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Höpenberg

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Der Höpenberg ist ein vorgeschichtlicher Grabhügel im Cuxhavener Ortsteil Berensch. Er liegt in der archäologisch besonders bedeutenden Landschaft zwischen Berensch und Holte-Spangen, in der sich auf engem Raum zahlreiche Grabhügel, Gräberfelder und weitere vorgeschichtliche Fundstellen erhalten haben.

Der Höpenberg gehört zu den bekannten vorgeschichtlichen Bodendenkmälern im Bereich der Cuxhavener Küstenheiden. Die Stadt Cuxhaven nennt ihn neben dem Twellberg, dem Kahlen Berg und dem Helmersberg ausdrücklich als erhaltenen Grabhügel aus der älteren Bronzezeit.

Lage

Der Höpenberg liegt südöstlich des frühmittelalterlichen Gräberfeldes Bi de Höpen. In seiner unmittelbaren Umgebung befinden sich weitere archäologische Fundplätze, darunter der sogenannte „Kleine Nachbar vom Höpenberg“, ein bronzezeitlicher Grabhügel, der in den vergangenen Jahren archäologisch untersucht wurde.

Die Fundchronik Niedersachsen 2018 zeigt die räumliche Situation besonders anschaulich: Der dort untersuchte bronzezeitliche Grabhügel Berensch-Arensch FStNr. 29 liegt westlich von Bi de Höpen; etwa 50 Meter südöstlich befindet sich der Höpenberg.

Damit bildet der Höpenberg zusammen mit dem Kleinen Nachbarn und dem Gräberfeld Bi de Höpen einen ungewöhnlich dicht belegten archäologischen Bereich.

Der Grabhügel

Beim Höpenberg handelt es sich um einen Rundhügel, der ursprünglich als Bestattungsplatz angelegt wurde. Seine Entstehung wird der Bronzezeit zugerechnet.

Wie bei zahlreichen vorgeschichtlichen Grabhügeln im Cuxhavener Raum ist die ursprüngliche Gestalt des Hügels durch spätere Eingriffe verändert worden. Viele Grabhügel der Region weisen Spuren älterer Untersuchungen oder Eingrabungen auf. Die Stadt Cuxhaven weist darauf hin, dass zahlreiche Hügel bereits im 19. und frühen 20. Jahrhundert durch Untersuchungen und Raubgrabungen beeinträchtigt wurden.

Für den Höpenberg liegen nach derzeitigem Quellenstand keine vergleichbar ausführlich publizierten modernen Grabungsergebnisse vor wie für den unmittelbar benachbarten Kleinen Nachbarn.

Bronzezeitliche Entstehung

Der Höpenberg gehört zu einer größeren Zahl von Grabhügeln, die in der Cuxhavener Geest während der Bronzezeit angelegt wurden.

Die Stadt Cuxhaven datiert die erhaltenen älteren Grabhügel der Region allgemein in die ältere Bronzezeit und nennt den Höpenberg ausdrücklich in dieser Gruppe. Die bronzezeitlichen Grabhügel werden dabei als Zeugnisse einer Zeit beschrieben, in der sich die Zahl der archäologischen Fundplätze in der Cuxhavener Landschaft deutlich erhöhte.

Die Grabhügel wurden über den Bestattungen einzelner Menschen oder kleinerer Gruppen aufgeschüttet und bildeten weithin sichtbare Monumente in der Landschaft. Ihre heutige Verteilung ermöglicht Rückschlüsse auf die damalige Nutzung der Geest und die Bedeutung bestimmter Geländepunkte.

Der Höpenberg und „Bi de Höpen“

Besonders interessant ist die unmittelbare Nachbarschaft zum Fundplatz Bi de Höpen.

Das dortige Gräberfeld weist eine wesentlich längere Nutzungsgeschichte auf. Der Vorgeschichtspfad Berensch-Arensch ordnet Bi de Höpen zeitlich von der Bronzezeit bis in das frühe Mittelalter ein.

Die Stadt Cuxhaven hebt insbesondere die frühmittelalterlichen Bestattungen hervor. Nach ihrer Darstellung treten nach einer weitgehend fundarmen Zeit des 6. und 7. Jahrhunderts ab dem 8. Jahrhundert wieder einzelne Gräber auf. Bi de Höpen wird in diesem Zusammenhang als Hinweis auf eine erneute Besiedlung des Cuxhavener Raumes durch friesische Siedler angesehen.

Der Höpenberg selbst gehört dagegen zur wesentlich älteren bronzezeitlichen Bestattungstradition. Die beiden Fundplätze zeigen damit, dass derselbe Landschaftsraum über einen sehr langen Zeitraum für Bestattungen genutzt wurde.

Der „Kleine Nachbar vom Höpenberg“

Nur wenige Meter vom Höpenberg entfernt liegt der bronzezeitliche Grabhügel, der in der neueren Forschung als „Kleiner Nachbar vom Höpenberg“ bezeichnet wird.

Die Fundchronik Niedersachsen führt ihn als Berensch-Arensch FStNr. 29. Bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass der Hügel erhebliche spätere Eingriffe erfahren hatte. Ein digitales Geländemodell dokumentiert außerdem die Lage des Hügels in Beziehung zu Bi de Höpen und dem Höpenberg.

Uwe Kraus veröffentlichte 2023 eine ausführliche Untersuchung unter dem Titel:

Der kleine Nachbar vom Höpenberg: Ein bronzezeitlicher Grabhügel in Cuxhaven-Berensch und seine Nachnutzungen.

Schon die Bezeichnung „Kleiner Nachbar vom Höpenberg“ verweist auf die enge räumliche Beziehung der beiden Denkmäler.

Archäologische Landschaft bei Berensch

Der Höpenberg ist nicht als isoliertes Bodendenkmal zu betrachten. Die Umgebung von Berensch und Arensch gehört zu den archäologisch reichsten Landschaften im Cuxhavener Raum.

Der Vorgeschichtspfad Berensch-Arensch, der 2011 eröffnet wurde, verbindet mehrere dieser Fundstellen. Zu seinen Stationen gehören unter anderem:

  • der Schipbarg mit einer alten Siedlung,
  • das Gräberfeld Bi de Höpen,
  • die eisenzeitlichen Gräberfelder Waterpohl und Voßberg,
  • die Grabhügelgruppen Drei Berge, Fuchsberg und Goldberg,
  • sowie der historische Schedelstein.

Der Höpenberg steht damit in einer Landschaft, in der sich archäologische Zeugnisse aus mehreren Jahrtausenden konzentrieren.

Schutz und Denkmalgeschichte

Der Höpenberg wurde bereits früh als schützenswertes Kulturdenkmal erfasst. In der historischen Denkmalliste des ehemaligen Hamburger Gebietes ist für Berensch ausdrücklich „der Höpenberg in Berensch“ aufgeführt. Als Lage werden die damaligen Parzellen 1103 und 1104 genannt. Die Eintragung erfolgte 1929.

Auch die heutige Stadt Cuxhaven betrachtet die Grabhügellandschaft bei Berensch als schutzwürdigen Bestandteil der Kulturlandschaft. Das Landschaftsschutzgebiet „Hügelgräber bei Berensch“ (CUX-S 18) wurde bereits 1938 ausgewiesen.

Bedeutung

Der Höpenberg ist ein Zeugnis der bronzezeitlichen Bestattungskultur im Raum Cuxhaven. Seine besondere Bedeutung ergibt sich heute vorwiegend aus seinem Zusammenhang mit den zahlreichen benachbarten Fundstellen.

Auf engstem Raum lassen sich unterschiedliche Phasen der Landschaftsnutzung nachvollziehen: bronzezeitliche Grabhügel wie der Höpenberg und sein "Kleiner Nachbar", das über längere Zeit genutzte Gräberfeld Bi de Höpen sowie weitere Siedlungs- und Bestattungsplätze in der Umgebung.

Der Höpenberg ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der archäologischen Landschaft von Berensch und ein Bindeglied zwischen den einzelnen Fundplätzen des Vorgeschichtspfades.

Literatur und Quellen

  • Stadt Cuxhaven: Cuxhavener Küstenheiden – Vor- und Frühgeschichte (Archäologie).
  • Wendowski-Schünemann, Anneliese: Grabhügel und Grabhügelgruppen in Cuxhaven. Untersuchungen zum Bestand einer gefährdeten Denkmalgruppe. Jahrbuch der Männer vom Morgenstern 81, 2002.
  • Kraus, Uwe: Der kleine Nachbar vom Höpenberg: Ein bronzezeitlicher Grabhügel in Cuxhaven-Berensch und seine Nachnutzungen. Leipziger Forschungen zur Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie, 2023.
  • Fundchronik Niedersachsen 2018, Landkreis Cuxhaven, Berensch-Arensch FStNr. 29.
  • Vorgeschichtspfad Berensch-Arensch.