Schönleber, Gustav

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Gustav Schönleber

Gustav Schönleber (* 3. Dezember 1851 in Bietigheim a.d. Enz; † 1. Februar 1917 in Karlsruhe/Belgien)

Schönleber entstammte einer angesehenen Tuchfabrikantenfamilie. Sein Talent zum Zeichnen und Malen zeigte sich schon in seiner Kindheit. Mit Skizzenblock und Stift war er an der nahe fließenden Enz und Metter unterwegs. Das strömende Wasser und das belebte Ufer waren die Vorlagen. Trotz wohlwollender Unterstützung dieser Liebhaberei durch den Vater war die Kunst nicht als Beruf für ihn gedacht. Er trat eine Maschinenbaulehre in Hemmingen an, wo der Fabrikant den jungen Schönleber bald zum Zeichnen von Maschinenteilen, Preislisten und Werbebroschüren verwendete. Hier in der Maschinenfabrik verlor er sein rechtes Auge durch einen Betriebsunfall.

Nach der Maschinenbaulehre ging der neunzehnjährige Schönleber zum Polytechnikum nach Stuttgart. Die endgültige Wende zur Kunst kam, als Professor Conz in Stuttgart das Talent des Jungen erkannte und eine Ausbildung empfahl. Von 1870 bis 1873 besuchte Schönleber dann in München die Privatschule für Landschaftsmalerei von Adolf Lier, der in Frankreich, u. a. bei Dupré die neue Freilichtmalerei der Barbizon-Schule schätzen lernte.

Schönlebers malerisches Interesse galt der Bedeutung des Lichts in der Natur, eine Erkenntnis, die er durch zahlreiche Reisen nach Italien, Holland, an die deutsche und englische Küste sowie in die Bretagne und Normandie vertiefte und in Studien und Skizzen festhielt. Diese dienten ihm später als Ausgangspunkt für seine größeren, im Atelier ausgearbeiteten Bilder.

Würdigung

In Cuxhaven wurde der Gustav-Schönleber-Weg nach ihm benannt.

Literatur

  • Miller-Gruber, Renate: Gustav Schönleber : 1851 - 1917 ; Monographie und Werkverzeichnis. - Karlsruhe, 1990. - 258 S. : zahlr. Ill.; (dt.). Der Band enthält neben einer ausführlichen Biographie und Werkanalyse ein Verzeichnis von über 1100 nachweisbaren Gemälden von Gustav Schönleber. Chronologisches Verzeichnis der Gemälde, technische Angaben, Provenienz, Literaturangaben, Kurzkommentar. Literaturverzeichnis, Konkordanz. ISBN 3-9802613-0-1, ISBN 3-9802613-1-X