Lichtenberg-Gymnasium

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Lichtenberg-Gymnasium 2015
Lichtenberg Gymnasium 2006

Das Lichtenberg-Gymnasium Cuxhaven ist ein allgemeinbildendes Gymnasium mit 596 Schülerinnen und Schülern (Stand: 29. August 2013)

Namensgebung

Die Schule wurde 1986 nach Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), dem ersten deutschen Professor für Experimentalphysik und Begründer des deutschsprachigen Aphorismus benannt.

Geschichte

Im Jahr 1817 wurde die "Töchterschule Ritzebüttel" von Amandus Abendroth gegründet. Der Standort dieser Schule war das Nachtigallsche Haus, Am Vorwerk 1, wo sich die Schule bis zum Jahre 1898 befand. Im Jahr 1849 wurde von Cuxhavener Bürgern die eigene private "Töchterschule Cuxhaven" gegründet. Diese blieb bis zum Jahr 1881 selbständig, als sie gemeinsam mit der Töchterschule Ritzebüttel in die von Rektor Hahn geleitete Cuxhavener Gemeindeschule integriert wurde.

Im Jahr 1898 wurde die "Höhere Töchterschule Ritzebüttel" wieder privatisiert und der Leitung von Direktor Kießner übergeben. Dieser errichtet auf eigene Kosten ein neues Schulgebäude in der Friedrich-Carl-Straße 19, welches die nun "Auguste-Viktoria-Schule" genannte Schule bis 1930[1] beherbergen soll.

Im Jahr 1909 wird die Auguste-Viktoria-Schule mit der von Maria Cochius geleitete Höheren Töchterschule zur "Höheren Mädchenschule Cuxhaven" zusammengelegt. Die Schule erhält nun städtische Zuschüsse und untersteht einem Kuratorium unter Leitung des Bürgermeisters. Ab 1916 trägt sie den Namen "Lyzeum in Cuxhaven" und ist eine offizielle weiterführende Schule. Im Jahr 1926 wird die Schule als "Staatliche Mädchenrealschule Cuxhaven" vom Hamburger Senat übernommen. Drei Jahre später wird 1929 die Realschule zu einer "Mädchen-Realschule und Realgymnasium für Mädchen" erhoben und bietet damit auch eine gymnasiale Ausbildung an. Am 30. April 1930 zieht die Schule in das heutige Schulgebäude in der Schulstraße 18 ein.

1934 wird die Schule zu einer "Mädchen-Realschule mit dreijähriger Frauenschule". 1937 wird sie von der bisherigen Hamburger Trägerschaft an Preußen übergeben und wird bis 1947 als "Staatliche Oberschule für Mädchen - Hauswirtschaftliche Form" geführt. Im Jahr 1948 erhält die Schule das Anerkennungsabitur der wissenschaftlichen Form mit der "Staatlichen Oberschule für Mädchen - Sprachliche Form". 1949 wird sie um den mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich erweitert. 1954 erfolgen die ersten Reifeprüfungen beider Zweige, ab 1958 dann getrennt nach sprachlichen und mathematisch-naturwissenschaftlichen Klassen.

Geschenk des Abgangs-Jahrganges 1997

Ab 1956 wird die Schule offiziell als Gymnasium benannt und heißt nun "Gymnasium für Mädchen Cuxhaven - Sprachliche und mathematisch-naturwissenschaftliche Form". Im Jahr 1957 wird Eleonore Siebrecht Schulleiterin. Kurz nach der 150-Jahr-Feier der Schule im Jahr 1967 wird 1968 das Richtfest eines neuen naturwissenschaftlichen Traktes gefeiert, der 1969 in Betrieb genommen wurde. Im Jahr 1975 übergibt Eleonore Siebrecht die Schulleitung an Hans-Joachim Herzig. 1976 greift die Oberstufenreform, erste Kooperationen mit dem Amandus-Abendroth-Gymnasium werden eingeleitet. Im Jahr 1978 beginnt am bisherigen Gymnasium für Mädchen die erste ungemischte Mädchenklasse, 1979 findet nach dem Kooperationsvertrag mit dem Amandus-Abendroth-Gymnasium das erste gemeinsame Abitur statt. Im gleichen Jahr wird der zweite Erweiterungsbau für den Kunst- und Musikbereich eingeweiht.

Im Jahr 1986 erfolgt durch Ratsbeschluss die Umbenennung des bisherigen "Gymnasium Schulstraße" in "Lichtenberg-Gymnasium Cuxhaven". Lichtenberg war einer der ersten, der die Einrichtung eines Seebades im heutigen Cuxhaven empfahl.

1995 übernimmt Bernd Kreft die Schulleitung von Hans-Joachim Herzig. 1996 erhält die Schule im Rahmen des Programmes "Schulen ans Netz" einen Internetanschluss. 1997 wird ein Schüleraustausch mit Krakau begonnen, 1998 besuchen die ersten Krakauer Schüler das Lichtenberg-Gymnasium.

Besonderheiten

  • Seit 1976 findet eine Kooperation mit dem Amandus-Abendroth-Gymnasium Cuxhaven statt. So ist der gesamte Unterricht der Abiturjahrgänge schulübergreifend ausgestaltet.
  • Jährlich wird seit 1994 die LiMit (Lichtenberg-Gymnasium Mitteilungen) mit Informationen über das vergangene Schuljahr und Fotos der Klassen und des Lehrerkollegiums herausgegeben.
  • Im Schuljahr 2006/07 wurde LiTuS (Lichtenberg Tutoren-System), eine Form des Förderunterrichts, welche Schüler aus höheren Klassen erteilen, eingeführt.

Weblinks


Fußnoten

  1. Ab 1930 dient das Gebäude als Polizeiunterkunft. Nach dem Neubau eines Polizeigebäudes 1981 wird das alte Schulgebäude abgerissen.