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Aktuelle Version vom 15. Februar 2020, 12:45 Uhr

Mine Möhlmann

Mine Möhlmann war um 1900 ein bekanntes Cuxhavener Original.

Mine Möhlmann war wohnhaft zwischen der heutigen Lehmkuhle und der Großen Hardewiek, hinter dem Haus von Mine Albers.

Mine verkaufte als Kleinhändlerin frischen „Knoot“ und frischen Fisch aus ihrem Kinderwagen zusammen mit dem neuesten Klatsch. Außerdem handelte sie Lebensmitteln aller Art. Den Wagen schob sie bei ihren Gängen „von ne Hardewiek to `n Hoben“ langsam und bedächtig in leicht gebückter Haltung vor sich her.

Diverse Anekdoten in den Cuxhavener Tageszeitungen und Skizzen des Hamburger Malers Franz Paul Johann Düyffcke zeugen von ihrer Existenz. Kurz vor Beginn des 1. Weltkrieges sollten in der Großen Hardewiek neue Häuser entstehen. Dabei wurde die alte Behausung von Mine Möhlmann, die im Adressbuch mit „Wilhelmine Mählmann“ geführt wurde, abgerissen. Sie fand eine neue Unterkunft in der Kleinen Hardewiek in Freudens Gang.

Als Mine Möhlmann sich nicht mehr alleine versorgen konnte, fand sie Unterkunft im „Städtischen Versorgungsheim“, wo sie um 1924 verstarb.

Mine Möhlmann ist bis heute im Stadtbild präsent, denn sie ist auf dem Brunnen am Kaemmererplatz abgebildet.