Schnitger, Arp

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Auf diesem Bildnis an der Golzwardener Orgel soll Arp Schnitger von hinten abgebildet sein. Andere Bilder sind nicht vorhanden.

Arp Schnitger (* in Schmalenfleth, getauft am 9. Juli 1648 in Golzwarden, †  vermutlich in Itzehoe, begraben am 28. Juli 1719 in Neuenfelde) war ein berühmter norddeutscher Orgelbauer.

Wirken

Arp Schnitger war der Sohn eines Schmalenflether Tischlers, der sich auch mit Orgelreparaturen befasste. Er erlernte bei seinem Vater den Beruf des Tischlers und absolvierte danach in Glückstadt eine fünfjährige Orgelbauerlehre. Bereits während seiner Gesellenzeit fertigte er die Orgel von St. Cosmae in Stade. Berühmt wurde er jedoch durch den Bau der Orgel für die St. Nicolai-Kirche in Hamburg (1677-1682), damals die größte Orgel Deutschlands.

Die Wilde/Schnitger-Orgel in St. Jacobi Lüdingworth

Sein Ruhm verbreitete sich im gesamten nordwestdeutschen Raum und wohlhabende Kirchspiele gaben ihre Orgeln bei ihm in Auftrag. So hat Schnitger etwa 170 Orgeln gebaut oder entscheidend umgebaut, darunter die Orgel der Lüdingworther St.-Jacobi-Kirche (1682/83), die ursprünglich von Antonius Wilde in den Jahren 1598/99 erbaut worden war. Die Pläne für den Umbau der Lüdingworther Orgel stammen von Schnitger selbst, auch ein Teil der Arbeiten wurde von Arp Schnitger durchgeführt; als er Lüdingworth wegen des Orgelbaues an St.-Nicolai verließ, vollendete sein Thüringer Meistergeselle Andreas Weber das Werk.

Ein weiterer Geselle Schnitgers war Johann Werner Klapmeyer, der seinen Sohn Johann Hinrich Klapmeyer (1690-1757) im Orgelbau unterrichtete. Von diesem stammt die Orgel von St.-Nicolai in Altenbruch.

Arp Schnitger starb vermutlich in Itzehoe und wurde in Neuenfelde begraben. Hier hatte er in den letzten Jahren auf seinem Orgelbauerhof gelebt und gearbeitet.

Von seinen Arbeiten sind noch etwa 30 Orgeln erhalten, die den Namen Schnitger-Orgeln verdienen. Hierzu gehören die Orgeln in Cappel und Lüdingworth.


Weblinks

Arp-Schnitger-Gesellschaft

Stiftung Historische Orgeln in Altenbruch und Lüdingworth


Quelle: Walter Bornemann in: Chronik des Kirchspiels Lüdingworth, hrsg. vom Geschichts- und Heimatverein Lüdingworth von 1988 e.V., 2000