Schmick, Gustav: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Gustav Schmick''' (* [[6. Juli]] [[1889]] in Labiau<ref>Labiau: seit 1946 Polessk im Oblast Kaliningrad/Russland</ref>/Ostpreußen; † im März [[1973]]) fuhr viele Jahre von Cuxhaven aus für die [[Cuxhavener Hochseefischerei AG]] und als Kapitän für die [["Nordsee" Deutsche Hochseefischerei]] GmbH zur See. <br> | '''Gustav Schmick''' (* [[6. Juli]] [[1889]] in Labiau<ref>Labiau: seit 1946 Polessk im Oblast Kaliningrad/Russland</ref>/Ostpreußen; † im März [[1973]]) fuhr viele Jahre von Cuxhaven aus für die [[Cuxhavener Hochseefischerei AG]] und als Kapitän für die [["Nordsee" Deutsche Hochseefischerei]] GmbH zur See. <br> | ||
| − | Gustav Schmick kam 1914 vom im Verlust geratenen Fischdampfer (FD) '''CAROLINE KÖHNE PG 172'''<ref>CAROLINE KÖHNE: 1912 gebaut; von 1912 bis 1914 bei der Reederei Erdmann Lefke Cuxhaven/Wulsdorf/Geestemünde/Wesermünde; geriet durch Eispressung bei Island in Verlust</ref> nach Cuxhaven. Am 1. April 1914 trat er zusammen mit dem Kapitän Otto Tancré seinen Dienst auf dem FD '''FISCHEREIDIREKTOR LÜBBERT HC 48'''<ref>FISCHEREIDIREKTOR LÜBBERT: 1914 gebaut; von 1914 bis 1927 bei der Cuxhavener Hochseefischerei AG</ref> an. Er war dort I. Steuermann. Ab August 1914 diente er bei der Kaiserlichen Marine. Seine Tätigkeit als I. Steuermann nahm er am 19. Mai 1919 wieder auf. Im April 1920 übernahm er das Kommando über den FD '''SENATOR SCHRÖDER HC 65'''<reF>SENATOR SCHRÖDER: 1917 gebaut; von 1919 bis 1929 bei der Cuxhavener Hochseefischerei AG; zwischenzeitlich (1920) nach Murmansk/Russische Sowjetrepublik entführt; von 1929 bis 1941 bei der "Nordsee"; ab 1933 Fischereikennung PC 65</ref> und anschließend über weitere Fischereidampfer. Kapitän Schmick stellte mehrere Schiffe in Dienst: 1930 FD '''AUGUST WRIEDT HC 204'''<ref>AUGUST WRIEDT: 1930 gebaut; von 1930 bis 1944 bei der "Nordsee"; 1933 in '''PREUSSEN PC 204''' umbenannt</ref>, 1936 FD '''POMMERN PC 295'''<ref>POMMERN: 1936 gebaut; von 1936 bis 1944 bei der "Nordsee"</ref> und 1938 FD '''ÖSTERREICH PC 305'''<ref>ÖSTERREICH: 1937 gebaut; von 1937 bis 1940 bei der "Nordsee"</ref>. Während des Zweiten Weltkrieges war Gustav Schmick weiter in der Fischerei tätig. 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Die FMS HEIDELBERG unternahm zusammen mit der FMS '''BONN'''<ref>BONN: 1950/1951 bei der "Nordsee" in Dienst gestellt</ref> und dem FD '''MARTIN MEWES HH 292'''<ref>MARIN MEWES: 1944 als U-Bootjäger konstruiert --> unvollendet; 1949 als Fischdampfer fertiggestellt; von 1949 bis 1956 bei der Finkenwärder Hochseefischerei Hamburg/Cuxhaven</ref> erstmalig nach dem Krieg Versuchsreisen nach Westgrönland zur Erkundung der Schleppnetzfischerei. Bis zu seiner Pensionierung 1954 blieb er dort Kapitän. <br> | + | Gustav Schmick kam 1914 vom im Verlust geratenen Fischdampfer (FD) '''CAROLINE KÖHNE PG 172'''<ref>CAROLINE KÖHNE: 1912 gebaut; von 1912 bis 1914 bei der Reederei Erdmann Lefke Cuxhaven/Wulsdorf/Geestemünde/Wesermünde; geriet durch Eispressung bei Island in Verlust</ref> nach Cuxhaven. Am 1. April 1914 trat er zusammen mit dem Kapitän Otto Tancré seinen Dienst auf dem FD '''FISCHEREIDIREKTOR LÜBBERT HC 48'''<ref>FISCHEREIDIREKTOR LÜBBERT: 1914 gebaut; von 1914 bis 1927 bei der Cuxhavener Hochseefischerei AG</ref> an. Er war dort I. Steuermann. Ab August 1914 diente er bei der Kaiserlichen Marine. Seine Tätigkeit als I. Steuermann nahm er am 19. Mai 1919 wieder auf. Im April 1920 übernahm er das Kommando über den FD '''SENATOR SCHRÖDER HC 65'''<reF>SENATOR SCHRÖDER: 1917 gebaut; von 1919 bis 1929 bei der Cuxhavener Hochseefischerei AG; zwischenzeitlich (1920) nach Murmansk/Russische Sowjetrepublik entführt; von 1929 bis 1941 bei der "Nordsee"; ab 1933 Fischereikennung PC 65</ref> und anschließend über weitere Fischereidampfer. Kapitän Schmick stellte mehrere Schiffe in Dienst: 1930 FD '''AUGUST WRIEDT HC 204'''<ref>AUGUST WRIEDT: 1930 gebaut; von 1930 bis 1944 bei der "Nordsee"; 1933 in '''PREUSSEN PC 204''' umbenannt</ref>, 1936 FD '''POMMERN PC 295'''<ref>POMMERN: 1936 gebaut; von 1936 bis 1944 bei der "Nordsee"</ref> und 1938 FD '''ÖSTERREICH PC 305'''<ref>ÖSTERREICH: 1937 gebaut; von 1937 bis 1940 bei der "Nordsee"</ref>. Während des Zweiten Weltkrieges war Gustav Schmick weiter in der Fischerei tätig. Er fuhr ab 1945 auf der '''ERNST FLOHR PC 329'''<ref>ERNST FLOHR: 1936 gebaut; bei der Deutschen Heringsfischerei GmbH mit der Fischereikennung ON 169; von 1938 bis 1954 durch die "Nordsee" bereedert --> Fischereikennung PC 329 bzw. ab 1949 NC 329</ref> und auf weiteren Schiffen der Cuxhavener Flotte. Am [[21. Mai]] [[1949]] übernahm er das Kommando über den Neubau '''[[FD Cuxhaven |CUXHAVEN]]''' (VI) mit der Fischereikennung NC 371. Zum Jahresende 1951 stellte er das Fischereimotorschiff (FMS) '''HEIDELBERG NC 397'''<ref>HEIDELBERG: 1951 gebaut; von 1951 bis 1964 bei der "Nordsee"</ref> in Dienst. Die FMS HEIDELBERG unternahm zusammen mit der FMS '''BONN'''<ref>BONN: 1950/1951 bei der "Nordsee" in Dienst gestellt</ref> und dem FD '''MARTIN MEWES HH 292'''<ref>MARIN MEWES: 1944 als U-Bootjäger konstruiert --> unvollendet; 1949 als Fischdampfer fertiggestellt; von 1949 bis 1956 bei der Finkenwärder Hochseefischerei Hamburg/Cuxhaven</ref> erstmalig nach dem Krieg Versuchsreisen nach Westgrönland zur Erkundung der Schleppnetzfischerei. Bis zu seiner Pensionierung 1954 blieb er dort Kapitän. <br> |
Gustav Schmick wurde 1954 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. <br> | Gustav Schmick wurde 1954 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. <br> | ||
Version vom 16. Februar 2026, 22:55 Uhr
Gustav Schmick (* 6. Juli 1889 in Labiau[1]/Ostpreußen; † im März 1973) fuhr viele Jahre von Cuxhaven aus für die Cuxhavener Hochseefischerei AG und als Kapitän für die "Nordsee" Deutsche Hochseefischerei GmbH zur See.
Gustav Schmick kam 1914 vom im Verlust geratenen Fischdampfer (FD) CAROLINE KÖHNE PG 172[2] nach Cuxhaven. Am 1. April 1914 trat er zusammen mit dem Kapitän Otto Tancré seinen Dienst auf dem FD FISCHEREIDIREKTOR LÜBBERT HC 48[3] an. Er war dort I. Steuermann. Ab August 1914 diente er bei der Kaiserlichen Marine. Seine Tätigkeit als I. Steuermann nahm er am 19. Mai 1919 wieder auf. Im April 1920 übernahm er das Kommando über den FD SENATOR SCHRÖDER HC 65[4] und anschließend über weitere Fischereidampfer. Kapitän Schmick stellte mehrere Schiffe in Dienst: 1930 FD AUGUST WRIEDT HC 204[5], 1936 FD POMMERN PC 295[6] und 1938 FD ÖSTERREICH PC 305[7]. Während des Zweiten Weltkrieges war Gustav Schmick weiter in der Fischerei tätig. Er fuhr ab 1945 auf der ERNST FLOHR PC 329[8] und auf weiteren Schiffen der Cuxhavener Flotte. Am 21. Mai 1949 übernahm er das Kommando über den Neubau CUXHAVEN (VI) mit der Fischereikennung NC 371. Zum Jahresende 1951 stellte er das Fischereimotorschiff (FMS) HEIDELBERG NC 397[9] in Dienst. Die FMS HEIDELBERG unternahm zusammen mit der FMS BONN[10] und dem FD MARTIN MEWES HH 292[11] erstmalig nach dem Krieg Versuchsreisen nach Westgrönland zur Erkundung der Schleppnetzfischerei. Bis zu seiner Pensionierung 1954 blieb er dort Kapitän.
Gustav Schmick wurde 1954 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Sein Bruder Richard Schmick war ebenfalls viele Jahre Kapitän in Cuxhaven.
Literatur
Cuxhaven, die Große Hochseefischerei und der Seefischmarkt - Schumann, N.; Hrsg.: Förderverein Schifffahrtsgeschichte Cuxhaven e. V. - Cuxhaven: Verlag Rauschenplat, 2008 - 280 S. - ISBN 978-3-93551929-X
Fußnoten
- ↑ Labiau: seit 1946 Polessk im Oblast Kaliningrad/Russland
- ↑ CAROLINE KÖHNE: 1912 gebaut; von 1912 bis 1914 bei der Reederei Erdmann Lefke Cuxhaven/Wulsdorf/Geestemünde/Wesermünde; geriet durch Eispressung bei Island in Verlust
- ↑ FISCHEREIDIREKTOR LÜBBERT: 1914 gebaut; von 1914 bis 1927 bei der Cuxhavener Hochseefischerei AG
- ↑ SENATOR SCHRÖDER: 1917 gebaut; von 1919 bis 1929 bei der Cuxhavener Hochseefischerei AG; zwischenzeitlich (1920) nach Murmansk/Russische Sowjetrepublik entführt; von 1929 bis 1941 bei der "Nordsee"; ab 1933 Fischereikennung PC 65
- ↑ AUGUST WRIEDT: 1930 gebaut; von 1930 bis 1944 bei der "Nordsee"; 1933 in PREUSSEN PC 204 umbenannt
- ↑ POMMERN: 1936 gebaut; von 1936 bis 1944 bei der "Nordsee"
- ↑ ÖSTERREICH: 1937 gebaut; von 1937 bis 1940 bei der "Nordsee"
- ↑ ERNST FLOHR: 1936 gebaut; bei der Deutschen Heringsfischerei GmbH mit der Fischereikennung ON 169; von 1938 bis 1954 durch die "Nordsee" bereedert --> Fischereikennung PC 329 bzw. ab 1949 NC 329
- ↑ HEIDELBERG: 1951 gebaut; von 1951 bis 1964 bei der "Nordsee"
- ↑ BONN: 1950/1951 bei der "Nordsee" in Dienst gestellt
- ↑ MARIN MEWES: 1944 als U-Bootjäger konstruiert --> unvollendet; 1949 als Fischdampfer fertiggestellt; von 1949 bis 1956 bei der Finkenwärder Hochseefischerei Hamburg/Cuxhaven