Cuxhaven

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Wappen Karte
Wappen Cuxhaven 800.jpg
Deutschlandkarte, Position von Musterstadt hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Koordinaten: 53° 51` 44" N und 08° 41` 54" E
Höhe über dem Meeresspiegel: 2 m ü. NN
Fläche: 161,91 km²
Einwohner: 48.384 (31.12.2013)
Bevölkerungsdichte: 299 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27472, 27474, 27476, 27478 (alt: 2190)
Telefonvorwahl: 04721 , 04722 , 04723 , 04724
Kfz-Kennzeichen: CUX
Amtlicher Gemeindeschlüssel: 03 3 52 011
Stadtgliederung: 12 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
27472 Cuxhaven
Webpräsenz: www.cuxhaven.de
Oberbürgermeister: Dr. Ulrich Getsch (parteilos)

Cuxhaven ist eine Große selbständige Stadt und Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises in Niedersachsen. Die Stadt liegt an der Mündung der Elbe in die Nordsee und hat rund 48.000 Einwohner.

Cuxhaven hat einen wichtigen Fischereihafen und eine Schiffsmeldestation für Hamburg und den Nord-Ostsee-Kanal. Daneben ist der Tourismus von großer Bedeutung. Die Stadt gehörte als Teil des Amtes Ritzebüttel lange zu Hamburg. Vor Cuxhaven in der Nordsee befindet sich die zu Hamburg gehörende Insel Neuwerk. Sie ist entweder bei Ebbe zu Fuß auf einer etwa 12 km langen Wattwanderung bzw. mit dem Wattwagen zu erreichen oder bei Flut per Schiff.


Das Wahrzeichen Cuxhavens ist die Kugelbake, das hölzerne Seezeichen an der Elbmündung. Es befindet sich auch auf dem Wappen der Stadt.

Geografie

Die Stadt Cuxhaven ist aus dem Zusammenschluss vieler verschiedener Gemeinden gewachsen. Den Stadtkern bilden die Stadtteile Ritzebüttel und Alt-Cuxhaven. Als Stadtmittelpunkt gilt der Kaemmererplatz, an dem sich diese beiden Stadteile treffen. Die Stadt hat eine Gesamtfläche von 161,9 km² (17.785 ha) und ist damit fast so groß wie Hannover. Von Ost nach West ist sie 21 km breit und von Nord nach Süd 14,5 km. Die Stadtgrenze hat eine Gesamtlänge von 71 km. Das Wasser begrenzt Cuxhaven auf einer Länge von 32 km und die Gemeinde Nordholz, die Samtgemeinde Sietland und das Land Hadeln grenzen an Cuxhaven auf 39 km Länge.

Cuxhaven ist typisch Norddeutsches Flachland. Die "Altenwalder Höhe" in der westlich gelegenen Geest bildet mit 37,5 m über NN den höchsten Punkt. Den tiefsten Punkt bildet Seehausen (Lüdingworth) mit 0 m über NN.

Von den fast 18.000 ha Fläche ist nur ein Bruchteil (ca 10%) bebaut. Der Rest ist hauptsächlich Ackerland, Gartenland, Grünland, Wasserfläche, Forst, Moor und Heide.

Bedingt durch die Randlage und die historische Zugehörigkeit der Stadt zu Hamburg entwickelten sich zwei Wirtschaftsschwerpunkte: die Fischerei und der Fremdenverkehr.

Cuxhaven liegt an der nördlichsten Spitze Niedersachsens und ist an zwei Seiten von Wasser umgeben. Diese geographische Lage sorgte dafür, dass sich in Cuxhaven neben der traditionellen landwirtschaftlichen Nutzung vor allem die Wirtschaftsschwerpunkte Fischerei und Fremdenverkehr entwickelten, beschert ihr aber hinsichtlich der wirtschaftlichen Verbindung zum Hinterland auch besondere Probleme.

Der Name

Alte Bezeichnungen: 1570 Kuckshafen, 1577 Kukeshaven, 1594 Kuxhaven, um 1700 Koogshaven

Der Name "Cuxhaven", ehem. Kuxhafen geht evtl. auf das Wort "Koog" (Neufelder Koog) zurück, einer niederdeutschen und skandinavischen Bezeichnung für eingedeichtes Land.
Möglich wäre aber auch die Herkunft von "Kux", einen alten Wort für `Teil eines Ganzen´. Cuxhaven war Exklave Hamburgs.

Erklärung des Namenforschers Prof. Jürgen Udolph:

"Kuk-" aus Indogermanisch "gug-" bedeutet "Kugel, Buckel, Hügel" als Erweiterung von "gēu-, gəu-, gū-", also "biegen, krümmen, wölben". Bei Cuxhaven wird die erhöhte Lage auf dem Schwemmlandufer namengebend gewesen sein.
Ob als Grundwort wirklich Mittelniederdeutsch "have(ne)", also "Hafen", vorliegt, ist fraglich; denkbar ist eine Umdeutung aus Mittelniederdeutsch "hove", also "Hof, Garten, Einzäunung" oder "hāge(n)", also "eingefriedetes Landstück".

Dazu wäre zu sagen, dass Cuxhaven zu der Zeit eine Neugründung, bestehend aus dreieinhalb Häusern auf einem nagelneu eingedeichten Schwemmland, was nicht lange davor noch garnicht vorhanden war. (Leider hat der Deich dann auch nur zwei Jahre gehalten.) Allerhöchst wahrscheinlich werden besagte Häuser auf Warften/Wurten gestanden haben, sodass `Buckel oder Hügel´ hier durchaus möglich wäre. In wieweit die Erklärung für den zweiten Namensteil hier Anwendung finden kann, mag jeder selbst entscheiden. `Eingefriedete Land´ evtl. i. S. v. eingedeichtes Land.

Geschichte

Bis zur Stadtwerdung

Während Urnenfunde und ein auf 4.000 v.Chr. datiertes Großsteingrab eine lange Siedlungsgeschichte dokumentieren, ist die Stadt Cuxhaven im Vergleich zu anderen Städten Deutschlands noch relativ jung.

1394 traten die Herren Lappe das Schloss Ritzebüttel mit den dazugehörigen Dörfern Duhnen, Sahlenburg Ost- und West-Döse sowie Steinmarne, Stickenbüttel, Westerwisch und Ritzebüttel an Hamburg ab. Sie gehörten ab sofort zum hamburgischen Amt Ritzebüttel. Der Flecken Ritzebüttel wurde am 4. Dezember 1872 mit der Hafensiedlung Cuxhaven zur hamburgischen Landgemeinde Cuxhaven vereinigt. Mit der Eingemeindung von Döse (1905) war eine Einwohnerzahl von 10.000 erreicht. Am 15. März 1907 wurden die Stadtrechte verliehen.

Seit der Stadtwerdung

Am 1. März 1935 wurden die Gemeinden Groden, Wester- und Süderwisch, Stickenbüttel, Duhnen, Neuwerk und Teile von Sahlenburg eingemeindet. Dies verband die lange schon wirtschaftlich verbundene Gemeinden auch verwaltungstechnisch. Die Stadt wuchs damit auf 27.000 Einwohner und vergrößerte ihre Fläche von 1.170 ha auf 3.600 ha (davon 2.346 ha Landwirtschaftlich genutzt).

Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz (1937) ging Cuxhaven als kreisfreie Stadt von Hamburg an die preußische Provinz Hannover über. Hamburg behielt sich aber einige Rechte an den Häfen vor. So waren bis zum 1. Januar 1993 der Amerikahafen und das Steubenhöft hamburgisches Eigentum, obgleich sie zum Cuxhavener Stadtgebiet gehörten. Eine Revierwache der Hamburger Wasserschutzpolizei befindet sich immer noch in Cuxhaven.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde Cuxhaven 1946 niedersächsisch. Am 1. Oktober 1969 wurden die Inseln Neuwerk und Scharhörn zusammen mit Wattflächen an die Freie und Hansestadt Hamburg zurückgegeben, die dort plante, einen Tiefwasserhafen anzulegen. Am 1. Juni 1970 wurden die Gemeinden Sahlenburg und Holte-Spangen eingemeindet. 1971 folgen die Doppelgemeinde Berensch-Arensch (1. Februar) sowie am 1. Juli 1972 Altenbruch, Altenwalde und Lüdingworth. Damit hatte sich die Stadtfläche innerhalb von nur 50 Jahren verzehnfacht. Die Zahl der Einwohner wuchs von ca 48.000 auf ca 60.000.

Aus der kreisfreien Stadt wurde am 1. August 1977 eine „große selbstständige Stadt“ und der Verwaltungssitz des neugebildeten Landkreis Cuxhaven. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Stadt 59.996 Einwohner und der Landkreis ca. 192.000.

Am 28. Oktober 2005 unterzeichneten Walter Hirche und Gunnar Uldall im Hamburger Rathaus den Staatsvertrag zur Aufhebung der Containersperrklausel. Damit wurde der Weg für eine unbeschränkte Weiterentwicklung des Cuxhavener Hafens freigemacht.

Weitere historische Meilensteine

Zwischen 1933 und 1964 wurden in Cuxhaven diverse Raketenexperimente durchgeführt. Am 14. April 1949 wurde Cuxhaven als Nordseeheilbad staatlich anerkannt.

Städtepartnerschaften

Städtefreundschaft


Entwicklung der Einwohnerzahlen

Jahr 1990 1992 1994 1996 1998 2000 2002 2004 2006
Einwohner 55.637 56.328 56.003 55.229 54.246 53.736 53.168 52.876 52.095

(jeweils zum 1. Januar)

Stadtgliederung

Cuxhaven mit seinen Stadtteilen.JPG