Kopf, Hinrich Wilhelm

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Hinrich Wilhelm Kopf (* 6. Mai 1893 in Neuenkirchen (Land Hadeln); † 21. Dezember 1961 in Göttingen) war erster Ministerpräsident von Niedersachsen.

Nach dem Besuch der Volksschule seines Heimatdorfs, welche heute seinen Namen trägt, besuchte er das Realprogymnasium in Otterndorf, wechselte dann auf die Höhere Staatsschule nach Cuxhaven, wo nach seinem Tode eine Kaserne nach ihm benannt wurde, und darauf auf das Gymnasium Andreanum nach Hildesheim, wo er das Abitur ablegte. Nach dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Marburg und Göttingen war er persönlicher Referent des Reichsministers des Innern Dr. Eduard David. Seit 1919 war Kopf Mitglied der SPD. Zwischen 1933 und 1945 war er selbständiger Kaufmann und Landwirt.

Seine Grabstätte befindet sich auf dem Stadtfriedhof Stöcken in Hannover (Abt. A 23, Nr. 1, großer Findling, am Südwestufer des Teichs).

Während seines Studiums war er Mitglied der fakultativ schlagenden schwarzen Verbindung Lunaburgia Göttingen im Miltenberger Ring.

Politische Ämter

  • 19281932 Landrat des Landes Hadeln in Otterndorf
  • 19321933 Regierungsangestellter in Oppeln, Provinz Oberschlesien
  • 19451946 Oberpräsident der preußischen Provinz Hannover
  • 1946 Ministerpräsident des Landes Hannover
  • 19461955 und 19591961 Ministerpräsident von Niedersachsen
  • 19471948 und 19571959 Innenminister von Niedersachsen

Aus seinem Leben

Der aus einem landwirtschaftlichen Haus stammende Kopf liebte es deftig. Der plattdeutsche Autor Werner Tietje, ebenfalls aus Neuenkirchen, verfasste ein Buch mit dem Titel „Hinnek Willem Kopp“ über seine derben Sprüche. Auf sein Konto gehen Weisheiten wie: „Ich bin Sozialist, weil ich Christ bin“, aber auch der in dem alten Landratsamt eingerahmt hängende plattdeutsche Snack: „Pus´di man nich op, büst ok blot mit´n nookten Moors oppe Welt komen <Blas' Dich nicht auf, Du bist auch mit nacktem Hintern auf die Welt gekommen>“.