Grumckow, Carl Ludwig von

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Carl Ludwig von Grumckow war von 3. Februar 1751 bis 25. April 1803 als Wasserbau-Inspektor in Cuxhaven für den Uferschutz tätig.

Nachdem bis dahin Cuxhaven nur ein Außenposten der Hamburger Wasserbaubehörde war, in der einzelne Leute wie Hasenbanck gegen die Elbe kämpften, wird am 20. November 1733 die `Ritzebütteler Stackdeputation´ gegründet. Nach den von Hamburg entsandten Wasserbauern Johann Spanniger oder Prey wird am 3. Februar 1751 von ihrem Präses, dem Syndikus Klefeker, der Fähnrich des Hamburger Bürgermilitärs, Carl Ludwig von Grumckow, zum Leiter über die `Ufer- und Hafenbauwerke in Ritzebüttel´ ernannt. Bereits 1750 hatte er auftragsgemäß nach einer Inspektionsreise über die Schäden an den östlichen Uferstrecken zwischen Hafen und Altenbruch berichtet. Damit erhält Ritzebüttel, das heutige Cuxhaven, erstmals eine ständige eigene Wasserbaubehörde, die größenteils eigenständig arbeitet.

Trotz seiner Wasserbautätigkeit bleibt er Angehöriger des Bürgermilitärs, dem er 1748 beigetreten war. 1759 wird er zum Leutnant, 1767 zum Oberleutnant ernannt. Später muss er lt. eines Berichtes Woltmans Hauptmann gewesen sein.

1755 baut Grumckow das Magazin der Hafenverwaltung am Alten Deichweg zwischen Fahrenholzstraße und Schillerstraße, in dem sich auch die Verwaltung befindet. Daneben liegt sein Hauptaugenmerk auf dem Uferabschnitt östlich des Hafens, während sein Vorgänger Prey sich hauptsächlich um den Bereich westlich des Hafens bis zur Kugelbake kümmert.

Gleichfalls 1755 nimmt er den Bau des 120 Meter langen `Osterhörner Stacks´ in Angriff, da hier die Befestigungen der Uferkante mit den bis dahin verwendeten `Steinkisten´ stark gefährdet ist. 1793 kommt noch das Grodener Stack mit seinen fast 200 Metern hinzu. Angesichts von Flusstiefen von 15 bis 20 Metern und den derzeitigen technischen Möglichkeiten waren dieses enorme Bauvorhaben, die jedoch bewirkt haben, dass die Wanderung der Elbe in Richtung Küste aufgehalten werden konnte.

Nach dem Tod seines Vorgängers, dem Kirchenbaumeister Prey im Jahre 1757, wird er alleinleitend für das Wasserbauwesen und arbeitet sich zunehmend mehr in die Materie ein, was ihm auch entsprechend honoriert wird.

1779 tritt Reinhard Woltman in den Dienst der Stackdeputation und wird 1783 zum Adjutanten Grumckows ernannt. Bereits 1784 wird er vom Condukteur zum `Direktor der Ufer- und Wasserbauwerke im Amt Ritzebüttel´ ernannt. Damit ist er Grumckow praktisch übergeordnet, der sich nach erheblichen Differenzen mit Woltman zunehmend auf die Verwaltung des Hafens und der Baulichkeiten konzentriert.

Am 25. April 1803 scheidet er aus dem Dienst aus.