Altenbrucher Hafen

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Altenbrucher Hafen 2009
Von der Elbseite 2017

Der Altenbrucher Hafen ist ein Sielhafen im Vordeichgelände.

Allgemein

Der Altenbrucher Hafen wird 1373 erstmals schriftlich erwähnt unter dem Namen `sante Nicolaus thom reepe´.

Es ist ein Naturpriel, die Braake oder auch Braakstrom, mit vielen Krümmungen, ähnlich dem Neuhäuser oder Freiburger Hafen.
Entgegen dem damaligen (16. Jh.) Ritzebütteler Hafenpriel oder dem Freiburger Hafen hatte er den Vorteil, dass er durchgängig schiffbar war, während die beiden anderen aufgrund der Elbverlagerung weitgehend versandet waren. Infolgedessen war Hamburg seinerzeit gezwungen, im vorgelagerten Neuen Feld einen eigenen Hafen anzulegen, da der bremische Erzbischof den zum Erzbistum gehörigen Altenbrucher Hafen für Getreidetransporte des Amtes Ritzebüttel nach Hamburg sperrte.

1631 wird er und vermutlich auch die Altenbrucher Braakschleuse erneuert.

Ähnliches wie im 16. Jh. ereignete sich im 19. Jh.. Der zum preußischen Land Hadeln gehörige Altenbrucher Hafen war im Gespräch, zu einem Großhafen ausgebaut zu werden. Dem kam Hamburg zuvor, indem im hamburgischen Ritzebütteler Raum ein Hafenprojekt beschlossen wurde, was dann 1872 in Angriff genommen wurde. Es wurde der Englische Hafen, später Amerikahafen.

Sportboothafen

Der Altenbrucher Hafen ist ein beliebter Sportboothafen. Bei Niedrigwasser bleibt - besonders nahe dem Siel - etwa ein Meter Wasser stehen. Im übrigen fällt der Hafen weitgehend trocken. Der Grund besteht teilweise aus harten Sand, so dass sich eine Kielyacht nicht eingraben kann. Altenbruch ist deshalb mehr etwas für flachgehende Boote.

Die Ansteuerung des Hafens erfolgt über die Ansteuerungspricken. Das Fahrwasser zu den Stegen verläuft östlich der Prickenreihe.

Binnenhafen

Altenbruch Kanalschleuse 2314.jpg
Bogen des alten Schleusentunnels von 1858

Auf der Landseite des Deiches befand sich ein kleiner Hafen für Lastkähne. Die Kähne konnten durch den 1858 gebauten Schleusentunnel die Schleuse und damit den Deich passieren. Beim Neubau der Schleusenanlage 1967 hat man den Bogen der alten Schleusen stehen lassen. Davor befindet sich ein Gedenkstein für den an dieser Stelle bei einer Deichschau 1948 verstorbenen Otterndorfer Landrat Heinrich Meier aus Bülkau.

Heute befindet sich an dieser Stelle eine Rampe, mit deren Hilfe kleinere Sportboote zu Wasser gelassen werden können. Diese gelangen dann durch den Tunnel der neuen Schleuse in den Sportboothafen.

Löschplatz

Einen Löschplatz für Lastkähne es gab es etwas landeinwärts im Südknick, wo der Braakstrom der Altenbrucher Bahnhofstraße am nächsten kommt. Die letzte Fracht, Steine für den Hausbau Altenbrucher Bahnhofstraße 39, ist hier 1939 gelöscht worden.
Die Frachtkähne auf dem Braakstrom fuhren noch weiter landeinwärts und steuerten den Altenbrucher Kanal an, wo noch heute ein Speicherhaus am Altenbrucher Marktplatz an diese Zeit erinnert. Noch nach dem 2. Weltkrieg verschiffte die Firma Wahlen, später LABAG, bis 1964 ihr Getreide mit ihrem Frachtkahn Marry.

Bilder

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