Schlossgärtnerei

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Gewächshaus im Schlosspark

Wenn man heute vorbei an der Martinskirche, dem Gärtnerhaus und der Schlosswache den Schlosspark betritt, so findet sich zur Linken gegenüber der Schloss- oder auch Alten Wache eine alte Mauer, deren Zweck nicht so recht ersichtlich ist. Sie trägt heute die Brockestafel, darunter befindet sich der Brockesbrunnen. Sie wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts errichtet als Stützmauer für ein dahinter liegendes so genanntes Kalthaus, ein unbeheiztes Gewächshaus, in dem die exotischen Pflanzen überwinterten, die während der übrigen Jahreszeit Aufstellung im Schlosspark fanden. Man muss dabei davon ausgehen, dass zu der Zeit die heutigen Bäume noch relativ klein waren und das Gewächshaus nach Süden ausgerichtet war, sodass man offensichtlich ohne Heizung auskam. Davorliegend Richtung Süden befand sich die kleine Parkgärtnerei, betrieben von vermutlich mehreren Gärtnern. Namentlich bekannt ist der Gärtner Gustav Taubert, der von 1904 bis 1937 das Gärtnerhaus bewohnte.

Etwa Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Haus komplett erneuert und vergrößert und nach dem 2. Weltkrieg abgerissen. Stehen geblieben ist die Stützmauer. Sie dient heute mit ihren südseitig davor aufgestellten Sitzbänken an sonnenreichen, warmen Tagen vor allem älteren Leuten als gern genutzte Sitzecke.

Bilder

Quellen

Nitschke: Schloss Ritzebüttel - Beiträge zur Geschichte des Amtshauses