Landesgartenschau
Die Stadt Cuxhaven ist Ausrichterin der Niedersächsischen Landesgartenschau 2034
Am 7. Juli 2026 gab die Niedersächsische Landesregierung bekannt, dass Cuxhaven den Zuschlag für die Ausrichtung der Veranstaltung erhalten hat. Damit findet erstmals eine niedersächsische Landesgartenschau unmittelbar an der Nordseeküste statt.
Inhaltsverzeichnis
Vorgeschichte
Die Idee einer Landesgartenschau in Cuxhaven besteht bereits seit mehreren Jahren. Ursprünglich wurde eine Bewerbung für die Landesgartenschau 2026 geprüft. Nach einer ersten Machbarkeitsstudie entschied sich die Stadt jedoch, von einer Bewerbung für 2026 Abstand zu nehmen und stattdessen eine spätere Bewerbung vorzubereiten.
Am 25. September 2025 beschloss der Rat der Stadt Cuxhaven offiziell die Bewerbung um die Ausrichtung der Landesgartenschau 2034. Anschließend wurde die Bewerbung fristgerecht beim Land Niedersachsen eingereicht.
Bewerbungskonzept
Das eingereichte Konzept steht unter dem Motto:
„Zwischen Meer, Fluss & Natur – Cuxhaven im GeZeitenWandel“
Im Mittelpunkt stehen die besonderen landschaftlichen Gegebenheiten Cuxhavens an der Mündung von Elbe und Nordsee. Die Planungen verbinden Themen wie
- Klimaanpassung,
- Küstenschutz,
- Natur- und Artenschutz,
- nachhaltige Stadtentwicklung,
- Tourismus,
- Garten- und Landschaftsbau
- Naherholung
Die Landesgartenschau soll bestehende Grün- und Freiräume aufwerten, neue Aufenthaltsqualitäten schaffen und langfristige städtebauliche Impulse setzen.
Bürgerbeteiligung
Bereits während der Bewerbungsphase wurden erste Entwürfe öffentlich vorgestellt. Die Stadt lud Bürgerinnen und Bürger mehrfach ein, Anregungen und Ideen in den Planungsprozess einzubringen.
Gleichzeitig entwickelte sich eine öffentliche Diskussion über die Finanzierung und die langfristigen Folgekosten des Projekts. Im Frühjahr 2026 wurde ein Bürgerbegehren gegen die Durchführung der Landesgartenschau initiiert. Die Initiatoren äußerten insbesondere Bedenken hinsichtlich der finanziellen Belastung der Stadt. Unabhängig davon wurde das Bewerbungsverfahren fortgeführt.
Zuschlag
Am 7. Juli 2026 beschloss die Niedersächsische Landesregierung die Vergabe der Landesgartenschauen:
2032: Bad Zwischenahn
2034: Cuxhaven
Nach Angaben des Landes überzeugte Cuxhaven mit einem innovativen Konzept, das insbesondere die Herausforderungen des Klimawandels und die Entwicklung einer zukunftsfähigen Küstenstadt in den Mittelpunkt stellt. Das Land Niedersachsen stellt für die Durchführung Fördermittel von bis zu vier Millionen Euro bereit.
Mit der Entscheidung wird Cuxhaven erstmals Austragungsort einer Landesgartenschau und zugleich die erste niedersächsische Küstenstadt, in der diese Veranstaltung stattfindet.
Ziele
Mit der Landesgartenschau verfolgt die Stadt mehrere langfristige Ziele:
- nachhaltige Aufwertung öffentlicher Grünflächen,
- Verbesserung der Aufenthaltsqualität,
- Förderung des Tourismus,
- Stärkung des Natur- und Klimaschutzes,
- Entwicklung neuer Freizeit- und Erholungsräume,
- positive wirtschaftliche Impulse für Handel und Gastronomie,
- nachhaltige Stadtentwicklung über das Veranstaltungsjahr hinaus.
Ausblick
Nach dem Zuschlag beginnt die Konkretisierung der Planungen. In den kommenden Jahren werden unter anderem die Ausstellungsflächen detailliert geplant, Genehmigungen eingeholt und die baulichen Maßnahmen vorbereitet. Parallel dazu sollen weitere Beteiligungsformate für die Öffentlichkeit stattfinden.
Die Landesgartenschau 2034 wird voraussichtlich über einen Zeitraum von rund sechs Monaten durchgeführt und mehrere hunderttausend Besucherinnen und Besucher nach Cuxhaven führen.
Quellen
- Beschluss des Rates der Stadt Cuxhaven zur Bewerbung für die Landesgartenschau 2034 (25.09.2025).
- Niedersächsische Landesregierung: Vergabe der Landesgartenschauen 2032 und 2034 (Bekanntgabe vom 07.07.2026).
- Stadt Cuxhaven: Informationen zur Bewerbung und Bürgerbeteiligung.