Leitdamm

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Leitdamm 2010
Leitdamm bei Hochwasser

Der Leitdamm ist ein 10,4 km langer Steindamm am Elbe-Fahrwasser.

Aufgabe des Dammes

Der Leitdamm führt in einem Bogen von der Kugelbake aus 10,4 Kilometer entlang der Elbe in Richtung Neuwerk. Der Damm bewirkt durch Strömungsveränderung eine Vertiefung des Fahrwassers und zum Zweiten verhindert er das Abwandern des Wattsandes in das Außenelbfahrwasser. Da die Elbe eine Ästuarmündung hat, was zu einer verstärkten Versandung führt, erspart der Damm fortwärende hohe Baggerkosten.


Chronologie

Mit dem Bau des Dammes wurde am 23. Februar 1939 begonnen. Einher damit ging der Bau des Kugelbakehafens ab April 1939, der als Basishafen und Material-Umschlagplatz diente bis zum Ende der Bauarbeiten. Ursprünglich sollte der Damm bis zur Insel Scharhörn reichen. Die Bauarbeiten wurden durch den 2. Weltkrieg unterbrochen und im Jahre 1948 wieder aufgenommen. Ende der 1950er Jahre gab es mehrere Kolkbildungen und Absackungen des Dammes, welche Überlegungen hervorriefen den Bau des Dammes einzustellen. In der Folge dieser Überlegungen wurde der ursprüngliche Plan, den Damm bis Scharhörn zu errichten aufgegeben. Der neue Endpunkt des Dammes war nunmehr der Mittelgrund.

Die Fertigstellung des Dammes datiert auf das Jahr 1974.

Eine Verlängerung des Leitdammes erfolgte 1975 und 1978. In den folgenden Jahren bis 1988 wurde ein "Feinausbau" vorgenommen, sodass seit 1989 nur noch Erhaltungsarbeiten stattfinden.

Heute hat der Leitdamm eine Kronenbreite von 5 m (ehemals 7 m). Die Seitenneigungen betragen elbseitig 1:3 und wattseitig 1:2,5. Der Kern des Dammes besteht aus Ostseefindlingen und schwedischem Granit mit mehreren Tonnen Stückgewicht.

Der Leitdamm ist elbseitig mit 14 Stichbuhnen gesichert, deren Kronenbreite 2 m beträgt.

Daten

Für den Bau des Dammes wurden rund 1,15 Millionen Kubikmeter Sinkstücke und 1,6 Millionen Tonnen Wasserbausteine verbaut.