Stadtbahnhof: Unterschied zwischen den Versionen

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Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass die Bahnstrecke vielen Elbschiffern die Existenz gekostet hat.
 
Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass die Bahnstrecke vielen Elbschiffern die Existenz gekostet hat.
Heute führt der Bahnhof ein trauriges verkommenes Dasein.  
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Version vom 13. September 2009, 17:46 Uhr

Bahnhof 2008
Bahnsteig 2006

Der Cuxhavener Stadtbahnhof wird im Jahre 1881 auf der ehemaligen Armenhauswiese eröffnet.

Die Planungen einer Eisenbahnverbindung Cuxhavens mit Hamburg begannen in den 1840er Jahren. Im Jahre 1872 wird durch den hamburger Senat die Anlage eines neuen großen Hafens im Neuen Feld bei Cuxhaven und zu dessen Andiehnung eine Eisenbahnlinie über Stade nach Hamburg beschlossen. Hierzu gründet ein deutsch-englisches Bankierskomitee eine Finanzierungsgesellschaft mit einem Kapital von 20 Millionen Talern (ca. 3,5 Mio. €). Wärend der Hafenbau 1880 ans nicht finanzierbar eingestellt werden muss, wird die Bahnlinie zuende geführt. Am 10. November 1881 wird die Bahnstrecke von Hamburg über Stade nach Cuxhaven durch die Unterelbische Eisenbahn eröffnet. Eine einfache Fahrt Hamburg - Cuxhaven kostet 1. Klasse 9,30 RM und 4. Klasse 2,40 RM.
Am 1. Juni 1896 wird dann nach zweijähriger Bauzeit die Bahnanbindung an Geestemünde (heute Bremerhaven) eröffnet. "Alle Bahnhöfe sind geschmückt und der Zug wird herzlich empfangen. Nur in Cuxhaven erwartet außer einigen Ehrengästen kaum jemand die Bahn". Eine Fahrt von Cuxhaven nach Geestemünde kostet in der 2. Klasse 2,70 RM und in der 4. Klasse 0,90 RM. Eine Fahrstrecke dauert 2h 15min.

Erstes Bahnhofsgebäude 2008, Blickrichtung nord

Das erste eingeschossige Bahnhofsgebäude entsteht im Eröffnungsjahr und wird 1910/11 aufgestockt. Heute dient es bahnbetrieblichen Zwecken und beherbergt im Obergeschoss den Cuxhavener Modelbahnverein. Die Gleise lagen nord-ostseitig des Gebäudes.

Anlässlich des Anschlusses der Bahn an Bremerhaven wird 1897 ein neues Bahnhofsgebäude gebaut. Nach der Fertigstellung 1898 (Einweihung 30. Juni, Inbetriebnahme 1. Juli) zieht die Bahnmeisterei in das bisherige Empfangsgebäude. Dazu wird der Bahnhofsgleiskörper für den Personenverkehr erweitert auf zwei Bahnsteige mit vier Gleisen und drei Umfahrgleise.
Ebenfalls 1997 wird das Bahnhofsvorgelände mit Sand aus Altenwalde aufgehöht und umgestaltet. Das Bahnhofswasserloch wird zum Park angelegt. Später wurde das einladend begrünte und bepflanzte Roundell auf dem Bahnhofsvorplatz durch ein schlichtes gepflastertes ersetzt, gekrönt von einem Lampenkandelaber. Der Vorplatz selber ist Warteplatz für Pferde-, später dann Kraftdroschken, die heutigen Taxen. Ebenso für die Linienbusse der Omnibusgesellschaften.

Zwischen 1901 und 1904 wird die Strecke zwischen Stade und Cuxhaven zweigleisig ausgebaut.

Am 9. September 1922 durchbricht ein Zug im Nebel den Prellbock und kommt erst vor der Bahnhofshalle zum stehen. Es gibt mehrere schwerverletzte aber keine Toten.

Das Bahnhofsbetriebsgelände wird durch den stetig wachsenden Strom an Reisenden, sowie des Güterumschlags, angepaßt. Es werden zusätzlich Gleisanbindungen ausgebaut für die Kanonenbahn zum Fort Kugelbake, sowie zum Hafen- und zum Amerikabahnhof. Außerdem werden der Güterbahnhof erweitert, der alte und der neue Fischversandbahnhof angeschlossen und der Hafen selbst vielfach mit Gleisen erschlossen.

  • 1903 wird der hamburger Bahnsteig überdacht.
  • 1908 Erweiterung der Weichenstellerbuden.
  • 1911 Erweiterung der Güterabfertigung.
  • 1914 wird ein zweiständiger Lokomotivschuppen mit Drehscheibe an der Meyerstraße neben dem Gleis nach Bremerhaven gebaut, dazu ein bahnbetrieblicher Wasserturm. Außerdem gab es zwei kleine Ablaufberge.
  • 1928 ist auf einem Foto bereits der nordöstliche Anbau vorhanden.
  • 1930 wird das Stellwerk Cn abgerissen, Stellwerk Cs durch einen Turmneubau ersetzt und zusätzlich Cf neu gebaut.
  • 1934 wird die Bahnhofsfassade erneuert. So wird das Eingangportal durch einen schmucklosen Funktions-Eingang ersetzt.
  • 1970 werden die Bahnsteige ausgebessert und ein Stellwerk mit 3 Nebengleisen abgerissen.
  • 1984 wird im zuge der Neuverlegung der Konrad Adenauer-Allee der gesamte Vorplatz umgestaltet und ein Zentraler Omnibus-Bahnhof (ZOB) eingerichtet.
  • 2004 wurde die Bahnhofshalle renoviert.
  • 2007 ab Dezember wird die Strecke Cuxhaven - Hamburg durch die private Metronom-Bahngesellschaft bedient.

Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass die Bahnstrecke vielen Elbschiffern die Existenz gekostet hat. Heute führt der Bahnhof ein trauriges verkommenes Dasein.

Bilder

Gleisplan

Gleisplan-Cuxhaven.jpg