Rauschenplat

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Rauschenplat gehört zu den ältesten bestehenden Unternehmen der Stadt Cuxhaven.

1801 gründete Barthold Georg Rauschenplat aus Göttingen eine Papierhandlung und Buchbinderei in Ritzebüttel. Einige Jahre später nimmt er einen Teilhaber namens Kniesch auf und firmiert fortan unter `Kniesch & Rauschenplat´. 1834 übernehmen sie die 1831 gegründete Buchdruckerei `F. S. Pforte´, in der die 1932 von dem Hamburger Verleger Edward Roß gegründete Zeitung `NEPTUNUS´ gedruckt wird.

1836 gingen Druckerei, Buchbinderei und Papierhandlung sowie der NEPTUNUS in den alleinigen Besitz von Erdmann Reinhard August Rauschenplat über, in dessen Familie es bis 1923 verblieb. 1922 musste der Druck des mehrfach umbenannten `Neptunus´ in den Nachkriegswirren der Inflation wegen eingestellt werden. . Der Firmensitz von Rauschenplat befand sich ursprünglich in der Westerreihe, später in der Nordersteinstraße. Im Jahr 1891 wurde eine Abteilung abgezweigt in die Deichstraße 21. Zwei Jahre später wurde der ganze Betrieb unter dieser Adresse angesiedelt. Als `Rauschenplat & Sohn´ betrieb man jetzt Druckerei, Verlag, Buch- Kunst- und Musikalienhandlung, sowie eine Filiale auf Helgoland. Der Verlag hatte Geltung in der Verlagslandschaft und gab ansehnliche Bücher zur Cuxhavener und Helgoländer Geschichte heraus, daneben Reiseführer, Kinderbücher und auch christliche Literatur.

1923 Jahren wurde die Firma dann im Erbe aufgeteilt: Die Buchdruckerei auf den Enkel Otto Rauschenplat, Buchhandlung und Verlag auf den Enkel Reinhard Rauschenplat.

Buchdruckerei Otto Rauschenplat führte die Druckerei weiter, musste aber 1928 wegen finanzieller Probleme einen Teilhaber namens Leo Schmitt aufnehmen. Unter dem Namen `Rauschenplat & Schmitt´ wurde die Druckerei weitergeführt und ging 1957 an Norbert Gerdts, dem Schwiegersohn Schmitts, über. Sie wurde noch bis in die 90er Jahre am Strichweg weiter betrieben.

Buchhandlung Reinhard Rauschenplat verkaufte die Buchhandlung 1937 an den Hamburger Kaufmann Hommes, der sie 1959 an Peter Otto Schumann veräußerte. Dieser übergab sie an den Sohn Nik Schumann, der sie seit nunmehr vielen Jahren gemeinsam mit seiner Frau Elke leitet. Neben der `Buchhandlung Neubauer´ im Lotsenviertel bietet sie das letzte inhabergeführte Buchsortiment in Cuxhaven. [1] Sie bietet neben einem Vollsortiment eine weithin bekannte Abteilung für Seefahrtsliteratur, ist einzige Seekartenhandlung am Ort, hat eine Antiquariats- und eine Bilderabteilung, die in letzter Zeit in Kooperation mit der Galerie FormArt ausgebaut wurde. Hier finden sich Originale und Reproduktionen alter dekorativer Grafiken von Cuxhaven, historische Landkarten, Kunstfotos von Plisson u.a. sind es besonders die Drucke und Originale von Ole West, die sich großer Beliebtheit erfreuen.

Verlag Auch der Verlag hat in den letzen Jahren wieder Fahrt aufgenommen mit diversen Büchern zu Cuxhaven und Umgebung, sowie Cuxhavener Themen. Dazu kommt eine Reihe Replikate historischer Bücher, ebenfalls Cuxhaven-bezogener Inhalte, die mehr oder weniger überarbeitet neu aufgelegt wurden. Mit dem Buch von Dr. Paul Schulz „CODEX ATHEOS“ war man im letzten Jahr sogar zweimal im Fernsehen (in den Talk-Shows von Maischberger u. Kerner bzw. Nina Ruge).


Fußnoten

  1. Auch in Cuxhaven haben sich, wie überall in Deutschland, mittlerweile die nationalen Buchkonzerne und Filialisten etabliert.