Heimatmuseum

Aus cuxpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Heimatmuseum, und damit die heimatkundliche Museumsgeschichte Cuxhavens, ist eng verbunden mit den Namen der drei Cuxhavener Lehrer und Heimatforscher Claus Oellerich, Walter Höpcke und Karl Waller.

Am 19. August 1904 beantragt Oellerich als Vorsitzender des Heimatvereins die Bildung eines naturwissenschaftlichen Vereins. Dieses führt zur Gründung des `Natur-und Heimatvereins´. 1910 kommt es dann zu Beratungen über die Einrichtung einer heimatkundlichen Sammlung, die jedoch durch den ersten Weltkrieg verhindert wird.

1920 nimmt der Verein seine Arbeit wieder auf. Mehrfach werden die Cuxhavener Einwohner im Jahr 1922 zur Spende von museums-relevanten Gegenständen gebeten, was am 24. September d.J. zu einer ersten Ausstellung des Sammlungsbestandes durch den `Heimatverein für das Amt Ritzebüttel´ in der Ritzebütteler Schule führt, in der auch Cuxhavens erste Jugendherberge durch Waller und Höpcke eingerichtet wurde.

Die Suche nach geeigneteren Räumlichkeiten führt zum seinerzeit weitgehend stillgelegten Hafenbahnhof auf dem Brunsbüttelhöft. So wird im Jahre 1923 ein Nutzungsvertrag unter Federführung des Reichsbahnmeisters Peters abgeschlossen und in den dortigen Räumen das erste Cuxhavener Heimatmuseum eingerichtet. Die Eröffnung findet am 1. August 1926 statt. Das Museum ist unterteilt in die geologische, die naturkundliche, die prähistorische und die kulturhistorische Abteilung. Dazu kommt noch ein ein Seewasseraquarium. Verantwortlich waren für die Vor- und Frühgeschichte Karl Waller, für die Stadtgeschichte Walter Höpcke und für die fischerei-biologische Sammlung der Studienrat Albert Moltzahn (1892 - 1932). 1931 wird der gesamte Bestand neu geordnet.

Parallel dazu eröffnet 1928 in Stickenbüttel das `Hirtenhaus-Museum´ als Freilichtmuseum, eine weitere Initiative von Claus Oellerich und Walter Höpcke.

In der Hitlerzeit wird Oellerich nach 30 Jahren Vereinsvorsitz von Bürgermeister Klostermann abgelöst. Oellerich wird Geschäftsführer, gibt das Amt aber bereits ein Jahr später an Waller ab.

1935 erfolgt ein Umzug des Museums vom Hafenbahnhof in das requirierte Logenhaus der Freimaurerloge im Grünen Weg. Die Einweihung erfolgt am 23. September 1936.
1937 ändert sich der Vereinsname in `Heimatverein Cuxhaven e.V.´.
Am 15. Juni 1938 zieht das Fischereimuseum wieder in den Hafenbahnhof.

1940 geht das Museum auf Beschluss von 1939 in den Besitz der Stadt Cuxhaven über.

Aufgrund der Kriegsumstände mit Bombardierung Cuxhavens wird das Museum 1940/1941 geschlossen und der Bestand nach Wanna, Cadenberge und die Höhere Staatsschule ausgelagert.

Nach dem Krieg findet eine Teilung des Bestandes statt. Der stadtgeschichtliche Teil wird 1949 aufgrund der Initiative Wallers im ersten Stock des Vorbaues des Schlosses untergebracht, betreut von Walter Höpcke. Die vorgeschichtliche Abteilung wird mit dem Bestand der Sammlung Dr. Reinekes von der Höheren Staatsschule zusammengelegt zum `Museum in der Schule´ und am 11. März 1951 eröffnet. Es ist damit separates Museum für Vor- und Frühgeschichte. 1961 wird das Museum in die ehemalige Seefahrtschule Am Seedeich 23 verlagert und Ostern d.J. eröffnet. 1964 wird es umbenannt in `Karl Waller-Museum für Vor- und Frühgeschichte´.
Ein weiterer Umzug mit Eröffnung am 1. Dezember 1973 erfolgt in die Südersteinstraße 38 in das Reyesche Haus, nachdem dort das Möbelhaus Thee die Räumlichkeiten freigegeben hat. Ebenso findet dort die schifffahrtskundliche Abteilung ihren Platz. Mit dem Auszug der Stadtsparkassenfiliale aus dem Untergeschoss kann die Ausstellung 1987 räumlich erweitert werden.

Aufgrund der Renovierung und Restaurierung des Schlosses 1987 wird die dortige Ausstellung `Bürgerkultur´ ausgelagert. Ebenso wird die Sammlung `Vor- und Frühgeschichte´ 1992 geschlossen und 1993 ausgelagert. Seit einer Neuordnung des Gesamtbestandes im Jahre 1996 ruht das Cuxhavener Heimatmuseum bis dato in einem traurigen Dornröschenschlaf.