Hübbe, Heinrich

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Heinrich Hübbe (* 23. September 1803 in Hamburg; † 1. Juni 1871 ebenda) war ein deutscher Wasserbau-Ingenieur und hamburgischer Baubeamter und als solcher auch für den Cuxhavener Hafen zuständig.


Hübbe war Schüler und seit 1837 Nachfolger des Wasserbaudirektors Reinhard Woltman. Ihm verdankt Hamburg die ersten wesentlichen Erweiterungen und Verbesserungen seines Hafens, die Pläne zum Wiederaufbau der im Jahr 1842 durch Brand verwüsteten Stadt und deren Ausführung sowie die Organisation und Hebung seines Wasserbauwesens.

Hübbe berichtete 1845 über das Fassungsvermögen der Cuxhavener Hafen. Er stellte fest, dass im Quarantänehafen 17 Schiffe untergebracht werden können. An der Alten Liebe ließen sich zwei Dampfschiffe festmachen und im Haupthafen konnten 30 Schiffe Platz finden. Alles in allem gab es im Cuxhavener Hafen also Platz für knapp 50 Schiffe. Da im Winter deutlich mehr Schiffe Schutz suchten, müsste der Rest unter großen Schwierigkeiten ostwärts des Hafens an Land geholt werden und der Rest auf See kreuzen. Diese Zustände hielt Hübbe für unhaltbar und legte dem Hamburger Senat seine Vorschläge für ein umfangreiches Hafenbauprogramm vor.

Sein Plan umfasste drei Ausbaustufen. Als erste Stufe sollte der alte Tidehafen erweitert und verbessert werden, sodass 90 Schiffe hier Platz finden könnten. Kleinschiffe sollten im Spülbassin Platz finden.

Die zweite Stufe war ein Dockhafen mit einer Kammerschleuse von 160 x 48 Fuß (ca. 15 m), mit Zufahrt neben der alten Hafeneinfahrt.

Als dritte Baustufe sollte ein zweiter Dockhafen und ein weiterer Tidehafen in der Grimmershörnbucht entstehen. Die Zufahrt sollte sich nahe der Kugelbake befinden, der Hafen sollte 140 großen Schiffen Platz bieten.