Vinnen, Carl

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Vinnen, Carl

Carl Vinnen (* 28. August 1863 in Bremen; † 16. April 1922 in München) war Kunstmaler.

Carl Vinnen wurde als Sohn des Reeders Johann Christoph Vinnen in Bremen geboren. Sein jüngerer Bruder war der Reeder Adolph Vinnen, dessen Ehefrau die erste Namensgeberin des Segelschiffes `Margarethe Vinnen´, heute `Sedov´. Mit 23 Jahren ging er zum Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, danach in Karlsruhe. Carl Vinnen wird beeinflußt durch seinen Lehrer Arnold Böcklin und war Schüler des Karlsruher Malers Prof. Gustav Schönleber.
1889 macht er die Bekanntschaft mit den Malern Mackensen und Ernst Modersohn. Gemeinsam gründen sie 1894 die Künstlerkolonie Worpswede. Carl Vinnen hatte auf dem Gutshof der Familie in Osterndorf (Beverstedt) sein Atelier. Materiell war er gut gestellt. Um zum Beispiel auch im Winter Schneelandschaften malen zu können, ließ er sich einen beheizbaren Atelierwagen mit großen Fenstern bauen. Er konnte es sich leisten, zu verreisen, u.a. nach Europa, Asien und Afrika. Ab 1902 löste er sich immer mehr von der Worpsweder Künstlergemeinschaft.
Ab 1908 weilte Vinnen für zweieinhalb Jahre in Cuxhaven, wohnt aber nicht wie viele andere Künstler in Duhnen, sondern ließ sich Am Seedeich ein Atelier einrichten. Er malte hier maritime Motive im impressionistischen Stil, Stimmungen der Küstenlandschaft, Schiffe auf der Reede vor Cuxhaven sowie Segler waren seine bevorzugten Motive.

1911 Veröffentlicht er die Schrift: "Ein Protest deutscher Künstler" mit seiner Einleitung als Protest gegen die `große Invasion französischer Kunst in Deutschland´. Noch vor dem Ersten Weltkrieg zog Carl Vinnen nach München, wo er einen zweiten Wohnsitz hatte. 1919 erlitt er einen Schlaganfall, er verstarb am 16. April 1922 in München.

Carl Vinnen war befreundet mit den Malern Herrmann Allmers und Ernst Gock. Für letzteren war er richtungsweisend für die künstlerische Entwicklung.

Würdigung

Carl Vinnen ist Namensgeber des Carl-Vinnen-Weges in Duhnen

Bilder

Quelle

Enno Kleinert