Treckkreuz

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Das Treckkreuz ist Denkmal auf dem Altenbrucher Friedhof, welches an die Opfer der Vertreibung aus dem Zweiten Weltkrieg erinnert.


Geschichte

Das Treckkreuz entstand auf Initiative von Erich-Karl Hinz (1900-1984). Hinz, der selber mit einem Flüchtlingstreck aus von Stralsund nach Altenbruch kam, setzte sich nach dem 2.Weltkrieg für ein Zusammenwachsen von Flüchtlingen und Einheimischen ein. Nach seiner Idee wurde am 6. August 1950 ein 16m hohes Kreuz zum Gedenken an die Toten der Trecks aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten errichtet. Dieses Kreuz wurde direkt am Elbdeich bei Altenbruch errichtet, nachdem der damalige Kirchenvorstand Altenbruchs eine Aufstellung auf dem Altenbrucher Friedhof verwehrte. Der Verbleib dieses Kreuzes ist ungewiss, vermutlich ist es bereits Anfang der 1950er Jahre Brennholzdieben zum Opfer gefallen.

Das Treckkreuz war lange in Vergessenheit geraten, als Schülerinnen im Rahmen einer Wettbewerbsarbeit umfangreiche Recherchen zu diesem Thema anstellten. In diesem Zusammenhang bemühte sich dann der damalige Ortsheimatpfleger Heiko Lüke um ein neues Treckkreuz.

Das neue Treckkreuz

1996 setzte sich der damalige Heimatpfleger Altenbruchs zur Aufgabe ein neues Treckkreuz mit einem Gedenkstein zu errichten. Diesmal erteilte der Kirchenvorstand Altenbruchs seine Zustimmung zur Aufstellung des Mahnmales auf dem Altenbrucher Friedhof. Binnen zweier Wochen wurden 2.000,- DM gesammelt um das Vorhaben zu verwirklichen. Am 28. August 1997 wurden das Kreuz und der Gedenkstein aufgestellt. Mit einem ökumenischem Gottesdienst erfolgte die Einweihung der Anlage am 28. September 1997.

Das neue Treckkreuz steht am Nordende des Friedhofes. Es hat eine Höhe von rund vier Metern. Der Gedenkstein trägt als Inschrift ein Zitat von Erich-Karl Hinz:

Sie verloren die Heimat

Und gaben ihr Leben

Mahnen will die Welt