Schwebefähre

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Schwebefähre in Osten

Nach wikipedia ist eine Schwebefähre  eine Hängebahn über ein Gewässer hinweg.

Sie schwebt nicht, sondern hängt an Seilen oder Stäben unter einem hoch liegenden Brückenträger und fährt oberhalb des Wassers von einer Seite eines Flusses oder Kanals auf die andere.

Bekannt sind die Schwebefähren im nahegelegenen Osten und bei Rendsburg. Von urprünglich rund 20 Schwebefähren weltweit, sind heute noch acht erhalten.

Geplant, aber nicht gebaut, waren Schwebefähren in Brunsbüttel, Hamburg und Cuxhaven.

Die Cuxhavener Schwebefähre sollte die durch den Bau des Alten Fischereihafens unterbrochene Hafenstraße ersetzen. Die geplante Schwebefähre ist der Grund für die Einengung der Hafenzufahrt. Aus Kostengründen sie nie gebaut.

Karte mit Schwebefähre

Aufsatz von Duge

Der Fischereiinspektor Friedrich Wilhelm Johann Duge schreibt in einem Aufsatz:


Eine besonders einschneidende Bedeutunghat die Verlängerung des Fischereihafens für die künftige Regelung des Landverkehrs. Bei der Behandlung dieser Frage mußten neben den Fischereiinteressen das vorhandene und künftige Verkehrsbedürfnis der Stadt nach dem gesamten Hafengebiet und umgekehrt gebührend berücksichtigt werden. Dabei mußten die sich zum Teil entgegenstehenden Interessen nach ihrer Bedeutung sorgsam abgewogen werden, da Zugeständnisse auf der einen Seite Nachteile auf der anderen Seite zur Folge hatten.

Für die geplante Schwebefähre verengte Hafeneinfahrt

Die Hafenerweiterung über die Hafenstraße hinaus schafft eine Kreuzung zwischen dem Schiffsverkehr und dem Straßenverkehr nach und von der Ostseite des Fischereihafens und dem Amerikahafen. Der Straßenverkehr ist, da die Hafenstraße den kürzesten Zugang zu den Häfen von dem nördlichen Stadtteil Cuxhavens und von Döse her bildet, zeitweise so lebhaft, daß eine gänzliche Unterbindung oder die Verweisung auf einen um den Hafen herumführenden Straßenzug ausgeschlossen erschien. Es mußte demgemäß eine die beiden Ufer des Hafeneinschnittes verbindende Verkehrseinrichtung geschaffen werden, die in erster Linie dem bei der vorliegenden Verkehrskreuzung zweifellos wichtigeren Schiffsverkehr jede Freizügigkeit gewährt, die aber auch dem Straßenverkehr gerecht wird. Diese Erwägungen ließen eine Drehbrücke, wie sie im Zuge der Hafenstraße den Alten Hafen überbrückt, wegen der großen Behinderung des Schiffsverkehrs ernstlich nicht in Frage kommen. Auch eine ursprünglich im Bauentwurfe vorgesehene , 25m weit gespannte Klappbrücke mußte schließlich verworfen werden, da diese, obwohl durch die kürzeren Öffnungs- und Schließungszeiten schon weniger hinderlich, die Verkehrsfreiheit der Fischdampfer noch zu sehr beschränkte. So blieb als beste, allerdings auch teuerste Lösung die Anordnung einer Schwebefähre, die den Schiffen unter ihrem Fahrgerüst jederzeit einen mastenfreien Verkehr gestattet, die andererseits aber auch in der Bewältigung von Personen- und Fuhrwerksverkehr außerordentlich leistungsfähig ist. Sie bot den weiteren Vorteil, daß die Einschnürung des Hafenbeckens auf 50m, das ist die Breite der Hafeneinfahrt, beschränkt werden konnte. In Anbetracht der hohen Kosten wurde jedoch seitens der Bürgerschaft diesem Projekt nur insoweit stattgegeben, als durch Bemessung der Breite des Hafenbeckens im Zuge der Hafenstraße mit 50m die Möglichkeit einer späteren Errichtung der Schwebefähre vorbehalten werden soll. Der Fuhrwerksverkehr wird vorerst um den Hafen herumgeleitet, der Personenverkehr zunächst nur von einer Jollenfähre bewältigt werden, die auch später noch neben der Schwebefähre zur Aufrechterhaltung des Verkehrs bei etwaigen Betriebsstörungen in Tätigkeit bleiben wird. Für die Anlegestelle der Fähre wird mit Rücksicht auf größte Sparsamkeit u. Beschränkung in der Bauausführung vorerst nur je eine hölzerne Wassertreppe mit davorliegendem hölzernem Schlengel erbaut. Auf eine später erforderlich werdende größere, aus beweglichen Laufstegen,Brücken und Fährpontons bestehende Landungsanlage wird in der Linienführung der Kaimauer durch Vorsehung der erforderlichen Nischen Rücksicht genommen.