Ritzebüttel Portugaleser

Aus cuxpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Ritzebüttel Portugaleser ist eine Sonderprägung der Hamburgischen Münzprägeanstalt anlässlich der 500. Wiederkehr der Übernahme Ritzebüttels durch die Stadt Hamburg.

Über Jahrhunderte war die Nordsee und mit ihr die Elbe immer wieder Ziel und Heimat diverser Seeräuber. Daran nicht unbeteiligt waren auch die Herren von Lappe und zeitweilig dort gastierende andere Seeräuber auf Haus Ritzebüttel im heutigen Cuxhaven. Zur Sicherung ihrer Handelsinteressen, zu denen die freie Schifffahrt auf der Elbe gehörte, hatte Hamburg mit den Lappes Verträge zu Schutz und Unterstützung gegen Übergriffe abgeschlossen, was diese jedoch nicht von weiteren Übergriffen abhielt, nicht zuletzt auch gegen die von Hamburg errichtete Feste auf der Cuxhaven vorgelagerten Insel Neuwerk.

Unter Mithilfe von 800 angeheuerten Wurstfriesen eroberten die Hamburger dann im Jahre 1394 die Ritzebütteler Festung der Lappes im Sturm und behielten Haus und Boden gegen eine entsprechende Zahlung als Eigentum.

Aus Anlass der 500. Wiederkehr dieses Tages wurde 1894 von der Hamburger Münzprägeanstalt der `Ritzebüttel Portugaleser´ geschlagen. Er zeigt auf der Vorderseite Hamburgs Bürgermeister von 1394 (Kersten Miles) und 1894 (Johannes Versmann) mit ihren Familienwappen und auf der Rückseite eine Kogge vor dem Leuchtturm Neuwerks mit dem Text über das Ereignis:

Zum Gedächtnis des Tages, an welchem vor 500 Jahren das mit Waffengewalt genommene Schloss Ritzebüttel zu dauerndem friedlichen Besitze abgetreten wurde. 1894, Juli 31.

Die Medaille `Ritzebüttel Portugaleser´ ist in Feinsilber gehalten und kann bei der Hamburger Münze erworben werden.

Mit einer ersten Prägung im Jahre 834 ist die Hamburgische Münzprägeanstalt die älteste in Deutschland. Die heute von ihr geprägten Euromünzen sind mit dem Prägezeichen `J´ versehen.

Quelle

Hamburgische Münze