung ab. Danach arbeitete er als Lehrer in Hannover und nach der Militärzeit ab 1885 in Hamburg, wo er im Jahre 1886 zum Oberlehrer befördert wurde. Von hier aus kam Grimsehl nach Cuxhaven und unterrichtete als Physiklehrer von 1892 bis 1900 am heutigen Amandus-Abendroth-Gymnasium. Nach seiner Zeit in Cuxhaven wurde er Direktor des Uhlenhorster Gymnasiums in Hamburg. Grimsehl veröffentlichte als wissenschaftlicher Autor verschiedene Aufsätze aus dem Bereich der Physik sowie im Jahre 1909 das "Lehrbuch der Physik". Seine Bücher wurden bis in die jüngste Zeit an den Schulen verwendet. Grimsehl entwickelte auch den Physikunterricht fort, indem er die bisher üblichen Physikexperimente verbesserte und teilweise durch einsichtigere Versuche ersetzte. Hierfür entwickelte er zahlreiche neue Versuchsapparaturen, die u.a. auch 1910 auf der Weltausstellung in Brüssel gezeigt wurden.

Ernst Grimsehl, der von soldatischen Tugenden überzeugt war, fiel als Freiwilliger am 30. Oktober 1914 in der Flandernschlacht bei Langemarck.

Schriften (Auswahl)

  • Lehrbuch der Physik (1909)
    Neubearbeitungen:
    • Lehrbuch der Physik für die Oberstufe höherer Lehranstalt (1937)
    • Lehrbuch der Physik, Bd.1, Mechanik, Akustik, Wärmelehre von Ernst Grimsehl, Walter Schallreuter und K. Altenburg (1991)
  • Didaktik und Methodik der Physik (1911)
  • Physikalische Tabellen zum Gebrauch beim Unterricht und beim physikalischen Praktikum (1916)

Würdigung

Nach Professor Ernst Grimsehl wurde der Grimsehlweg benannt.

Literatur

  • Heinz-Gerd Brüning: Ernst Grimsehls Lehrbücher der Physik in Geschichte und Gegenwart. Franzbecker, Hildesheim 1993, ISBN 3-88120-225-0.

Weblinks

Literatur von und über Ernst Grimsehl im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek


Fußnoten

  1. bis 1945 Langemarck, danach Langemark