Druiden-Kinderheim Duhnen

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Das Druiden-Kinderheim Duhnen war ein Kinderheim am Dünenweg in Duhnen.

Geschichte

Kurz nach dem ersten Weltkrieg brachten 24.000 Ordensmitglieder die stattliche Summe von 80.000 Goldmark für den Bau und Unterhalt eines Kinderheims in Duhnen auf. Das Heim befand sich dem Gelände eines ehemaligen Anwesens des damaligen Amtsverwalters Dr.Kaemmerer. Zu dem Kinderheim mit 75 Betten gehörten 250 Meter eigener Strand. Das Heim diente der Erholung erholungsbedürftiger Kinder, vor allem aus Hamburg.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten ging das Heim in den Besitz der NSDAP über und wurde im zweiten Weltkrieg militärisch genutzt. Nach Kriegsende wurden Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten einquartiert.

1947 wurde das Heim dem neu gegründeten Druiden-Orden zur Nutzung übertragen. Da der Orden kein Geld zur Fortführung des Heimes hatte, bot er es zur Nutzung an. Übernommen wurden die Gebäude von der Schwedin Frau Dr.Sjögren. Sie hatte nach Kriegsende viele ausgehungerte und in Lumpen gekleidete Kinder in den Ruinen Hamburgs gesehen und begonnen den Kindern zu helfen. In Schweden hatte sie Hilfsgüter für die Kinder gesammelt und diese nach Deutschland gebracht. Frau Dr.Sjögren fand in Duhnen ein intaktes Gebäude vor, dass neu eingerichtet werden musste. Nachdem viele Hilfslieferungen aus Schweden eingetroffen waren, konnten die ersten, von Hamburger Ärzten benannten, Kinder nach Duhnen kommen.

Im Oktober 1947 wurde das Heim im Beisein des schwedischen Generalkonsuls eingeweiht.

Die britische Militärregierung übereignete das Kinderheim zurück an den Druiden-Orden, welcher das Haus im Dezember 1952 an das „Stephanus-Werk“ , einer Organisation der inneren Mission, verkaufte. Der Verkaufserlös floss in die „Druiden-Hilfe e.V“.

Das Heim wurde unter dem Namen von Frau Dr. Sjögren einstweilen weitergeführt. Vor allem Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren erholten sich dort. Das Heim war ganzjährig geöffnet und voll ausgebucht.

Später erfolgte eine Übernahme durch das „Erholungswerk im Diakonischen Werk der ev. Kirchen von Westfalen e.V.“. Aus dem „Kinderheim Dr. Anna Sjögren“ wurde das „Kinderheim am Meer“.

Nach einer Modernisierung im Jahre 1972 kamen 1997 eine Abteilung für Mutter und Kind, sowie ein Haus für Behinderte hinzu. Kurze Zeit später begannen Probleme das Haus wirtschaftlich zu betreiben. Es bestanden Pläne, in der Anlage ein Pflegeheim für geronto-psychiatrisch erkrankte Menschen einzurichten. Eine hierzu erforderliche Änderung des Bebauungsplans wurde durch die Stadt Cuxhaven abgelehnt. „Stadt gegen Pflegeheim im Kurgebiet“ titelten die Cuxhavener Nachrichten am 2. Juli 2002. Die Anlage wurde noch 2002 geschlossen und 2013 abgerissen.

Quelle: Kurt Eisermann

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