UT-Lichtspiele: Unterschied zwischen den Versionen

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Datei:Parkplatz Alt Cuxhaven.JPG|Sammelstellplatz `[[Alt-Cuxhaven]]´, Annenstraße
 
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Datei:Theater01.jpg|Theaterzettel aus "Das Schauspiel" - Studio der Volkshochschule Cuxhaven
 
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Aktuelle Version vom 29. Mai 2019, 19:52 Uhr

UT-Lichtspiele 1958

Die UT-Lichtspiele waren ein Kino und Theater in Cuxhaven.

Nachdem Magistrat und Bürgervertretung der Stadt Cuxhaven in einer Sitzung am 24. Oktober 1919 feststellten, dass der Krieg die Moral beschädigt habe und ein Theater geeignet sei, Moral und Bildung zu dienen, wurde das ehemalige Hotel Glocke in der Annenstraße 3 gekauft und umgebaut. Neben dem Theater wurde eine Weinstube sowie ein Theaterrestaurant und -café vorgesehen. Der Theatersaal selber, der ehemalige Tanzsaal, war bestimmt auch für Konzerte, Varieté- und Kinovorführungen. Die Eröffnung fand am 4. 12. 1920 statt mit dem Film: `Figaros Hochzeit´ unter der Direktion von Most & Neuling.

Der mehrfache Versuch eines ständigen Theaters schlug mangels Interesse der Bürger fehl. Es blieb bei Gastspielen. So waren es 1932 bereits vier Kinotage und nur zwei Theatertage. Vermehrt setzte sich auch der Name UT (UFA-Theater) durch. 1934 wurde dann die `Stadttheater-AG´ aufgelöst.

Einen Kulturboom erlebte Cuxhaven nach dem zweiten Weltkrieg, da man nach Ablenkung von der täglichen Not suchte. So waren die im UT gegebenen Vorstellungen von `Die Fledermaus´ durch das `Army Welfare Services Cuxhaven´, einer britische Einrichtung zur Truppenbetreuung, die aber schnell auch öffentlich arbeitete, wochenlang ausverkauft. Ebenso etablierten sich bereits 1945 verschiedene andere Theaterensembles in Cuxhaven, beginnend mit dem Itzehoer Stadttheater und dem `Walzertraum´.

Das Interesse an Unterhaltung war zu jener Zeit so groß, dass weitere Bühnen (Veranstaltungsorte) in Cuxhaven errichtet wurden. So entstand die `Lichtbühne´ in der Aula des Gymnasiums, ebenso eine Bühne im großen Saal der `Sonne´. Weitere Bühnen wurden nach der Währungreform 1949 gegründet, so das volksmundartlich Fischkistenbühne genannte `Schauspielstudio der Volkshochschule´ im Musiksaal der Bleickenschule. Bevorzugt wurde allgemein leichte Muse. Unter Kandeler und Stasik wurde mehrfach die Ausstattung des UT verbessert, zuletzt 1954, sodass es zum schönsten Kino Cuxhavens wurde.

Nach dem Tode des Besitzers 1958 kaufte die Stadt Kino und Grundstück, um es zu einem kulturellen Mittelpunkt umzugestalten. Die marode Bausubstanz zwang dann am 1. August 1963 zum Abbruch des Hauses. Danach wurde dort ein Sammeleinstellplatz für die umliegenden Anwohner eingerichtet mit dem Namen `Alt-Cuxhaven´.

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