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Kreuzkirche

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Anschrift

Kreuzkirche 2009
  • Ev.-luth Kirchengemeinde Altenwalde
- Kirchenbüro -
Hauptstr. 81
27478 Cuxhaven-Altenwalde
Telefon: 04721 - 2424
  • Standort der Kirche
An der Kreuzkirche 4
27478 Cuxhaven-Altenwalde
www.kirche-altenwalde.de

Kreuzkirche

In Altenwalde stand die Wiege der Kirche im heutigen Cuxhaven. Schon zu fränkisch-karolingischer Zeit befand sich hier eine Wallfahrtskapelle. Sie war dem heiligen St. Willehad geweiht, der als erster Missionar 779 von Friesland aus ins Elbe-Weser Dreieck kam.

Auch wenn böse Zungen behaupten, die Cuxhavener seien nie richtig missioniert, sondern nur zwangschristianisiert worden - etwas war von der ersten Mission geblieben: die Wallfahrtskapelle des `Heiligen Kreuzes´ in Altenwalde, zu deren Schätzen eine Reliquie vom Kreuz Jesu gehört. Im Jahr 1282 kam für 50 Jahre auch ein Kloster der Benediktinerinnen nach Altenwalde. Möglicherweise gab es schon vor 1282 eine Gemeindekirche, jedoch muss in dem Jahr gemeinsam mit dem Kloster auch eine neue(?) Kirche gebaut worden sein, da Erzbischof Gieselbert von Bremen zum 20. September d.J. die Einweihung von Kirchhof und Kirche bei eigener Anwesenheit ankündigt. Diese romanische Feldsteinkirche zeigte im 17. Jahrhundert erhebliche Baufälligkeit. Deshalb wurden 1662 Teile des Daches erneuert. Die westliche Mauer ist 1736 abgestützt worden, um einem drohenden Einsturz vorzubeugen. Über 50 Jahre später beauftragte Amtmann Lienau[1] den Wasserbaukondukteur Reinhard Woltman mit der Untersuchung des Zustandes der Kirche. Im Zustandsbericht vom 20. Februar 1789 beschrieb Reingard Woltman die Situation mit klaren Worten: ... die nordwestliche Seitenmauer ... scheint dem Druck nachzugeben und weicht aus ... so daß man jeden Augenblick fürchten muß, dieses Stück Mauer ... werde einfallen. ... Unter diesen Umständen kann also die Gemeinde ohne Furcht sich nicht versammeln. Daraufhin beauftragte der Hamburger Senat den Baumeister Johann August Rothe mit dem Neubau der `Kapelle des Heiligen Kreuzes´. Der Name Kreuzkirche erinnert an die Anfänge, an die Wallfahrtskapelle mit der Kreuzreliquie. Nach Rothes Plänen aus dem Jahr 1790 wurde 1790/1791 die neue Kirche errichtet. Der Neubau auf dem alten Fundament erreichte eine Länge von 25 m und eine Breite von 11,5 m, während die abgebrochene Kirche[2] 57 m lang und 14 m breit war. Die ersten 8 Fuß (rund 2,4 m) des Mauerwerks wurden aus den Feldsteinen der alten Kirche gebildet. Darauf sind Backsteine gesetzt worden.[3] Die restlichen Feldsteine dienten als Baumaterial für den Deichbau in Döse. Pastor Johann Gottlob Bar[4] weihte 1791 die Kreuzkirche ein.
Die Inschrift der steinernen Gedenktafel an der östlichen Außenmauer lautet: Im Jahre 1790 zur Zeit der Amtmannschaft des Herrn Daniel Linau zu Ritzebüttel ist diese Kirche theils von den Bruchstücken der alten Kirche, theils von milden Beyträgen der Stadt Hamburg mit Beyhülfe der zu dieser Gemeinde gehörigen Unterthanen des Amtes Ritzebüttel durch den Baumeister Johann August Rothe aus Hamburg neu erbauet. Pastor war zu dieser Zeit Johann Gottlob Bar, Schultheis: Johann Schleyer[5], Juraten: Peter Damman, Johann Bösch, Marx Lobeck.

1535 bekommt die Steinmarner St. Gertrud-Kapelle ihren ersten festen Prediger. Damit verliert sie ihre Zugehörigkeit als Filialkapelle der Altenwalder Mutterkirche. Döse wird damit eigenständiges Kirchspiel.

Doch ist die Altenwalder Kirche nicht nur ein Zeuge der Vergangenheit, sondern auch der Weite des christlichen Glaubens. So entstand 1989 ein Leuchter in Form einer Weltkugel mit dem Christuszeichen. Er soll darauf hinweisen: Jesus Christus ist Herr und Licht der Welt und der weltweiten Christenheit.

  1. Daniel Linau war von 1788 bis 1794 Amtmann in Ritzebüttel.
  2. Das alte Kirchengebäude wurde im/ab Oktober 1789 abgebrochen.
  3. Eine genauere Beschreibung des Neubaus ist in "Alte Zeichnung der Altenwalder Feldsteinkirche - Bussler, P. - In: Niederdeutsches Heimatblatt Nr. 876 - Dezember 2022 - S. 2-3 (mit Zeichnungen von J. A. Rothe)" zu finden.
  4. Johann Gottlob Bar war von 1784 bis 1791 Pastor der Altenwalder Kirchengemeinde.
  5. Johann Schleyer II. war von 1775 bis 1791 Schultheiß zu Döse und Altenwalde