Leuchtturm Neufeld

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Leuchtturm Neufeld

Der Leuchtturm Neufeld war ein Leuchtturm im OT-Groden.


Gemeinsam mit dem Bau des Leuchtturmes Schlanke Anna in Groden-Osterende wird als Unterfeuer der Richtfeuerstrecke elbabwärts der Neufelder Leuchtturm beschlossen. Er wird auf dem Gelände der ehemaligen Neufelder Schanze, nahe des Grodener Stacks und der Grodener Bake, im östlichen Deichknick des Neufelder Deiches angesiedelt. Am 25. November 1897 nahm er seinen Dienst auf. Es ist ein roter, 12,4 m hoher, drei-etagiger Ziegelsteinbau mit großer Laterne.

Am 16. August 1924 werden die Dunkelsektoren des Feuers Neufeld auf ungefähr 53°51´N, 8°45´O beseitigt. Der feste rote Sektor wird bis zur Tonne 15 erweitert und zwischen diesem roten Sektor und dem elbabwärts scheinenden Zweiblitzsektor ein fester weißer Sektor eingelegt. Der feste grüne Sektor wird bis an den elbaufwärts scheinenden Zweiblitzsektor erweitert.

Der letzte Leuchtturmwärter, der hier seinen Dienst versah, war Johann Piklaps, der hier noch im Alter von 89 Jahren tätig war. Die Seezeichenverwaltung engagierte ihn, weil aktenkundig war, dass "Piklaps ein arbeitsfreudiger und gewissenhafter Matrose" gewesen ist. Er wurde einer der ältesten Leuchtturmwärter - und zugleich einer der letzten.

1968 wird das Licht mit der Inbetriebnahme des neuen Unterfeuers Baumrönne abgestellt.

Von Leuchtturmromatik war im Leuchtturm nicht viel zu merken, das Gebäude besaß weder Trinkwasser- noch Abwasseranschluss. Die Wärter legten zuletzt keinen Wert auf die karge Behausung, zogen aus und überließen die "Romantik" für die letzen 10 Jahre einem Graphiker, der dort sein Atelier einrichtete.

1980 stellte die Deichbehörde wegen dringend notwendiger Deichverstärkung den Antrag auf Abbruch, welcher noch im gleichen Jahr erfolgte. Spuren des Leuchtturmes sind heute keine mehr vorhanden.

Von 1901 bis evtl. 1914 befindet sich hinter dem Leuchtturm eine Begräbnisstätte der Grodener Quarantäneanstalt.

Bilder