Fischmehlfabrik

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Erste Fischmehlfabrik in der Oxter Heide

Mit der Gründung des Seefischmarktes in Cuxhaven wurde ein Fischmehlfabrik erforderlich um Beifang und Fischabfall zu verwerten. Das aus Abfällen gewonnene Fischmischmehl hat einen beträchtlichen Wert als Futtermittel.


Das erste Fischmehlwerk wurde 1908 an der Bahnstrecke zwischen Altenwalde und Nordholz in der Oxter Heide durch die Firma Dierking errichtet. Die Lage fernab jeder Bebauung wurde gewählt um den Einwohnern Cuxhavens die nicht unerhebliche Geruchsbelästigung zu ersparen. Das Werk der "Cuxhavener Dampf=Tran=und Fischmehl=fabrik" beschäftigte 125 Mitarbeiter, es wurde 1911 durch ein Brandereignis zerstört. Das Werk verfügte über einen eigenen Gleisanschluß bei Kilometer km 218,030 A(w).

Es bestanden weitere Fischmehlfabriken in Cuxhaven, so werden 1938 drei Fischmehlfabriken im Hafengebiet von Cuxhaven genannt:

1969 fusionierten die Unternehmen von Lohmann und Hussmann & Hahn und bildeten die Vereinigten Fischmehlwerke Unterelbe GmbH & Co KG.

Die CUFIDA wurde in den 1970er Jahren eine Abteilung der "Nordsee" Deutsche Hochseefischerei, so entstanden die "Nordsee" Deutsche Hochseefischerei GmbH Fischmehlwerke.

Der Zusammenschluss ging weiter. Am 17. Januar 1983 schlossen sich die CUFIDA und die Unterelbe zur "Vereinigten Fischmehlwerke Cuxhaven" zusammen. Die Vereinigten Fischmehlwerke Cuxhaven verarbeiteten hauptsächlich frische Fischabschnitte und Fischreste, die bei der fischverarbeitenden Industrie in Deutschland sowie in angrenzenden Ländern anfallen. Jährlich wurden 60.000–85.000 t Rohwaren verarbeitet. Die per LkW angelieferten frischen Fischabschnitte sowie Fischreste, die die Rohwarenbasis für die Produktion bilden, werden mittels Krangreifer erst in Bunkern zwischengelagert und dann der Produktion zugeleitet.

In Bremerhaven existierte die Fischmehl-Fabrik Seelhof & Co. Sie ging 1987 in den Vereinigten Fischmehlwerken Cuxhaven auf.

Seit 2004 sind die "Vereinigten Fischmehlwerke Cuxhaven" ein Tochterunternehmen der SARIA-Gruppe. Zum 1. März 2015 wurde die bisherige Firmierung im Zuge einer europäischen Internationalisierung in Bioceval geändert.

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