Windmühle: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Mühlen.jpg|Windmühlen im Nahbereich Cuxhavens|thumb|right]]
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[[Datei:Mühlen.jpg|Windmühlen im Stadtgebiet Cuxhavens|thumb|right]]
  
 
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Ein erklärendes Wort im Vorab: <br>
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===Kleine Windmühlenkunde im Vorab===
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Die Urmühle unseres nordwest-europäischen Raumes ist die '''Bock- oder Ständerwindmühle''', ein auf einem mächtigen, senkrechten, seitlich abgestützten Zentralbalken gelagertes, drehbares Mühlengehäuse, welches insgesamt um den Balken in den Wind gedreht wird. Das Windrad mit den Flügeln war dabei richtungsstarr mit dem Mühlengehäuse verbunden. Erstmalig wird dieser Mühlentyp um [[1200]] in diesem Raum erwähnt, im norddeutschen Raum gegen [[1425]].
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Nach neueren Forschungsergebnissen baute im Jahre [[1573]] der holländische Mühlenbaumeister Andries van der Moerbeke die erste Kappenwindmühle. Sie besteht aus einem festen Rundbau mit einer aufgesetzten, drehbaren Kappe, die das Windrad und die Flügelwelle trägt. Rundlich bedeutet dabei häufig achteckig. Dieses hat die Vorteile, dass 1. die Mühle weitaus windsicherer ist, da es sich bis auf die Kappe um einen massiven Bau handelt und 2. der Unterbau beliebig groß gebaut werden kann, was natürlich das Platzangebot in der Mühle erheblich erweitert. So lassen sich von einer Antriebseinheit mehrere verschiedene Mahlgänge antreiben. Aufgrund ihrer Herkunft erhielt die Kappenwindmühle hier die später geläufige Bezeichnung '''Holländermühle'''. Es dauerte ungefähr zwei Jahrhunderte, bevor sich diese Bauart zunehmend in Deutschland durchsetzte. Um 1900 dann war aber die große Zeit der Bockwindmühle beendet.
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Die Kappen- oder Holländermühle wiederum teilt sich auf in
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* Erdholländer: Sie haben einen nur eingeschossigen Unterbau, meist steingemauert, der Steert reicht bis auf den Erdboden, sodass er vom Boden aus bedient werden kann. Dabei kann der Unterbau, also der eigentliche Arbeitsraum des Müllers, auch in einen Erdhügel mit Eingangstor eingelassen sein, was einen kürzeren Steert zur Folge hat.
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* Galerieholländer: Meist wurde bei mehretagigen Unterbauten, bei denen der Steert nicht mehr bis zum Boden reichen konnte,  stattdessen ein rundumlaufender Balkon, die Galerie, vorgesehen. Auf dieser konnte der Müller seine Mühle in luftiger Höhe umrunden, um sie in den Wind zu drehen. Dabei konnte es auch schon mal um fünfstöckige Unterbauten mit insgesamt 30 Metern Mühlenhöhe gehen. Solche Mühlen finden sich in Hage, Ostfriesland, bei Norden oder in Aurich.
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* Galerieholländer mit Windrose.
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Grundsätzlich muss eine Windmühle drehbar sein, um sie "in den Wind" drehen zu können. Das bedeutet, dass die Windflügel immer dem Wind zugedreht sein müssen, da sie nur dann die Windkraft aufnehmen und umsetzen können. Bei stark wechselnden Winden war das Drehen der Mühle also unter Umständen eine zeitintensive Arbeit. Bei Sturm war das Drehen in den Wind sogar lebenswichtig für die Mühle. Sehr viele Windmühlen haben ihr Leben verloren, weil der Wind sie von hinten her angreifen konnte, wofür sie aber baustatisch nicht ausgelegt waren und so ihre Flügel und mehr einbüßten. Gedreht wurde die Mühle entweder mit dem '''Steert''', einem auf den Boden reichenden Einzelbalken, bei der Kappenwindmühle per Balkengerüst oder bei der höher gelegenen Galeriemühle mit dem "Kröjrad", einer unten am Steert angebrachten Drehwinde.
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Aufgrund der Aufwändigkeit des 24-Stunden-Einsatzes bei wechselnden Winden ersetzten viele Müller ab dem Jahrhundertwechsel [[1900]] den Steert durch die '''Windrose'''. Sie war in England erfunden worden und verlagerte die Drehwinde direkt auf die Rückseite des Mühlenkopfes. Sie besaß ein oder zwei kleinere senkrechte Windräder, die ihre Arbeit sofort selbsttätig begannen, sobald der Wind nicht mehr direkt von vorne kam. Damit war der Müller von dieser Arbeit entlastet. Statt eines Windenseiles oder einer Kette arbeitete sie mit einer Zahnradmechanik.
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Es wird vielleicht auffallen, dass häufig Mühlen an Gemeindegrenzen stehen; der Mühlenbetrieb in der einen Gemeinde, das Müllerhaus in der benachbarten Gemeinde. Dieses ist gewollt und hat den Sinn, dass der Müller sein Standbein in beiden Gemeinden hat und damit auch in beiden Gemeinden verkaufen kann, was ja bis in die Neuzeit hinein sehr reglementiert war.
 
Es wird vielleicht auffallen, dass häufig Mühlen an Gemeindegrenzen stehen; der Mühlenbetrieb in der einen Gemeinde, das Müllerhaus in der benachbarten Gemeinde. Dieses ist gewollt und hat den Sinn, dass der Müller sein Standbein in beiden Gemeinden hat und damit auch in beiden Gemeinden verkaufen kann, was ja bis in die Neuzeit hinein sehr reglementiert war.
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Häufig sind Mühlen nach ihren jeweiligen oder herausgehobenen Besitzern, heute häufig nach dem letzten benannt, ebenso aber auch nach ihrem Standort. Seltener haben sie besondere übergeordnete Namen.
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In Märchen und Sagen hört man oft vom reichen Müller. Für die Cuxhavener Müller mag sicherlich auch das zuweilen zutreffend gewesen sein, doch aus den Chroniken lässt sich ersehen, dass mindestens so häufig Verkäufe und Konkurse die Müller trafen.
  
 
==Übersicht==
 
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Nahe dem Versammlungsplatz [[Warningsacker]] stand am Warnigsackerweg die '''Warningsackermühle.''' Bockwindmühle, die bereits auf alten Karten aus dem Jahre 1625 verzeichnet ist. Abgebrochen im Jahr 1925, als letzte Verwalter der Mühle werden Christoph Küchmeister und seine Mutter genannt.
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Nahe dem alten Versammlungsplatz der [[Stände des Landes Hadeln]], dem [[Warningsacker]], stand am Warnigsackerweg die '''[[Warningsackermühle]].''' Diese Bockwindmühle ist bereits auf einer Karte aus dem Jahre 1625 verzeichnet und existierte bis in das Jahr [[1927]], in dem sie abgebrochen wurde.
 
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'''Osterende 15'''
 
'''Osterende 15'''
  
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Die Mühle wurde bereits vor dem 30-jährigem Krieg erwähnt. Bis 1914 arbeitete die Holländermühle von Johann Eckhoff mit Windantrieb, danach mit Motorkraft.
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Die '''[[Eitzenmühle]]''' wurde bereits vor dem 30-jährigen Krieg erwähnt. Bis 1914 arbeitete die Holländermühle von Johann Eckhoff mit Windantrieb, danach mit Motorkraft.
  
  
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'''Osterende-Wehldorf'''
 
'''Osterende-Wehldorf'''
  
In Wehldorf an der Höftgrube stand die '''Marien-''' oder '''Überbraaker Mühle''', auch bekannt als '''Wurstmühle'''. Nähere Angaben z.Z. nicht bekannt. Heute Wehldorfer Straße 56.
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In Wehldorf an der Höftgrube stand die [[Marienmühle|'''Marien-''' oder '''Überbraaker Mühle''']], auch bekannt als '''Wurstmühle'''. Diese Mühle ist bereits auf einer Landkarte des Jahres 1625 eingezeichnet und war stets eine Bockwindmühle. Sie wurde nach dem Ersten Weltkrieg abgerissen. Der ehemalige Mühlenstandplatz ist heute die [[Wehldorfer Straße]] 56.
  
 
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Um 1900 entstandene Fotographie der '''Altenweger Mühle''' in [[Altenbruch]]-Westerende, auch als '''Grodener Mühle''' bezeichnet. Sie fiel, wie viele Mühlen in der Gegend, am [[21. Dezember]] [[1925]] einem Sturm zum Opfer.
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Um 1900 entstandene Fotografie der '''[[Altenweger Mühle]]''' in [[Altenbruch]]-Westerende, auch als '''Grodener Mühle''' bezeichnet. Sie fiel, wie viele Mühlen in der Gegend, am [[21. Dezember]] [[1925]] einem Sturm zum Opfer.
  
  
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'''Westerende'''
 
'''Westerende'''
  
Neben der B 73 in Altenbruch, Mühlentrifft, Ecke Alter Weg stand die `'''Sandwegsmühle'''´. Näheres z.Z. nicht bekannt. Heute befindet sich dort ein Anwesen.
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Neben der B 73 in Altenbruch, Mühlentrift, Ecke Alter Weg, stand die `'''[[Sandwegmühle]]'''´, die später nach ihren letzten Besitzern als ''Glameyermühle'' bekannt war. Sie wurde vermutlich um [[1600]] herum erbaut und existierte bis zum [[23. Dezember]] [[1916]], als sie bei einem Orkan umstürzte.
 
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====Altenwalde====
 
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Die '''[[Altenwalder Mühle]]''' befand sich am Platz des Lehrschwimmbeckens der Altenwalder Schule.
  
Die [[Altenwalder Mühle]] befand sich am Platz des Lehrschwimmbeckens der Altenwalder Schule.
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*Bis 1768 im Besitz des Klosters Neuenwalde,  
 
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:1535 erbaut.  
Bis 1768 im Besitz des Klosters Neuenwalde,  
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:1648 im Sturm gefallen.  
1535 erbaut.  
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:1670 vom Blitz getroffen, wieder aufgebaut.  
1648 im Sturm gefallen.  
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:1703 im Sturm gefallen, wieder aufgebaut.  
1670 vom Blitz getroffen, wieder aufgebaut.  
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:1911 endgültig abgerissen
1703 im Sturm gefallen, wieder aufgebaut.  
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1911 entgültig abgerissen
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Die [[Döser Mühle]] (Westermühle) war eine Bockwindmühle an der [[Steinmarner Straße]]. Die Mühle wird erstmals im Jahre 1521 erwähnt und ist damit die älteste Mühle in Cuxhaven. Sie lieferte hauptsächlich Schrot und Roggenmehl. Am [[18. Juli]] [[1937]] wurde die Mühle gesprengt.
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Die '''[[Döser Mühle]]''' (Westermühle) war eine Bockwindmühle an der [[Steinmarner Straße]]. Die Mühle wird erstmals im Jahre 1521 erwähnt und ist damit die älteste Mühle in Cuxhaven. Sie lieferte hauptsächlich Schrot und Roggenmehl. Am [[18. Juli]] [[1937]] wurde die Mühle gesprengt.
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Die [[Grodener Mühle]], auch '''Schütt´s Mühle''' war eine Bockwindmühle. Standort war der [[Hadeler Seebandsdeich|Alte Hadelner Seebandsdeich]]. <br>
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Die [[Grodener Mühle]], auch '''Schütts Mühle''' war eine Bockwindmühle. Standort war der [[Hadeler Seebandsdeich|Alte Hadelner Seebandsdeich]].
Wie auch die Mühlen in [[Döse]] und [[Ritzebüttel]] unterstand diese Mühe der Aufsicht des [[Amtmann]]s, d.h. sie gehörte der Stadt Hamburg. Um [[1560]] erbaut versah sie ihren Dienst bis in das 20. Jh. hinein. Die Mühle wurde am [[14. April]] [[1945]] während des letzten Luftangriffes auf Cuxhaven durch eine Bombe zerstört.
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Wie auch die Mühlen in [[Döse]] und [[Ritzebüttel]] unterstand diese Mühe der Aufsicht des [[Amtmann]]s, d.h., sie gehörte der Stadt Hamburg. Um [[1560]] erbaut, versah sie ihren Dienst bis in das 20. Jh. hinein. Die Mühle wurde am [[14. April]] [[1945]] während des letzten Luftangriffes auf Cuxhaven durch eine Bombe zerstört.
  
 
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'''Steffens Mühle''', früher '''Bullenmühle''', heute '''Betty''', befindet sich an der Norderscheidung, der Grenze zwischen den Ortsteilen Altenbruch und Lüdingworth. Eine erste Erwähnung findet die Bullenmühle am [[21. Februar]] [[1563]], als Daniel von der Medem die Mühle an Johann Bulle verkauft. Am 1. April 1884 gelangt sie in das Eigentum von Peter Heinrich Steffens. Die Bockmühle wird am 11. November 1901 durch einen Sturm zerstört. Im Winter 1901 und Frühjahr 1902 erfolgt der Wiederaufbau an gleicher Stelle als Erdholländer mit geputztem Mauerwerk und Windrose. Sie hat je einen Mahl- und Schrotgang. Die Kosten dieser Mühle betrugen nach vorliegendem Kostenvoranschlag des Mühlenbaumeisters Fr. Grothmann vom 04. Dezember 1901 = 20.000 RM. Der Müller Georg Steffens übernahm diese Mühle im April 1925. 1927 wird die Mühle mit einem Dieselmotor ausgestattet, der in Flauten zum Einsatz kam. Bis 1962 wird hier vom Müller Haase, der die Mühle 1960 pachtete, noch mit Windkraft gemahlen. Nachdem ein schwerer Sturm erneut einen Teil der Flügel zerstörte, wurden als letztes die Stahlteile der Flügel, die so genannten "Bruststücke", im Jahre 1975 entfernt. <br/>
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'''Steffens Mühle''', früher '''Bullenmühle''', heute '''[[Betty]]''', ist eine Turmholländermühle am [[Scheidungsweg]] in [[Lüdingworth]]. Sie wird zuerst im Jahre [[1563]] erwähnt und kann heute im Verlaufe der Niedersächsischen Mühlenstraße als einzige noch erhaltene Cuxhavener Mühle zumindest von außen besichtigt werden.<br>  
Nachdem ein Verfall der Mühle abzusehen war, gelang es dem hessischen Unternehmer Michael Pauly, die Mühle von den Erben zu erwerben und schloss im Jahre 1994 die Sanierung ab. Leider ist mit dem Einbau einer Ferienwohnung ein Teil der Inneneinrichtung zerstört worden. Dennoch konnte ein Schmuckstück für Lüdingworth erhalten werden, dem es zu verdanken ist, dass die "Niedersächsische Mühlenstraße" durch Lüdingworth führt.<br>
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Anzumerken ist noch, dass sich die Mühle südlich der [[Scheidungsweg|Norderscheidung]], also auf Lüdingworther Gebiet befand, der Müller jedoch nördlich der Norderscheidung wohnte, also Altenbrucher war.<br>
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Die '''Schedenhörner Mühle''', besser bekannt als '''Weges Mühle''', wurde in den Jahren 1835/1836 als Erdholländer mit Steert gebaut. Seit 1895 war sie im Besitz der Familie Wege. Nach dem mehrfachen Verlust von Flügeln durch Blitzschlag, 2. Weltkrieg und Sturm (1949) wurde der Betrieb der Mühle trotz zwischenzeitlich eingebauter Motoren eingestellt. Die Mühle wurde 1954 abgerissen. Das Motorenhaus wird noch heute als Garage genutzt. Im Gegensatz zu Steffens Mühle befanden sich hier Mühle und Motorenhaus an der Norderscheidung auf Altenbrucher Gebiet, während das Wohnhaus auf Lüdingworther Gebiet stand.<br>
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Die '''[[Schedenhörner Mühle]]''', heute besser bekannt als '''Weges Mühle''', wurde in den Jahren 1835/1836 als Erdholländer mit Steert an der Norderscheidung, heute [[Scheidungsweg]], gebaut und nach wechselvoller Geschichte im Jahre 1954 abgerissen. <br>  
 
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Im Lüdingworther Westerende stand die so genannte '''Freudenmühle''', benannt nach ihrem langjährigen Pächter von Freuden. Diese Bockwindmühle wurde am 9. November 1701 von einem Blitz getroffen und in Schutt und Asche gelegt. Der damalige Pächter Claus Karstens baute die Mühle nicht wieder auf. Über einen Neubau stritt man sich letztlich 95 Jahre, bis man sich dann entschied, eine Mühle am [[Wetternweg]] neu zu errichten (s.u.). Das stehengebliebene Haus wurde 1728 abgebrochen. Die Lokalität der ehemaligen Mühle ist heute die [[Lüdingworther Straße]] 18.
 
  
  
  
  
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Im Lüdingworther Westerende stand die so genannte '''Freudenmühle''', benannt nach ihrem langjährigen Pächter von Freuden. Der Ursprung der herrschaftlichen Bockwindmühle ist nicht bekannt. Sie bestand lt. einer Abgabenurkunde bereits im Jahre 1656.
  
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Am [[9. November]] [[1701]] wurde sie von einem Blitz getroffen und in Schutt und Asche gelegt. Der damalige Pächter Claus Karstens baute die Mühle nicht wieder auf. Über einen Neubau stritt man sich letztlich 95 Jahre, bis man sich dann entschied, eine Mühle am [[Wetternweg]] neu zu errichten (s. [[Eckhoff´sche Mühle]]).
  
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Das stehengebliebene Müllerhaus wurde 1728 abgebrochen und an den Zollenbusch versetzt. Die Lokalität der ehemaligen Mühle ist heute die [[Lüdingworther Straße]] 18.
  
 
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[[Datei:Mühle am Wetternweg.jpeg|130px|left]]
 
[[Datei:Mühle am Wetternweg.jpeg|130px|left]]
1796 wurde von Johann Kröncke die '''Eckhoff´sche Mühle''', eine Galerieholländermühle mit Steert gegenüber dem ehemaligen Rabensteiler Krug (heute Kreuzung Autobahn 27 / [[Lüdingworther Straße]]) als Ersatz für die im Jahre 1701 durch Blitzschlag zerstörte "Freudenmühle" (s.o.) erbaut. Es war eine landesherrschaftliche Erbzinsmühle. Krönckes Sohn und Enkel waren seine Besitznachfolger, wobei der Enkel, Wolderich Kröncke, schuldenhalber dieses Anwesen an seine Gläubiger abtreten musste. Die Gläubiger verpachteten die Mühle an Wilhelm Johanns. Sie ging 1840 an Johann Grimnitz und 1852 an Johann Wicht über, der den Erbzins ablöste. 1884 wird Jakob Johann Wicht als Nachfolger genannt, seit 1891 war Frau Jungclaus Besitzerin dieser Mühle. Als letzter Besitzer wird Jakob Eckhoff genannt. Nach ihm die Mühlenbezeichnung. Er erwarb diese Mühle im Jahre 1894 und betrieb sie bis zu ihrem Abriss im Jahre 1920.<br>
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1796 wurde die '''[[Eckhoff´sche Mühle]]''', eine Galerieholländermühle mit Steert gegenüber dem ehemaligen Rabensteiler Krug (heute Kreuzung Autobahn 27 / [[Lüdingworther Straße]]) als Ersatz für die im Jahre 1701 durch Blitzschlag zerstörte "Freudenmühle" (s.o.) erbaut. Es war eine landesherrschaftliche Erbzinsmühle.  
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Als letzter Besitzer wird Jakob Eckhoff genannt. Von ihm wird die Mühlenbezeichnung abgeleitet. Er erwarb diese Mühle im Jahre 1894 und betrieb sie bis zu seinem Tod 1910. Ihr Abriss erfolgte im Jahre 1920.
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[[Datei:Muehle-Oxstedt-5159.jpg|130px|left]]
Das Bild zeigt die Mühle und die Gastwirtschaft Harms in [[Oxstedt]], ein Erdholländer mit Steert.<br>
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Das Bild zeigt die [[Windmühle Oxstedt|Oxstedter Mühle]] und die Gastwirtschaft Harms in [[Oxstedt]], ein Erdholländer mit Steert.<br>
 
Das Datum der Aufnahme ist nicht bekannt.
 
Das Datum der Aufnahme ist nicht bekannt.
  
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[[Datei:Muehle Ritzebuettel 5198.jpg|130px|left]]
 
[[Datei:Muehle Ritzebuettel 5198.jpg|130px|left]]
Das um 1892 enstandene Bild zeigt die [[Fleckenmühle]] in der [[Deichstraße]]. Die Mühle wurde nach Reineke im Jahre 1526 erbaut. <br> Im April 1894 wurde die Mühle zerlegt und nach Klint verkauft, wo sie noch über Jahre Dienst tat.
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Das um 1892 entstandene Bild zeigt die '''[[Fleckenmühle]]''' in der [[Deichstraße]]. Die Mühle wurde nach Reineke im Jahre 1526 erbaut. <br>  
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Im April 1894 wurde die Mühle zerlegt und nach Klint verkauft, wo sie noch über Jahre Dienst tat.
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Im Jahre [[1846]] erbaut der Bäckersohn Johann Peter Feldtmann auf dem Geländes des späteren Parkplatzes des ehemaligen Kaufhauses Hertie direkt an der [[Altenwalder Wettern]] die '''[[Feldtmann´sche Mühle]]''', eine Dampfmühle, die er ein Jahr später in Betrieb nimmt. Aufgrund der Elbblockade durch dänische Kriegsschiffe 1848 und der damit verbundenen Verknappung und damit Verteuerung der englischen Kohle, kommt er in finanzielle Schieflage. Als Ausweg sieht er sich genötigt, auf dem Dach des Mühlengebäudes einen Windantrieb zu installieren - ohne amtliche Erlaubnis. Nach kurzer wechselvoller Geschichte wird sie aufgegeben, demontiert und in [[Oxstedt]] wieder aufgestellt.
 
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==Verwandte der Windmühle==
 
==Verwandte der Windmühle==
  
Im Jahre [[1577]] wird in einem Ritzebütteler Steuerregister eine [[Wurt|Mühlenwurt]] an der [[Nordersteinstraße]] erwähnt. Diese war vermutlich das Überbleibsel der zwischen [[1559]] und [[1564]] (so Borrmann. Bussler spricht hier von 1526) an die Deichstraße verlegten [[Fleckenmühle]] (s.o.). Grund für die Verlegung wird vermutlich die zunehmende Bebauung der Nordersteinstraße gewesen sein, was sich natürlich nachteilig auf die Windverhältnisse ausgewirkt haben muss, wärend das neu Gelände noch komplett brach lag. Möglicher Grund für  Verlegung der Fleckenmühle nach außerhalb des Fleckens an eben diesen Standort mag aber auch die oben erwähnte Aufteilung von Mühlenbetrieb und Müllerhaus gewesen sein. Der Müller wohnte nach wie vor im Grodener Kirchspiel, wärend die Mühle im Döser Kirchspiel stand. Im Jahre 1535 war Döse als eigenständiges Kirchspiel von Altenwalde unabhängig geworden.
 
 
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Im Jahre [[1577]] wird in einem Ritzebütteler Steuerregister eine [[Wurt|Mühlenwurt]] an der [[Nordersteinstraße]] erwähnt. Diese war vermutlich das Überbleibsel der zwischen [[1559]] und [[1564]] (so Borrmann. Bussler spricht hier von 1526) an die Deichstraße verlegten [[Fleckenmühle]] (s.da), einer Bockwindmühle. Grund für die Verlegung wird vermutlich die zunehmende Bebauung der Nordersteinstraße gewesen sein, was sich natürlich nachteilig auf die Windverhältnisse ausgewirkt haben muss, während das neue Gelände noch komplett brach lag. Möglicher Grund für  Verlegung der Fleckenmühle nach außerhalb des Fleckens an eben diesen Standort mag aber auch die oben erwähnte Aufteilung von Mühlenbetrieb und Müllerhaus gewesen sein. Der Müller wohnte nach wie vor im Grodener Kirchspiel, während die Mühle im Döser Kirchspiel stand. Im Jahre 1535 war Döse als eigenständiges Kirchspiel von Altenwalde unabhängig geworden.
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Aus dem Holz der alten Bockwindmühle an der Nordersteinstraße lässt der Amtmann Holthusen neben der neuen Fleckenmühle auch noch einen '''Göpel''' bauen, eine Pferde- oder '''Rossmühle'''. Ein überdachter ebenerdiger Mühlplatz mit dem Mahlwerk in der Mitte, angetrieben über einen langen Hebelbalken von einem rund-laufenen Pferd oder Ochsen. Auch diese Mühle findet sich im genannten Ritzebütteler Steuerregister. Nicht bekannt ist die Örtlichkeit, lediglich, dass sie sich im Hamburgischen, also im Amt Ritzebüttel befand.
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Aus dem Holz der alten Bockwindmühle an der Nordersteinstraße lässt der Amtmann Holthusen neben der neuen Fleckenmühle auch noch einen '''Göpel''' bauen, eine Pferde- oder '''Rossmühle'''. Ein überdachter, ebenerdiger Mühlplatz mit dem Mahlwerk in der Mitte, angetrieben über einen langen Hebelbalken von einem rund-laufenen Pferd oder Ochsen. Auch diese Mühle findet sich im genannten Ritzebütteler Steuerregister. Nicht bekannt ist die Örtlichkeit, lediglich, dass sie sich im Hamburgischen, also im Amt Ritzebüttel befand.
 
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Im Jahre [[1846]] erbaut der Bäckersohn Johann Peter Feldtmann auf dem Geländes des späteren Parkplatzes ehem. Kaufhaus Herti direkt an der [[Altenwalder Wettern]] die [[Feldtmann´sche Mühle]], eine Dampfmühle, die er ein Jahr später in Betrieb nimmt. Nach kurzer wechselvoller Geschichte wird sie aufgegeben, demontiert und in [[Oxstedt]] wieder aufgestellt.
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Auf einer Karte von Rulandt aus dem Jahre [[1625]] ist unter der Nummer 29 vermerkt: "Schlagbaum bey der Ohll Muhlen". Sie ist auf der Übersichtskarte (s.o.) entsprechend ihrer Position auf der Rulandt-Karte unter Nr. 9 eingetragen. Es ist nicht klar, ob es sich dabei um eine eigenständige Mühle handelt oder um die auf der Rulandt-Karte falsch positionierte [[Grodener Mühle]], auch Alte Mühle genannt.
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Auf dem Hof des Bauern Wilkens in Holte-Spangen hat es noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Scheune einen Pferdegöpel gegeben. Die Antriebsstangen für die Kraftübertragung zwischen den Getrieben finden sich heute in einigen Gattertoren wieder.
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Laut Auskunft des Bauern waren früher derartige Antriebe auf den Höfen keine Seltenheit. Sie dienten zum Betrieb verschiedener Gerätschaften.
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In Ritzebüttel hat auf einer [[Wurt]] am Hafenpriel, dem späteren [[Schleusenpriel]], eine '''Ölmühle''' existiert. Diese wurde im Jahre 1567 von dem Amtspächter Balthasar von Meinßen errichtet, dem auch die Einkünfte zuflossen. Diese Einrichtung, von der das genaue Aussehen bisher nicht bekannt ist, verarbeitete Krabben und produzierte Ölkuchen. Die Lage am Priel war absichtlich gewählt, um einen Zwischentransport der Krabben zu vermeiden. Wann diese Einrichtung aufgegeben wurde, ist nicht bekannt.
 
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[[Datei:Windmotor Duhnen 1.jpg|130px|left]]
 
[[Datei:Windmotor Duhnen 1.jpg|130px|left]]
  
Um 1900 gab es in Duhnen auf dem Bauernhof Ernst Schumann, heute Hotel `Strandperle´, auf einer neuerbauten Scheune eine '''Dach-Windmühle'''. Entgegen seiner Bezeichnung war die Duhner ausschließlich als Antriebseinheit für die bäuerlichen Arbeitsgeräte bestimmt. Zu der Zeit war diese Art `Dachwindmühlen´ weit verbreitet im Norden. Ein Exemplar steht heute noch zwischen Skagen und Hirtshals in Dänemark (s.u.). Sie alle waren der Statik wegen nicht sehr hoch, jedoch hatten alle norddeutschen Dach-Windanlagen Jalousien und Windrose.
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Um 1900 gab es in Duhnen auf dem Bauernhof Ernst Schumann, heute Hotel "Strandperle", auf einer neuerbauten Scheune eine '''Dach-Windmühle'''. Entgegen seiner Bezeichnung war die Duhner Mühle ausschließlich als Antriebseinheit für die bäuerlichen Arbeitsgeräte bestimmt. Zu jener Zeit war diese Art Dachwindmühlen weit verbreitet im Norden. Ein Exemplar steht heute noch zwischen Skagen und Hirtshals in Dänemark (s.u.). Sie alle waren der Statik wegen nicht sehr hoch, jedoch hatten alle norddeutschen Dach-Windanlagen Jalousien und Windrose.
  
Um 1911 ist die `Mühle´ auf einer Ansichtskarte mit nur noch zwei Flügeln zu sehen. 1912 ist sie dann ganz verschwunden.
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Um 1911 ist der Windmotor auf einer Ansichtskarte mit nur noch zwei Flügeln zu sehen. 1912 ist sie dann ganz verschwunden.
  
 
Weitere Bilder s.u.
 
Weitere Bilder s.u.
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[[Datei:Gerdts Mühlenbetrieb.jpg|130px|left]]
 
[[Datei:Gerdts Mühlenbetrieb.jpg|130px|left]]
  
In der Wilhelm-Heidsiek-Straße 25 befand sich der Mühlenbetrieb Max Gerdts KG. mit Verkauf von Getreide, Futter und Düngemitteln. Heute ist das Mühlengebäude als Wohnhaus ausgebaut.
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In der [[Wilhelm-Heidsiek-Straße]] 25 befand sich der [[Max Gerdts-Mühlenbetrieb|Mühlenbetrieb Max Gerdts KG]] mit Verkauf von Getreide, Futter und Düngemitteln. Heute ist das Mühlengebäude als Wohnhaus ausgebaut.
 
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In [[Altenwalde]], Bahnhofstraße 24, heute ???, unterhielt der Mühlenbetrieb Max Gertdts KG. eine '''Futtermühle''' mit Auslieferungslager.
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In [[Altenwalde]], Bahnhofstraße 24, heute ???, unterhielt der Mühlenbetrieb Max Gerdts KG. eine '''Futtermühle''' mit Auslieferungslager.
 
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Datei:Altenwalder Mühle 1877.jpg|Altenwalder Mühle
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Datei:Altenwalder Mühle 1877.jpg|[[Altenwalder Mühle]]
Datei:Altenweger Mühle 1877.jpg|Altenweger Mühle
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Datei:Altenweger Mühle 1877.jpg|[[Altenweger Mühle]]
Datei:Bullenmühle 1877.jpg|Bullenmühle
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Datei:Bullenmühle 1877.jpg|[[Betty|Bullenmühle]]
Datei:Döser Mühle 1877.jpg|Döser Mühle
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Datei:Döser Mühle 1877.jpg|[[Döser Mühle]]
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Datei:Lüdingworth-Westerende, Wetternweg 1877.jpg|[[Eckhoff´sche Mühle]]
 
Datei:Freudenmühle 1877.jpg|Ehem. Freudenmühle
 
Datei:Freudenmühle 1877.jpg|Ehem. Freudenmühle
Datei:Osterender Mühle.JPG|Osterender Mühle (Altenbruch)
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Datei:Osterender Mühle.JPG|[[Eitzenmühle]]
Datei:Oxstedter Mühle 1877.jpg|Oxstedter Mühle
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Datei:Oxstedter Mühle 1877.jpg|[[Windmühle Oxstedt|Oxstedter Mühle]]
Datei:Ritzebütteler Mühle 1877.jpg|Ritzebütteler Mühle
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Datei:Ritzebütteler Mühle 1877.jpg|[[Fleckenmühle|Ritzebütteler Mühle]]
Datei:Sandwegsmühle 1877.jpg|Sandwegsmühle
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Datei:Sandwegsmühle 1877.jpg|[[Sandwegmühle]]
Datei:Schedenhorner Mühle 1877.jpg|Schedenhorner Mühle
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Datei:Schedenhorner Mühle 1877.jpg|[[Schedenhörner Mühle]]
Datei:Grodener Mühle 1877.jpg|Schütt´s (Grodener) Mühle
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Datei:Grodener Mühle 1877.jpg|[[Grodener Mühle|Schütts (Grodener) Mühle]]
Datei:Warningsmühle 1877.jpg|Warningsmühle
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Datei:Warningsmühle 1877.jpg|[[Warningsackermühle]]
Datei:Wurstmühle 1877.jpg|Überbraaker Mühle
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Datei:Wurstmühle 1877.jpg|[[Marienmühle|Überbraaker Mühle]]
 
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Datei:Mühle Groden.jpg|Schütts Windmühle am [[Hadeler Seebandsdeich]] in [[Groden]]
 
Datei:Windmotor Duhnen 2.jpg|Windmotor [[Duhnen]]
 
Datei:Windmotor Duhnen 2.jpg|Windmotor [[Duhnen]]
Datei:Dachmühle.JPG|Dachwindmühle bei Skagen
 
 
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[[Kategorie:Bauwerke(Chronik)]]
 
[[Kategorie:Bauwerke(Chronik)]]

Aktuelle Version vom 11. November 2013, 21:59 Uhr

Windmühlen im Stadtgebiet Cuxhavens

Diese Seite zeigt Windmühlen in Cuxhaven.

Kleine Windmühlenkunde im Vorab

Die Urmühle unseres nordwest-europäischen Raumes ist die Bock- oder Ständerwindmühle, ein auf einem mächtigen, senkrechten, seitlich abgestützten Zentralbalken gelagertes, drehbares Mühlengehäuse, welches insgesamt um den Balken in den Wind gedreht wird. Das Windrad mit den Flügeln war dabei richtungsstarr mit dem Mühlengehäuse verbunden. Erstmalig wird dieser Mühlentyp um 1200 in diesem Raum erwähnt, im norddeutschen Raum gegen 1425.

Nach neueren Forschungsergebnissen baute im Jahre 1573 der holländische Mühlenbaumeister Andries van der Moerbeke die erste Kappenwindmühle. Sie besteht aus einem festen Rundbau mit einer aufgesetzten, drehbaren Kappe, die das Windrad und die Flügelwelle trägt. Rundlich bedeutet dabei häufig achteckig. Dieses hat die Vorteile, dass 1. die Mühle weitaus windsicherer ist, da es sich bis auf die Kappe um einen massiven Bau handelt und 2. der Unterbau beliebig groß gebaut werden kann, was natürlich das Platzangebot in der Mühle erheblich erweitert. So lassen sich von einer Antriebseinheit mehrere verschiedene Mahlgänge antreiben. Aufgrund ihrer Herkunft erhielt die Kappenwindmühle hier die später geläufige Bezeichnung Holländermühle. Es dauerte ungefähr zwei Jahrhunderte, bevor sich diese Bauart zunehmend in Deutschland durchsetzte. Um 1900 dann war aber die große Zeit der Bockwindmühle beendet.

Die Kappen- oder Holländermühle wiederum teilt sich auf in

  • Erdholländer: Sie haben einen nur eingeschossigen Unterbau, meist steingemauert, der Steert reicht bis auf den Erdboden, sodass er vom Boden aus bedient werden kann. Dabei kann der Unterbau, also der eigentliche Arbeitsraum des Müllers, auch in einen Erdhügel mit Eingangstor eingelassen sein, was einen kürzeren Steert zur Folge hat.
  • Galerieholländer: Meist wurde bei mehretagigen Unterbauten, bei denen der Steert nicht mehr bis zum Boden reichen konnte, stattdessen ein rundumlaufender Balkon, die Galerie, vorgesehen. Auf dieser konnte der Müller seine Mühle in luftiger Höhe umrunden, um sie in den Wind zu drehen. Dabei konnte es auch schon mal um fünfstöckige Unterbauten mit insgesamt 30 Metern Mühlenhöhe gehen. Solche Mühlen finden sich in Hage, Ostfriesland, bei Norden oder in Aurich.
  • Galerieholländer mit Windrose.

Grundsätzlich muss eine Windmühle drehbar sein, um sie "in den Wind" drehen zu können. Das bedeutet, dass die Windflügel immer dem Wind zugedreht sein müssen, da sie nur dann die Windkraft aufnehmen und umsetzen können. Bei stark wechselnden Winden war das Drehen der Mühle also unter Umständen eine zeitintensive Arbeit. Bei Sturm war das Drehen in den Wind sogar lebenswichtig für die Mühle. Sehr viele Windmühlen haben ihr Leben verloren, weil der Wind sie von hinten her angreifen konnte, wofür sie aber baustatisch nicht ausgelegt waren und so ihre Flügel und mehr einbüßten. Gedreht wurde die Mühle entweder mit dem Steert, einem auf den Boden reichenden Einzelbalken, bei der Kappenwindmühle per Balkengerüst oder bei der höher gelegenen Galeriemühle mit dem "Kröjrad", einer unten am Steert angebrachten Drehwinde.

Aufgrund der Aufwändigkeit des 24-Stunden-Einsatzes bei wechselnden Winden ersetzten viele Müller ab dem Jahrhundertwechsel 1900 den Steert durch die Windrose. Sie war in England erfunden worden und verlagerte die Drehwinde direkt auf die Rückseite des Mühlenkopfes. Sie besaß ein oder zwei kleinere senkrechte Windräder, die ihre Arbeit sofort selbsttätig begannen, sobald der Wind nicht mehr direkt von vorne kam. Damit war der Müller von dieser Arbeit entlastet. Statt eines Windenseiles oder einer Kette arbeitete sie mit einer Zahnradmechanik.

Es wird vielleicht auffallen, dass häufig Mühlen an Gemeindegrenzen stehen; der Mühlenbetrieb in der einen Gemeinde, das Müllerhaus in der benachbarten Gemeinde. Dieses ist gewollt und hat den Sinn, dass der Müller sein Standbein in beiden Gemeinden hat und damit auch in beiden Gemeinden verkaufen kann, was ja bis in die Neuzeit hinein sehr reglementiert war.

Häufig sind Mühlen nach ihren jeweiligen oder herausgehobenen Besitzern, heute häufig nach dem letzten benannt, ebenso aber auch nach ihrem Standort. Seltener haben sie besondere übergeordnete Namen.

In Märchen und Sagen hört man oft vom reichen Müller. Für die Cuxhavener Müller mag sicherlich auch das zuweilen zutreffend gewesen sein, doch aus den Chroniken lässt sich ersehen, dass mindestens so häufig Verkäufe und Konkurse die Müller trafen.

Übersicht

Altenbruch

Osterende

Warningsmühle.jpg

Nahe dem alten Versammlungsplatz der Stände des Landes Hadeln, dem Warningsacker, stand am Warnigsackerweg die Warningsackermühle. Diese Bockwindmühle ist bereits auf einer Karte aus dem Jahre 1625 verzeichnet und existierte bis in das Jahr 1927, in dem sie abgebrochen wurde.






Osterende 15


Die Eitzenmühle wurde bereits vor dem 30-jährigen Krieg erwähnt. Bis 1914 arbeitete die Holländermühle von Johann Eckhoff mit Windantrieb, danach mit Motorkraft.





Osterende-Wehldorf

In Wehldorf an der Höftgrube stand die Marien- oder Überbraaker Mühle, auch bekannt als Wurstmühle. Diese Mühle ist bereits auf einer Landkarte des Jahres 1625 eingezeichnet und war stets eine Bockwindmühle. Sie wurde nach dem Ersten Weltkrieg abgerissen. Der ehemalige Mühlenstandplatz ist heute die Wehldorfer Straße 56.


Westerende

Windmuehle 5164.jpg

Um 1900 entstandene Fotografie der Altenweger Mühle in Altenbruch-Westerende, auch als Grodener Mühle bezeichnet. Sie fiel, wie viele Mühlen in der Gegend, am 21. Dezember 1925 einem Sturm zum Opfer.





Westerende

Neben der B 73 in Altenbruch, Mühlentrift, Ecke Alter Weg, stand die `Sandwegmühle´, die später nach ihren letzten Besitzern als Glameyermühle bekannt war. Sie wurde vermutlich um 1600 herum erbaut und existierte bis zum 23. Dezember 1916, als sie bei einem Orkan umstürzte.


Altenwalde

Altenwalder Muehle.JPG

Die Altenwalder Mühle befand sich am Platz des Lehrschwimmbeckens der Altenwalder Schule.

  • Bis 1768 im Besitz des Klosters Neuenwalde,
1535 erbaut.
1648 im Sturm gefallen.
1670 vom Blitz getroffen, wieder aufgebaut.
1703 im Sturm gefallen, wieder aufgebaut.
1911 endgültig abgerissen

Döse

Muehle-Doese-5199.jpg

Die Döser Mühle (Westermühle) war eine Bockwindmühle an der Steinmarner Straße. Die Mühle wird erstmals im Jahre 1521 erwähnt und ist damit die älteste Mühle in Cuxhaven. Sie lieferte hauptsächlich Schrot und Roggenmehl. Am 18. Juli 1937 wurde die Mühle gesprengt.






Groden

Mühle-5162.jpg

Die Grodener Mühle, auch Schütts Mühle war eine Bockwindmühle. Standort war der Alte Hadelner Seebandsdeich.

Wie auch die Mühlen in Döse und Ritzebüttel unterstand diese Mühe der Aufsicht des Amtmanns, d.h., sie gehörte der Stadt Hamburg. Um 1560 erbaut, versah sie ihren Dienst bis in das 20. Jh. hinein. Die Mühle wurde am 14. April 1945 während des letzten Luftangriffes auf Cuxhaven durch eine Bombe zerstört.

Weiteres Bild s. u.




Lüdingworth

Muehle-Luedingworth-5163.jpg

Steffens Mühle, früher Bullenmühle, heute Betty, ist eine Turmholländermühle am Scheidungsweg in Lüdingworth. Sie wird zuerst im Jahre 1563 erwähnt und kann heute im Verlaufe der Niedersächsischen Mühlenstraße als einzige noch erhaltene Cuxhavener Mühle zumindest von außen besichtigt werden.
Aufnahmedatum unbekannt.









Weges Mühle.jpeg

Die Schedenhörner Mühle, heute besser bekannt als Weges Mühle, wurde in den Jahren 1835/1836 als Erdholländer mit Steert an der Norderscheidung, heute Scheidungsweg, gebaut und nach wechselvoller Geschichte im Jahre 1954 abgerissen.
Aufnahmedatum unbekannt.









Im Lüdingworther Westerende stand die so genannte Freudenmühle, benannt nach ihrem langjährigen Pächter von Freuden. Der Ursprung der herrschaftlichen Bockwindmühle ist nicht bekannt. Sie bestand lt. einer Abgabenurkunde bereits im Jahre 1656.

Am 9. November 1701 wurde sie von einem Blitz getroffen und in Schutt und Asche gelegt. Der damalige Pächter Claus Karstens baute die Mühle nicht wieder auf. Über einen Neubau stritt man sich letztlich 95 Jahre, bis man sich dann entschied, eine Mühle am Wetternweg neu zu errichten (s. Eckhoff´sche Mühle).

Das stehengebliebene Müllerhaus wurde 1728 abgebrochen und an den Zollenbusch versetzt. Die Lokalität der ehemaligen Mühle ist heute die Lüdingworther Straße 18.



Mühle am Wetternweg.jpeg

1796 wurde die Eckhoff´sche Mühle, eine Galerieholländermühle mit Steert gegenüber dem ehemaligen Rabensteiler Krug (heute Kreuzung Autobahn 27 / Lüdingworther Straße) als Ersatz für die im Jahre 1701 durch Blitzschlag zerstörte "Freudenmühle" (s.o.) erbaut. Es war eine landesherrschaftliche Erbzinsmühle.

Als letzter Besitzer wird Jakob Eckhoff genannt. Von ihm wird die Mühlenbezeichnung abgeleitet. Er erwarb diese Mühle im Jahre 1894 und betrieb sie bis zu seinem Tod 1910. Ihr Abriss erfolgte im Jahre 1920.

Aufnahmedatum unbekannt.








Oxstedt

Muehle-Oxstedt-5159.jpg

Das Bild zeigt die Oxstedter Mühle und die Gastwirtschaft Harms in Oxstedt, ein Erdholländer mit Steert.
Das Datum der Aufnahme ist nicht bekannt.





Ritzebüttel

Muehle Ritzebuettel 5198.jpg

Das um 1892 entstandene Bild zeigt die Fleckenmühle in der Deichstraße. Die Mühle wurde nach Reineke im Jahre 1526 erbaut.
Im April 1894 wurde die Mühle zerlegt und nach Klint verkauft, wo sie noch über Jahre Dienst tat.






Feldtmannsche Muehle.jpg

Im Jahre 1846 erbaut der Bäckersohn Johann Peter Feldtmann auf dem Geländes des späteren Parkplatzes des ehemaligen Kaufhauses Hertie direkt an der Altenwalder Wettern die Feldtmann´sche Mühle, eine Dampfmühle, die er ein Jahr später in Betrieb nimmt. Aufgrund der Elbblockade durch dänische Kriegsschiffe 1848 und der damit verbundenen Verknappung und damit Verteuerung der englischen Kohle, kommt er in finanzielle Schieflage. Als Ausweg sieht er sich genötigt, auf dem Dach des Mühlengebäudes einen Windantrieb zu installieren - ohne amtliche Erlaubnis. Nach kurzer wechselvoller Geschichte wird sie aufgegeben, demontiert und in Oxstedt wieder aufgestellt.




Verwandte der Windmühle


Im Jahre 1577 wird in einem Ritzebütteler Steuerregister eine Mühlenwurt an der Nordersteinstraße erwähnt. Diese war vermutlich das Überbleibsel der zwischen 1559 und 1564 (so Borrmann. Bussler spricht hier von 1526) an die Deichstraße verlegten Fleckenmühle (s.da), einer Bockwindmühle. Grund für die Verlegung wird vermutlich die zunehmende Bebauung der Nordersteinstraße gewesen sein, was sich natürlich nachteilig auf die Windverhältnisse ausgewirkt haben muss, während das neue Gelände noch komplett brach lag. Möglicher Grund für Verlegung der Fleckenmühle nach außerhalb des Fleckens an eben diesen Standort mag aber auch die oben erwähnte Aufteilung von Mühlenbetrieb und Müllerhaus gewesen sein. Der Müller wohnte nach wie vor im Grodener Kirchspiel, während die Mühle im Döser Kirchspiel stand. Im Jahre 1535 war Döse als eigenständiges Kirchspiel von Altenwalde unabhängig geworden.



Aus dem Holz der alten Bockwindmühle an der Nordersteinstraße lässt der Amtmann Holthusen neben der neuen Fleckenmühle auch noch einen Göpel bauen, eine Pferde- oder Rossmühle. Ein überdachter, ebenerdiger Mühlplatz mit dem Mahlwerk in der Mitte, angetrieben über einen langen Hebelbalken von einem rund-laufenen Pferd oder Ochsen. Auch diese Mühle findet sich im genannten Ritzebütteler Steuerregister. Nicht bekannt ist die Örtlichkeit, lediglich, dass sie sich im Hamburgischen, also im Amt Ritzebüttel befand.



Auf einer Karte von Rulandt aus dem Jahre 1625 ist unter der Nummer 29 vermerkt: "Schlagbaum bey der Ohll Muhlen". Sie ist auf der Übersichtskarte (s.o.) entsprechend ihrer Position auf der Rulandt-Karte unter Nr. 9 eingetragen. Es ist nicht klar, ob es sich dabei um eine eigenständige Mühle handelt oder um die auf der Rulandt-Karte falsch positionierte Grodener Mühle, auch Alte Mühle genannt.



Auf dem Hof des Bauern Wilkens in Holte-Spangen hat es noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Scheune einen Pferdegöpel gegeben. Die Antriebsstangen für die Kraftübertragung zwischen den Getrieben finden sich heute in einigen Gattertoren wieder.

Laut Auskunft des Bauern waren früher derartige Antriebe auf den Höfen keine Seltenheit. Sie dienten zum Betrieb verschiedener Gerätschaften.



In Ritzebüttel hat auf einer Wurt am Hafenpriel, dem späteren Schleusenpriel, eine Ölmühle existiert. Diese wurde im Jahre 1567 von dem Amtspächter Balthasar von Meinßen errichtet, dem auch die Einkünfte zuflossen. Diese Einrichtung, von der das genaue Aussehen bisher nicht bekannt ist, verarbeitete Krabben und produzierte Ölkuchen. Die Lage am Priel war absichtlich gewählt, um einen Zwischentransport der Krabben zu vermeiden. Wann diese Einrichtung aufgegeben wurde, ist nicht bekannt.



Windmotor Duhnen 1.jpg

Um 1900 gab es in Duhnen auf dem Bauernhof Ernst Schumann, heute Hotel "Strandperle", auf einer neuerbauten Scheune eine Dach-Windmühle. Entgegen seiner Bezeichnung war die Duhner Mühle ausschließlich als Antriebseinheit für die bäuerlichen Arbeitsgeräte bestimmt. Zu jener Zeit war diese Art Dachwindmühlen weit verbreitet im Norden. Ein Exemplar steht heute noch zwischen Skagen und Hirtshals in Dänemark (s.u.). Sie alle waren der Statik wegen nicht sehr hoch, jedoch hatten alle norddeutschen Dach-Windanlagen Jalousien und Windrose.

Um 1911 ist der Windmotor auf einer Ansichtskarte mit nur noch zwei Flügeln zu sehen. 1912 ist sie dann ganz verschwunden.

Weitere Bilder s.u.



Gerdts Mühlenbetrieb.jpg

In der Wilhelm-Heidsiek-Straße 25 befand sich der Mühlenbetrieb Max Gerdts KG mit Verkauf von Getreide, Futter und Düngemitteln. Heute ist das Mühlengebäude als Wohnhaus ausgebaut.






In Altenwalde, Bahnhofstraße 24, heute ???, unterhielt der Mühlenbetrieb Max Gerdts KG. eine Futtermühle mit Auslieferungslager.



Lagekarten von 1877

Bilder