Spülschleuse

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Die Spülschleuse diente der Entschlickung des Hafens.

Im Jahre 1792[1].wird vom Hafenbaumeister Reinhard Woltman gegenüber dem Tonnenhafen die Spülschleuse eingerichtet. Östlich des Hafens hatte sich im Laufe der Jahre durch Sturmfluten eine Senke gebildet, die zum Bassin ausgebaut und mit einer östlichen elbseitigen Einlasschleuse versehen wurde. Bei Hochwasser füllte sich das Bassin und wurde bei Ebbe durch die Spülschleuse in den Alten Hafen abgelassen. Dadurch wurde der untere Hafen fortwährend freigespült, was zu einer ständigen Wassertiefe von ca. 5 - 6 m führte. Damit wurde das teure zwei- bis dreijährliche Ausbaggern des Hafens erspart.

Die Spülschleuse hatte eine Länge von 18 m und eine Breite von 11 m. Sie war aus Holz gefertigt und mit vier Drehtoren versehen.

Nachteil der ständigen Wasserbewegung war die gesteigerte Tätigkeit des Holzbohrwurms an den Wasserbauwerken.

Am 28. Januar 1860[2].wird die Spülschleuse stillgelegt, worauf der Hafen wieder völlig verschlickt.



Fußnoten

  1. Quelle: Borrmann, Daten zur Geschichte des Amtes Ritzebüttel und der Stadt Cuxhaven
  2. Quelle: Borrmann, Daten zur Geschichte des Amtes Ritzebüttel und der Stadt Cuxhaven