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Jakobeit, Walter: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Walter Jakobeit''' (* [[19. Mai]] [[1914]] in Agilla<ref>Agilla: Fischerdorf im damaligen Ostpreußen; von 1938 bis 1945 Haffwerder genannt; ab 1945 Krasnoje im Rayon Polesk innerhalb des russischen Oblasts Kaliningrad</ref>; †&nbsp; [[9. Dezember]] [[1978]]) war Kapitän bei der [["Nordsee" Deutsche Hochseefischerei]] GmbH in Cuxhaven. <br>
 
'''Walter Jakobeit''' (* [[19. Mai]] [[1914]] in Agilla<ref>Agilla: Fischerdorf im damaligen Ostpreußen; von 1938 bis 1945 Haffwerder genannt; ab 1945 Krasnoje im Rayon Polesk innerhalb des russischen Oblasts Kaliningrad</ref>; †&nbsp; [[9. Dezember]] [[1978]]) war Kapitän bei der [["Nordsee" Deutsche Hochseefischerei]] GmbH in Cuxhaven. <br>
  
Mit  ersten Fischereikenntnissen aus Ostpreußen<ref>Ostpreußen: seit 1945 teils zu Polen und teils zu Russland gehörend</ref> begann Walter Jakobeit seine Laufbahn am 22. August 1932 als Decksjunge auf dem Fischdampfer (FD) '''HERMANN FRIEDRICH SCHRÖDER HC 225'''<ref>HERMANN FRIEDRICH SCHRÖDER: 1930 gebaut; von 1930 bis 1940 bei der "Nordsee"; 1933 in '''BAYERN PC 225''' umbenannt</ref>. 1934 fuhr er als Matrose auf dem Fischereimotorschiff (FMS) '''ALBERT BALLIN PC 191'''<ref>ALBERT BALLIN: 1927 gebaut; von 1927 bis 1929 bei der Cuxhavener Hochseefischerei AG; von 1929 bis 1945 bei der "Nordsee"; 1934 in '''WUPPERTAL PC 191''' umbenannt</ref>, wo Karl Nischan vorher (1931/1932) Kapitän war. Nach Erwerb des entsprechenden Patents bei der Seefahrtschule wurde er ab dem 9. September 1939 auf dem FD '''KATTREPEL PC 97'''<ref>KATTREPEL: 1921/1922 gebaut; von 1922 bis 1927 bei der Deutschen Seefischerei AG Cuxhaven (DSAG); von 1927 bis 1929 bei der Cuxhavener Hochseefischerei AG; von 1929 bis 1944 bei der "Nordsee"</ref> als II. Steuermann eingesetzt. Diese Aufgabe erfüllte er bis September 1939 - zuletzt auf FD '''ERNST FLOHR PC 329'''<ref>ERNST FLOHR: 1936 gebaut; bei der Deutschen Heringsfischerei GmbH; von 1938 bis 1954 durch die "Nordsee" bereedert</ref>. Nach dem Kriegsdienst und der Gefangenschaft trat er seinenDienst als Steuermann am 24. Juni 1948 wieder an. 1949 nach dem Erwerb des Kapitänspatents B5 (Kapitän der Großen Hochseefischerei; heute: BG) war Walter Jakobeit I. Steuermann bzw. Vertretungskapitän auf mehreren Cuxhavener Fischdampfern: '''MARIE NC 329'''<ref>MARIE: 1920 gebaut; bei der HANSA Hochseefischerei AG; von 1931 bis 1933 von der "Nordsee" bereedert; von 1933 bis 1954 bei der "Nordsee"; bis April 1946 war Otto Tancré Kapitän</ref>, '''ST PAULI NC 147'''<ref>ST PAULI: 1920 gebaut; von 1927 bis 1929 bei der Deutschen Seefischerei AG Cuxhaven (DSAG); von 1929 bis 1951 bei der "Nordsee"</ref> und '''DARMSTADT NC 389'''<ref>DARMSTADT: 1950 gebaut; von 1950 bis 1970 bei der "Nordsee"</ref>. Am 10. Dezember 1951 erhielt er das Kommando auf dem FMS '''FREIBURG I. BR. NC 383'''<ref>FREIBURG I. BR.: 1950 gebaut; von 1950 bis 1963 bei der "Nordsee"; 1959 aufgelegt, d. h. zeitweise außer Betrieb genommen</ref>. Mit diesem Schiff stellte Kapitän Jakobeit bis Mai 1959 mehrfach Fang- und Erlösrekorde - insbesondere in der Heringsfischerei - auf. Im Juli 1959 wurde ihm die Führung des FMS '''BIELEFELD NC 431'''<ref>BIELEFELD: 1958 gebaut; von 1958 bis 1969 bei der "Nordsee"</ref> übertragen. Bis zu seinem Ausscheiden aus der Hochseefischerei verblieb dieser Trawler unter seinem Kommando. <br>
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Mit  ersten Fischereikenntnissen aus Ostpreußen<ref>Ostpreußen: seit 1945 teils zu Polen und teils zu Russland gehörend</ref> begann Walter Jakobeit seine Laufbahn am 22. August 1932 als Decksjunge auf dem Fischdampfer (FD) '''HERMANN FRIEDRICH SCHRÖDER HC 225'''<ref>HERMANN FRIEDRICH SCHRÖDER: 1930 gebaut; von 1930 bis 1940 bei der "Nordsee"; 1933 in '''BAYERN PC 225''' umbenannt</ref>. 1934 fuhr er als Matrose auf dem Fischereimotorschiff (FMS) '''ALBERT BALLIN PC 191'''<ref>ALBERT BALLIN: 1927 gebaut; von 1927 bis 1929 bei der Cuxhavener Hochseefischerei AG; von 1929 bis 1945 bei der "Nordsee"; 1934 in '''WUPPERTAL PC 191''' umbenannt</ref>, wo [[Nischan, Karl |Karl Nischan]] vorher (1931/1932) Kapitän war. Nach Erwerb des entsprechenden Patents bei der Seefahrtschule wurde er ab dem 9. September 1939 auf dem FD '''KATTREPEL PC 97'''<ref>KATTREPEL: 1921/1922 gebaut; von 1922 bis 1927 bei der Deutschen Seefischerei AG Cuxhaven (DSAG); von 1927 bis 1929 bei der Cuxhavener Hochseefischerei AG; von 1929 bis 1944 bei der "Nordsee"</ref> als II. Steuermann eingesetzt. Diese Aufgabe erfüllte er bis September 1939 - zuletzt auf FD '''ERNST FLOHR PC 329'''<ref>ERNST FLOHR: 1936 gebaut; bei der Deutschen Heringsfischerei GmbH; von 1938 bis 1954 durch die "Nordsee" bereedert</ref>. Nach dem Kriegsdienst und der Gefangenschaft trat er seinen Dienst als Steuermann am 24. Juni 1948 wieder an. 1949 nach dem Erwerb des Kapitänspatents B5 (Kapitän der Großen Hochseefischerei; heute: BG) war Walter Jakobeit I. Steuermann bzw. Vertretungskapitän auf mehreren Cuxhavener Fischdampfern: '''MARIE NC 329'''<ref>MARIE: 1920 gebaut; bei der HANSA Hochseefischerei AG; von 1931 bis 1933 von der "Nordsee" bereedert; von 1933 bis 1954 bei der "Nordsee"; bis April 1946 war Otto Tancré Kapitän</ref>, '''ST PAULI NC 147'''<ref>ST PAULI: 1920 gebaut; von 1927 bis 1929 bei der Deutschen Seefischerei AG Cuxhaven (DSAG); von 1929 bis 1951 bei der "Nordsee"</ref> und '''DARMSTADT NC 389'''<ref>DARMSTADT: 1950 gebaut; von 1950 bis 1970 bei der "Nordsee"</ref>. Am 10. Dezember 1951 erhielt er das Kommando auf dem FMS '''FREIBURG I. BR. NC 383'''<ref>FREIBURG I. BR.: 1950 gebaut; von 1950 bis 1963 bei der "Nordsee"; 1959 aufgelegt, d. h. zeitweise außer Betrieb genommen</ref>. Mit diesem Schiff stellte Kapitän Jakobeit bis Mai 1959 mehrfach Fang- und Erlösrekorde - insbesondere in der Heringsfischerei - auf. Im Juli 1959 wurde ihm die Führung des FMS '''BIELEFELD NC 431'''<ref>BIELEFELD: 1958 gebaut; von 1958 bis 1969 bei der "Nordsee"</ref> übertragen. Bis zu seinem Ausscheiden aus der Hochseefischerei verblieb dieser Trawler unter seinem Kommando. <br>
  
 
Walter Jakobeit erhielt auf dem Friedhof [[Döse]] 3 die letzte Ruhestätte.
 
Walter Jakobeit erhielt auf dem Friedhof [[Döse]] 3 die letzte Ruhestätte.

Aktuelle Version vom 16. Februar 2026, 09:46 Uhr

Walter Jakobeit (* 19. Mai 1914 in Agilla[1]; †  9. Dezember 1978) war Kapitän bei der "Nordsee" Deutsche Hochseefischerei GmbH in Cuxhaven.

Mit ersten Fischereikenntnissen aus Ostpreußen[2] begann Walter Jakobeit seine Laufbahn am 22. August 1932 als Decksjunge auf dem Fischdampfer (FD) HERMANN FRIEDRICH SCHRÖDER HC 225[3]. 1934 fuhr er als Matrose auf dem Fischereimotorschiff (FMS) ALBERT BALLIN PC 191[4], wo Karl Nischan vorher (1931/1932) Kapitän war. Nach Erwerb des entsprechenden Patents bei der Seefahrtschule wurde er ab dem 9. September 1939 auf dem FD KATTREPEL PC 97[5] als II. Steuermann eingesetzt. Diese Aufgabe erfüllte er bis September 1939 - zuletzt auf FD ERNST FLOHR PC 329[6]. Nach dem Kriegsdienst und der Gefangenschaft trat er seinen Dienst als Steuermann am 24. Juni 1948 wieder an. 1949 nach dem Erwerb des Kapitänspatents B5 (Kapitän der Großen Hochseefischerei; heute: BG) war Walter Jakobeit I. Steuermann bzw. Vertretungskapitän auf mehreren Cuxhavener Fischdampfern: MARIE NC 329[7], ST PAULI NC 147[8] und DARMSTADT NC 389[9]. Am 10. Dezember 1951 erhielt er das Kommando auf dem FMS FREIBURG I. BR. NC 383[10]. Mit diesem Schiff stellte Kapitän Jakobeit bis Mai 1959 mehrfach Fang- und Erlösrekorde - insbesondere in der Heringsfischerei - auf. Im Juli 1959 wurde ihm die Führung des FMS BIELEFELD NC 431[11] übertragen. Bis zu seinem Ausscheiden aus der Hochseefischerei verblieb dieser Trawler unter seinem Kommando.

Walter Jakobeit erhielt auf dem Friedhof Döse 3 die letzte Ruhestätte.

Literatur

Cuxhaven, die Große Hochseefischerei und der Seefischmarkt - Schumann, N.; Hrsg.: Förderverein Schifffahrtsgeschichte Cuxhaven e. V. - Cuxhaven: Verlag Rauschenplat, 2008 - 280 S. - ISBN 978-3-93551929-X


Fußnoten

  1. Agilla: Fischerdorf im damaligen Ostpreußen; von 1938 bis 1945 Haffwerder genannt; ab 1945 Krasnoje im Rayon Polesk innerhalb des russischen Oblasts Kaliningrad
  2. Ostpreußen: seit 1945 teils zu Polen und teils zu Russland gehörend
  3. HERMANN FRIEDRICH SCHRÖDER: 1930 gebaut; von 1930 bis 1940 bei der "Nordsee"; 1933 in BAYERN PC 225 umbenannt
  4. ALBERT BALLIN: 1927 gebaut; von 1927 bis 1929 bei der Cuxhavener Hochseefischerei AG; von 1929 bis 1945 bei der "Nordsee"; 1934 in WUPPERTAL PC 191 umbenannt
  5. KATTREPEL: 1921/1922 gebaut; von 1922 bis 1927 bei der Deutschen Seefischerei AG Cuxhaven (DSAG); von 1927 bis 1929 bei der Cuxhavener Hochseefischerei AG; von 1929 bis 1944 bei der "Nordsee"
  6. ERNST FLOHR: 1936 gebaut; bei der Deutschen Heringsfischerei GmbH; von 1938 bis 1954 durch die "Nordsee" bereedert
  7. MARIE: 1920 gebaut; bei der HANSA Hochseefischerei AG; von 1931 bis 1933 von der "Nordsee" bereedert; von 1933 bis 1954 bei der "Nordsee"; bis April 1946 war Otto Tancré Kapitän
  8. ST PAULI: 1920 gebaut; von 1927 bis 1929 bei der Deutschen Seefischerei AG Cuxhaven (DSAG); von 1929 bis 1951 bei der "Nordsee"
  9. DARMSTADT: 1950 gebaut; von 1950 bis 1970 bei der "Nordsee"
  10. FREIBURG I. BR.: 1950 gebaut; von 1950 bis 1963 bei der "Nordsee"; 1959 aufgelegt, d. h. zeitweise außer Betrieb genommen
  11. BIELEFELD: 1958 gebaut; von 1958 bis 1969 bei der "Nordsee"