Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne war eine Kaserne in [[Altenwalde]]. Benannt wurde die Kaserne nach dem ersten niedersächsischem Ministerpräsident Hinrich Wilhelm Kopf. Der Standort wurde [[2014]] geschlossen.
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Am Militärstandort Altenwalde wurden 1912 Beschußversuche mit Marineartillerie durchgeführt. Für die Geschützbedienungen wurden auf dem Gelände der heutigen Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne erste Baracken gebaut. In den letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkrieges arbeiteten hier Raketenforscher aus Peenemünde. Auf dem nahegelegenen Übungsplatz wurden Abschuss- und Flugversuche mit dem Marschflugkörper Fieseler Fi 103 unternommen.
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Am Militärstandort Altenwalde wurden 1912 Beschußversuche mit Marineartillerie durchgeführt. U.a. wurde hier das [[Paris-Geschütz]] erprobt. Für die Geschützbedienungen wurden auf dem Gelände der heutigen Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne erste Baracken gebaut. In den letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkrieges arbeiteten hier Raketenforscher aus Peenemünde. Auf dem nahegelegenen Übungsplatz wurden Abschuss- und Flugversuche mit dem Marschflugkörper Fieseler Fi 103 unternommen.
  
Die Kaserne wurde im Jahr [[1956]] in Altenwalde für das Panzerbataillon 74 ausgebaut.
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Die Kaserne wurde ab [[1956]] ausgebaut.
  
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Das am [[1. April]] [[1959]] in Seedorf aufgestellete Panzerbataillon 74 wurde zum [[30. Juli]] [[1963]] in die Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne verlegt. In der nachfolgenden Zeit wurde die Kaserne weiter ausgebaut, bis die Erweiterungen im Jahr 1987 abgeschlossen wurden.
Das Panzergrenadierbataillon 73 bezog ab [[1963]] vorhandene Gebäude aus der Kriegszeit. In der nachfolgenden Zeit wurde die Kaserne weiter ausgebaut, bis die Erweiterungen im Jahr 1987 abgeschlossen wurden.
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Das Flugabwehrraketengeschwader 37 bezog ab 1967 Unterkünfte in der Kaserne. Auf dem Gelände waren technische Einrichtungen für die Fahrzeuginstandsetzung, das Stabsgebäude, die Sanitätsstaffel sowie die Versorgungsstaffel untergebracht.
 
Das Flugabwehrraketengeschwader 37 bezog ab 1967 Unterkünfte in der Kaserne. Auf dem Gelände waren technische Einrichtungen für die Fahrzeuginstandsetzung, das Stabsgebäude, die Sanitätsstaffel sowie die Versorgungsstaffel untergebracht.

Aktuelle Version vom 27. Juli 2020, 11:58 Uhr

Die Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne war eine Kaserne in Altenwalde. Benannt wurde die Kaserne nach dem ersten niedersächsischem Ministerpräsident Hinrich Wilhelm Kopf. Der Standort wurde 2014 geschlossen.

Geschichte

Am Militärstandort Altenwalde wurden 1912 Beschußversuche mit Marineartillerie durchgeführt. U.a. wurde hier das Paris-Geschütz erprobt. Für die Geschützbedienungen wurden auf dem Gelände der heutigen Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne erste Baracken gebaut. In den letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkrieges arbeiteten hier Raketenforscher aus Peenemünde. Auf dem nahegelegenen Übungsplatz wurden Abschuss- und Flugversuche mit dem Marschflugkörper Fieseler Fi 103 unternommen.

Die Kaserne wurde ab 1956 ausgebaut.

Das am 1. April 1959 in Seedorf aufgestellete Panzerbataillon 74 wurde zum 30. Juli 1963 in die Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne verlegt. In der nachfolgenden Zeit wurde die Kaserne weiter ausgebaut, bis die Erweiterungen im Jahr 1987 abgeschlossen wurden.

Das Flugabwehrraketengeschwader 37 bezog ab 1967 Unterkünfte in der Kaserne. Auf dem Gelände waren technische Einrichtungen für die Fahrzeuginstandsetzung, das Stabsgebäude, die Sanitätsstaffel sowie die Versorgungsstaffel untergebracht.

Die Kaserne verfügte über einen Gleisanschluss mit Laderampe an der Bahnstrecke Cuxhaven - Bremerhaven.

Zwischen 1992 und 2003 wurden die stationierten Kampfverbände schrittweise aufgelöst, verlegt oder umgegliedert. Zuletzt beherbergte die Kaserne noch das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum (BwDLZ) Cuxhaven.

Nach der Bekanntgabe der Stationierungsentscheidungen am 26. Oktober 2011 durch das Bundesministerium der Verteidigung wurde der Standort Cuxhaven 2014 aufgelöst. Der projektierte Umzug des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums (BwDLZ) Cuxhaven nach Nordholz fand jedoch nicht statt. Das BwDLZ Cuxhaven wurde am 28. Februar 2013 aufgelöst, das benachbarte BwDLZ Schwanewede wurde am 31. Dezember 2014 außer Dienst gestellt. Die Aufgaben des BwDLZ Cuxhaven wurden durch die BwDLZ Oldenburg und Rotenburg/W. übernommen.

Mit der Schließung der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne verlor die Stadt Cuxhaven seine letzte militärische Dienststelle.