Sturmflut von 1906

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Eine schwere Sturmflut ereignete sich in der Nacht vom 13. März / 14. 1906

Ein zeitgenössischer Bericht aus der "Norddeutschen Volkszeitung" vom 15. März 1906:

Aus Cuxhaven wird gemeldet:

Eine der schwersten Sturmfluten, die man seit Jahrzehnten erlebt hat, wütete hier in der vergangenen Nacht. Das Wasser stieg um 2.30 Uhr plötzlich sehr schnell. Die Garnison wurde durch Kanonenschüsse vom Fort Grimmerhörn alarmiert. Gegen 3 Uhr Nachts hatte das Wasser seinen höchsten Stand und der Orkan seine größte Stärke. Die ganze Hafengegend wurde überschwemmt! Das Wasser drang in die unteren Läden des Stadtteiles Ritzebüttel ein. In die Deiche waren große Löcher gerissen, besonders am Leuchtturm, dessen Fundamente freigelegt wurden. Beim Seepavillon wurde ein großer Teil der Steinböschung weggerissen. Das Hotel Continental weist große Zerstörungen auf. Auch die neuen Schnellfeuergeschütze bei Duhnen, welche ganz unter Wasser standen, sollen ebenfalls sehr beschädigt sein. Der westliche Teil des Distrikts Ritzebüttel hinter Duhnen bei den beiden Dörfern Arensch und Berensch war in der vergangenen Nacht gänzlich überflutet. Weite Strecken standen vollständig unter Wasser.