Nippflut: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 18. Juni 2007, 21:24 Uhr

Als Nippflut, oder Nipptide, bezeichnet man jene Tide, bei der Sonne und Mond in einem Winkel von 90° zueinander stehen, d. h. bei Halbmond. Bei ihr ist der Tidenhub des Meeres besonders niedrig, das heißt der Unterschied des Wasserstands zur vorangegangenen Ebbe ist besonders gering.

Das Hochwasser tritt bei Nipptide auf dem Meer, etwa am Pegel Helgoland, immer morgens und abends (ca. 6 und 18 Uhr) ein, da der Mond zu diesem Zeitpunkt aufgrund seiner Stellung zur Sonne die stärkste Anziehungskraft auf die Flutwelle ausübt. An der Küste und vor allem in Flussmündungen verzögert sich das Eintreten der Tide allerdings. Der mittlere Nipptidenhub beträgt z. B. in Cuxhaven etwa 3/4 des Tidenhubs bei Springflut[1].

Eine Nippflut tritt alle 14 Tage auf; an der deutschen Bucht aufgrund der Verzögerung immer ein paar Tage nach Halbmond.
  1. Gierloff-Emden, Hans-Günter, Luftbild und Küstengeographie am Beispiel der deutschen Nordseeküste, Bundesanstalt für Landeskunde und Raumforschung: Bad Godesberg 1961, S. 21