Obdeich

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Obdeiche sind Deiche, die nicht als Hauptdeiche vor der offenen See oder Flüssen liegen. Sie dienen als Anschluss- oder Hafendeiche.
Der Cuxhavener Obdeich begleitet als östlicher und westlicher Obdeich, auch Hafenobdeich genannt, beidseitig den Schleusenpriel.

Westlicher Hafenobdeich

Seine ehemalige Bezeichnung war `Döser Opdeich´, da er Teil der Deichverbindung nach Döse war.

Lt. Oellerich vermutlich in zwei Etappen gebaut. Ab Ritzebüttler Schleuse bis Alter Deichweg vermutlich vor 1500. Hier schloss er an eine alte Deichlinie entlang der Alten Deichstraße, heute Schillerstraße, an. Ab Alter Deichweg weitergeführt bis zum Seepavillon i.J. 1530 als Anschluss an den neuerrichteten Deich querab des Seepavillon zur Kugelbake.
Die ehemalige Höhe betrug lt. Oellerich etwa 1,43 m über das umliegende Bodenniveau. Später wurde er mehrfach aufgehöht und verbreitert.

Zwei Deichbrüche mit hinterlassenen Wehlen wurden ausgedeicht: a) zwischen Amtsgericht und dem Anschluss des Mühlenweges an die Deichstraße und b) entlang des Alten Weges, jetzt Alter Deichweg.
Damit verlief die alleinige Zufahrt von der Schleuse zum Hafen entlang des Mühlenweges bis zum Deich. Dann entlang des Deiches und durch den heutigen Alten Deichweg in Richtung Hafen.

1797 wurden die mittlerweile verlandeten Wehle mit einer Deichbegradigung überbaut.
1836/37 wurde die Deichkrone gepflastert, nachdem sie bis dahin unbefestigt als Fußweg gedient hatte. Ab 1891 wurde die heutige Deichstraße etappenweise ausgebaut und gepflastert.

Nach dem Bau zweier neuer Schleusendämme in den Jahren 1891 und 1983 wurde der westliche Obdeich 1890 vom Kaemmererplatz bis zum Schwarzen Weg und später weiter bis Konrad-Adenauer-Allee abgetragen.

Am Slippen, dem Nordende der Deichstraße, wurde einen Deichdurchfahrt in den Hafenbereich ab 1899 mehrfach verbreitert, um- und ausgebaut.

An der Innenseite des Deiches verläuft eine Straße, analog zur Ostseite hier Westseite genannt; heute Am Schleusenpriel.

1939 wird der Deich bis zur Hafeneinfahrt einige Meter östlich versetzt um Platz für eine Verbreiterung der Deichstraße zu gewinnen. Dadurch das versetze Zusammenstoßen der beiden Deichlinien an der Deichstöpe.

Östlicher Hafenobdeich

Vor 1653 wird von den Grodenern ein Obdeich östlich direkt neben dem Schleusenpriel erbaut. Dieser war nötig geworden, als abzusehen war, dass auf der westlichen Seite des Schleusenpriels der äußere Koogdeich des Döser Neufeldes nicht länger zu halten ist. In einer Karte von Spanniger aus dem Jahre 1733 werden seine Rudimente als "des alten eingegangenen Deichs" bezeichnet.

Ehemals genannt `Neufelder Opdeich´ wurde er im ersten Drittel des 18. Jh. als Teilstück des Neufelder Deiches etwas weiter Landeinwärts verlegt. 1856 wird der Deich erneuert und erhöht.

1899 abermals erhöht und verbreitert mit Sand aus Altenwalde. Auf der Deichkuppe wird eine Straße angelegt, genannt Ostseite, 1948 in Kapitän-Alexander-Straße unbenannt.
Westlich der Deichlinie verlief die Bahnlinie zum alten Hafenbahnhof auf der ehemaligen Reeperbahn.

1897 wird aufgrund des zweiten neunen Schleusendammes das südliche Ende des Obdeiches zwischen Schwarzer Weg und Bahnhofstraße abgeschrägt, um die unterschiedlichen Höhenniveaus anzupassen.