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Höpcke, Walter: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Walter Höpcke''' (* [[20. Juli]] [[1892]] in Cuxhaven, † [[11. Mai]] [[1978]] ebenda) war ein Cuxhavener Lehrer, Heimatforscher und Stadtarchivar.
 
'''Walter Höpcke''' (* [[20. Juli]] [[1892]] in Cuxhaven, † [[11. Mai]] [[1978]] ebenda) war ein Cuxhavener Lehrer, Heimatforscher und Stadtarchivar.
  
 
==Leben==
 
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Walter Höpcke wuchs in der Nähe des elterlichen Gärtnereigeschäftes in der [[Marienstraße]] auf. Er besuchte ab dem Jahr 1899 die [[Deichschule|Gemeindeschule]] an der [[Deichstraße]], die zweite und dritte Klasse besuchte er in der ''Küver-Schule'' in der [[Friedrichstraße]]. Ab dem vierten Schuljahr besuchte Walter Höpcke die [[Amandus-Abendroth-Gymnasium|Höhere Staatsschule Cuxhaven]]. Dort legte er am [[26. Februar]] [[1908]] das „Einjährige“ mit Erfolg ab. Mit dem Ziel, das Lehramt auszuüben, begann er am [[22. April]] [[1908]] eine Ausbildung an der Präparandenanstalt in Stade und setzte diese 1909 am Lehrer-Seminar in Stade fort. Da Höcke gerne Lehrer in Cuxhaven werden wollte, bewarb er sich 1912 um eine Stelle in Cuxhaven und der damalige Cuxhavener Bürgermeister [[Bleicken, Bleick Max|Max Bleicken]] erteilte ihm eine Zusage.  
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Walter Höpcke wuchs in der Nähe des elterlichen Gärtnereigeschäftes in der [[Marienstraße]] auf. Er besuchte ab dem Jahr 1899 die [[Deichschule|Gemeindeschule]] an der [[Deichstraße]], die zweite und dritte Klasse besuchte er in der ''Küver-Schule'' in der [[Friedrichstraße]]. Ab dem vierten Schuljahr besuchte Walter Höpcke die [[Amandus-Abendroth-Gymnasium|Höhere Staatsschule Cuxhaven]]. Dort legte er am [[26. Februar]] [[1908]] das „Einjährige“ mit Erfolg ab. Mit dem Ziel, das Lehramt auszuüben, begann er am [[22. April]] [[1908]] eine Ausbildung an der Präparandenanstalt in Stade und setzte diese 1909 am Lehrer-Seminar in Stade fort. Da Höpcke gerne Lehrer in Cuxhaven werden wollte, bewarb er sich 1912 um eine Stelle in Cuxhaven und der damalige Cuxhavener Bürgermeister [[Bleicken, Bleick Max|Max Bleicken]] erteilte ihm eine Zusage.  
  
 
Seine erste Anstellung währte nur kurz. Vom 11. bis zum 30. September 1912 war Höpcke Vertretungslehrer an der Städtischen Mädchenschule, dann begann sein Dienst als Einjährig-Freiwilliger bei der IV. Matrosen-Artillerie-Abteilung in Cuxhaven. Hier war er u.a. auch fünf Monate im [[Fort Thomsen]] eingesetzt. Am [[30. September]] [[1913]] wurde er aus der Kaiserlichen Marine entlassen. Nachdem er sich durch eine Zahlung von 180 Mark aus dem preußischen Schuldienst hatte entlassen lassen, konnte er in den Cuxhavener Schuldienst eintreten, der mit einer Zeit als Junglehrer an der [[Abendrothschule]] begann. Während des Ersten Weltkrieges leistete Höpcke zwar Dienst in der Mörserbatterie zwischen [[Emmastraße]] und [[Kugelbake]], unterrichtete aber weiter und legte am 15./16. September 1916 erfolgreich seine zweite Lehrerprüfung ab. 1917 wurde er als damals jüngster Lehrer Cuxhavens an der Abendrothschule fest angestellt. Diese verließ er Ostern 1919 und wechselte an die am [[1. Oktober]] [[1919]] als selbstständige Schule eingerichtete [[Ritzebütteler Schule]] an der [[Grodener Chaussee]]. Der Namensvorschlag für diese Schule stammt ebenfalls von Walter Höpcke.
 
Seine erste Anstellung währte nur kurz. Vom 11. bis zum 30. September 1912 war Höpcke Vertretungslehrer an der Städtischen Mädchenschule, dann begann sein Dienst als Einjährig-Freiwilliger bei der IV. Matrosen-Artillerie-Abteilung in Cuxhaven. Hier war er u.a. auch fünf Monate im [[Fort Thomsen]] eingesetzt. Am [[30. September]] [[1913]] wurde er aus der Kaiserlichen Marine entlassen. Nachdem er sich durch eine Zahlung von 180 Mark aus dem preußischen Schuldienst hatte entlassen lassen, konnte er in den Cuxhavener Schuldienst eintreten, der mit einer Zeit als Junglehrer an der [[Abendrothschule]] begann. Während des Ersten Weltkrieges leistete Höpcke zwar Dienst in der Mörserbatterie zwischen [[Emmastraße]] und [[Kugelbake]], unterrichtete aber weiter und legte am 15./16. September 1916 erfolgreich seine zweite Lehrerprüfung ab. 1917 wurde er als damals jüngster Lehrer Cuxhavens an der Abendrothschule fest angestellt. Diese verließ er Ostern 1919 und wechselte an die am [[1. Oktober]] [[1919]] als selbstständige Schule eingerichtete [[Ritzebütteler Schule]] an der [[Grodener Chaussee]]. Der Namensvorschlag für diese Schule stammt ebenfalls von Walter Höpcke.
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Bereits 1922 hatten Walter Höpcke und Claus Oellerich ebenfalls im Keller der Ritzebütteler Schule im Namen des Cuxhavener Heimatvereines ein erstes [[Heimatmuseum]] eingerichtet, das am [[1. August]] [[1926]] in Räumlichkeiten  am alten [[Hafenbahnhof]] umzog. Hier blieb es bis zum Jahre 1936 und musste dann in das Haus der Johannisloge „Anschar zum Friedenshafen“, [[Grüner Weg]] 18, verlegt werden.  
 
Bereits 1922 hatten Walter Höpcke und Claus Oellerich ebenfalls im Keller der Ritzebütteler Schule im Namen des Cuxhavener Heimatvereines ein erstes [[Heimatmuseum]] eingerichtet, das am [[1. August]] [[1926]] in Räumlichkeiten  am alten [[Hafenbahnhof]] umzog. Hier blieb es bis zum Jahre 1936 und musste dann in das Haus der Johannisloge „Anschar zum Friedenshafen“, [[Grüner Weg]] 18, verlegt werden.  
  
Seine schulische Laufbahn hatte Höpcke im Jahre 1933 an die Deichschule geführt. Das Heimatmuseum im Logenhaus zog 1945 in das [[Schloss Ritzebüttel]], denn nach Kriegsende erhielten die Freimaurer ihr Logenhaus für eigene Zwecke zurück. Höpcke war seit [[1948]] auch Vorstandsmitglied des [[Heimatverein "Männer vom Morgenstern"|Heimatbundes der Männer vom Morgenstern]] und sorgte 1949 für die Wiederbelebung der Cuxhavener Ortsgruppe. Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass die Cuxhavener Mitglieder auch Mitglied bei den Männern vom Morgenstern wurden. Am [[28. Juni]] [[1949]] gab Walter Höpcke erstmals den heimatkundlichen Lesebogen "Die Möve" heraus.
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Seine schulische Laufbahn hatte Höpcke im Jahre 1933 an die Deichschule geführt. Das Heimatmuseum im Logenhaus zog 1945 in das [[Schloss Ritzebüttel]], denn nach Kriegsende erhielten die Freimaurer ihr Logenhaus für eigene Zwecke zurück. Höpcke war seit [[1948]] auch Vorstandsmitglied des [[Heimatverein "Männer vom Morgenstern"|Heimatbundes der Männer vom Morgenstern]] und sorgte 1949 für die Wiederbelebung der Cuxhavener Ortsgruppe. Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass die Cuxhavener Mitglieder auch Mitglied bei den Männern vom Morgenstern wurden. Am [[28. Juni]] [[1949]] gab Walter Höpcke erstmals den heimatkundlichen Lesebogen "Die Möwe" heraus.
  
 
Im Jahre 1949 übernahm Höpcke auch die Tätigkeit als Stadtarchivar. In der Folgezeit veröffentlichte er eine Vielzahl heimatkundlicher Arbeiten und baute einen umfassenden Archivbestand auf.  
 
Im Jahre 1949 übernahm Höpcke auch die Tätigkeit als Stadtarchivar. In der Folgezeit veröffentlichte er eine Vielzahl heimatkundlicher Arbeiten und baute einen umfassenden Archivbestand auf.  

Aktuelle Version vom 23. Februar 2020, 14:42 Uhr

Walter Höpcke

Walter Höpcke (* 20. Juli 1892 in Cuxhaven, † 11. Mai 1978 ebenda) war ein Cuxhavener Lehrer, Heimatforscher und Stadtarchivar.

Leben

Walter Höpcke wuchs in der Nähe des elterlichen Gärtnereigeschäftes in der Marienstraße auf. Er besuchte ab dem Jahr 1899 die Gemeindeschule an der Deichstraße, die zweite und dritte Klasse besuchte er in der Küver-Schule in der Friedrichstraße. Ab dem vierten Schuljahr besuchte Walter Höpcke die Höhere Staatsschule Cuxhaven. Dort legte er am 26. Februar 1908 das „Einjährige“ mit Erfolg ab. Mit dem Ziel, das Lehramt auszuüben, begann er am 22. April 1908 eine Ausbildung an der Präparandenanstalt in Stade und setzte diese 1909 am Lehrer-Seminar in Stade fort. Da Höpcke gerne Lehrer in Cuxhaven werden wollte, bewarb er sich 1912 um eine Stelle in Cuxhaven und der damalige Cuxhavener Bürgermeister Max Bleicken erteilte ihm eine Zusage.

Seine erste Anstellung währte nur kurz. Vom 11. bis zum 30. September 1912 war Höpcke Vertretungslehrer an der Städtischen Mädchenschule, dann begann sein Dienst als Einjährig-Freiwilliger bei der IV. Matrosen-Artillerie-Abteilung in Cuxhaven. Hier war er u.a. auch fünf Monate im Fort Thomsen eingesetzt. Am 30. September 1913 wurde er aus der Kaiserlichen Marine entlassen. Nachdem er sich durch eine Zahlung von 180 Mark aus dem preußischen Schuldienst hatte entlassen lassen, konnte er in den Cuxhavener Schuldienst eintreten, der mit einer Zeit als Junglehrer an der Abendrothschule begann. Während des Ersten Weltkrieges leistete Höpcke zwar Dienst in der Mörserbatterie zwischen Emmastraße und Kugelbake, unterrichtete aber weiter und legte am 15./16. September 1916 erfolgreich seine zweite Lehrerprüfung ab. 1917 wurde er als damals jüngster Lehrer Cuxhavens an der Abendrothschule fest angestellt. Diese verließ er Ostern 1919 und wechselte an die am 1. Oktober 1919 als selbstständige Schule eingerichtete Ritzebütteler Schule an der Grodener Chaussee. Der Namensvorschlag für diese Schule stammt ebenfalls von Walter Höpcke.

Als Geschäftsführer der örtlichen DJH-Gruppe richtet Höpcke mit dem Vorsitzenden der Gruppe, Karl Waller, am 18. Juli 1920 im Keller der Ritzebütteler Schule die erste Cuxhavener Jugendherberge mit 20 Betten ein, die 1921 auf eine bis zu diesem Zeitpunkt als Reserve-Feuerschiff dienende Lotsgaliote im Tonnenhafen verlegt wurde.

"Die Möwe", Ausgabe 1949

Seine im Jahre 1913 aufgenommenen genealogischen Nachforschungen und die Forschungen zur Heimatgeschichte vertiefte Höpcke nun. Gemeinsam mit dem Cuxhavener Heimatforscher Claus Oellerich kaufte Höpcke in Stickenbüttel eine Bauernkate und richtete darin ein erstes Heimatmuseum, Hirtenhaus genannt, ein, das am 23. September 1928 eingeweiht wurde.

Bereits 1922 hatten Walter Höpcke und Claus Oellerich ebenfalls im Keller der Ritzebütteler Schule im Namen des Cuxhavener Heimatvereines ein erstes Heimatmuseum eingerichtet, das am 1. August 1926 in Räumlichkeiten am alten Hafenbahnhof umzog. Hier blieb es bis zum Jahre 1936 und musste dann in das Haus der Johannisloge „Anschar zum Friedenshafen“, Grüner Weg 18, verlegt werden.

Seine schulische Laufbahn hatte Höpcke im Jahre 1933 an die Deichschule geführt. Das Heimatmuseum im Logenhaus zog 1945 in das Schloss Ritzebüttel, denn nach Kriegsende erhielten die Freimaurer ihr Logenhaus für eigene Zwecke zurück. Höpcke war seit 1948 auch Vorstandsmitglied des Heimatbundes der Männer vom Morgenstern und sorgte 1949 für die Wiederbelebung der Cuxhavener Ortsgruppe. Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass die Cuxhavener Mitglieder auch Mitglied bei den Männern vom Morgenstern wurden. Am 28. Juni 1949 gab Walter Höpcke erstmals den heimatkundlichen Lesebogen "Die Möwe" heraus.

Im Jahre 1949 übernahm Höpcke auch die Tätigkeit als Stadtarchivar. In der Folgezeit veröffentlichte er eine Vielzahl heimatkundlicher Arbeiten und baute einen umfassenden Archivbestand auf.


Ehrungen

  • 13. Februar 1958: Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande
  • 11. Februar 1967: Verleihung des Hermann-Allmers-Preises des Heimatbundes der Männer vom Morgenstern


Quellen

Peter Bussler: Walter Höpcke (1892 -1978) – Ein bedeutender Cuxhavener Heimatforscher im Kontext seiner Zeit; in: Jahrbuch 82 der Männer vom Morgenstern, Bremerhaven 2004, ISBN 3-931-771-82-2

Chronik der Ritzebütteler Schule, abrufbar unter folgendem Link: Ritzebütteler Schule