Grandbake

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Grandbake ab 1876

Die Grandbake, auch Wehrbergsbake oder Duhner Bake genannt, stand auf dem Duhner Wehrberg nahe dem optischen Telegraphen. Vermutlich um 1850 aufgestellt, wurde die 8,90 m hohe Bake 1870 anlässlich des Deutsch-Französischen Krieges, wie alle Seezeichen, niedergelegt, aber bereits im Herbst 1871 in veränderter Form (8,45 m) wieder aufgebaut und 1876 größer (11,70 m) erneuert. Sie wurde 1891 niedergelegt, als die Christian-Görne-Stiftung mit ihrem Hospizneubau die Sicht verdeckte.

Die Bezeichnung `Grand´ taucht zuweilen auch in alten Karten für das Watt auf; also möglicherweise übertragen: Wattbake. Vermutlich stand jedoch der kiesdurchsetzte Sand des Wehrbergs Namenspate (Grand = Kies, Grus).

Mit ihrer eher bescheidenen Höhe von 11,70 Metern erreichte sie allerdings durch Ihren Standort auf der Düne eine Gesamthöhe von fast 24 Metern über Normalnull. War sie für die Schifffahrt von untergeordneter Bedeutung, wobei ein Artikel des Cuxhavener Tageblattes von 1887 das Gegenteil aussagt, so hatte sie ihre eigentliche Aufgabe als Peilmarke für Strom-, bzw. Seevermessung und das genaue Ausbringen schwimmender Seezeichen. Die Bake lag in einer Linie mit der Neuwerker Ostbake und dem Feuerschiff Elbe 1.

1886/87 wurde sie durch den Neubau des Hospizes der Christian-Görne-Stiftung weitgehend verdeckt. Statt dessen wurde die Stiftung angewiesen, einen mindestens 3 Meter hohen Dachaufsatz zu installieren und diesen schwarz anzumalen und ebenso einzudecken. An den Kosten beteiligte sich die Hamburger Finanzdeputation mit 1.190 Reichsmark. Damit war die Funktion der Bake nicht mehr gegeben. Zwar wurde 1889 noch eine runde Scheibe auf einer Stange an der Bake installiert, ebenso auf der Neuwerker Ostbake, trotzdem wurde sie 1891 abgebaut. Das dieses eigentlich nicht als endgültig geplant war, geht aus einer Zeitungsnotiz des Cuxhavener Tageblattes vom 27. März 1887 hervor: „die Bake auf dem Wehrberge bei Duhnen, wegen übergroßer Sichtbarkeit von den Schiffern mit Vorliebe als Landmarke benutzt, nach Fertigstellung des in der Nähe der Bake errichteten Hospizes diese Eigenschaft zum Theil eingebüßt; infolge dessen, und um die Marke zu erhalten, soll dieselbe dem Vernehmen nach im Laufe dieses Sommers einem Umbau unterzogen und um zehn Meter höher werden“.

Als 1966 die Gebäude der Goerne-Stiftung abgerissen wurden, blieb die Marke unbesetzt.

Sie stand auf dem Wehrberg etwa 9 m abseits der Straße Wehrbergsweg und etwa 20 m westlich des Hotels Wehrberg.

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