Honnef, Hermann

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Hermann Honnef (* 19. Juli 1878 auf Grafenwerth, einer Rheininsel in Bad Honnef; † 30. Juni 1961) war ein deutscher Erfinder und Windenergiepionier.


Leistungen

Honnef projektierte in den 1930er Jahren riesige Windenergieanlagen. Diese sollten bis zu 500 m hoch gebaut werden und 3 gegenläufige Windrotoren von 160 m Durchmesser tragen. Sie sollten eine Leistung von 20 MW bei 15 m/s Windgeschwindigkeit erzeugen. Die Anlagen sollten so hoch gebaut werden, da sich Honnef davon höhere Windgeschwindigkeiten versprach. Die gegenläufigen Rotoren sollten durch die höhere Relativgeschwindigkeit zwischen Rotor und "Stator" eine höhere Induktion als bei konventionellen Generatoren erzeugen. Die bei so riesigen Durchmessern einzuhaltenden Toleranzen verdammten diese Idee in den Bereich der Konzepte. Heute baut die Firma Enercon Ringgeneratoren bis zu einem Durchmesser von 7 m, was als gerade noch beherrschbar gilt.

Würdigung

Für seine Verdienste um die Nutzung der Windkraft zur Energiegewinnung erhält er am 16. Juli 1952 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

Honnef ist Namensgeber für die Hermann-Honnef-Straße.

Literatur und Quellen

  • Wolfgang Altendorf: Hermann Honnef. Sein Leben. 1986, ISBN 3-92106119-9
  • Matthias Heymann: Die Geschichte der Windenergienutzung 1890 - 1990. Campus Verlag, Frankfurt 1995
  • Heiner Dörner: Gutachten über die Windkraftwerke nach Hermann Honnef. Zentralstelle für Luft- und Raumfahrtdokumentation und -information, 1977
  • Wolfgang Altendorf: Windkraftnutzung mit Getriebeloser Turbine - der Honnef-Ringgenerator'. Technologische Publikationen der Altendorf-Kulturstiftung Freudenstadt

Weblinks

  • die ehemalige Versuchsanlage in Bötzow [1]