Bombenangriff 14. April 1945

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Der letzte Bombenangriff auf Cuxhaven erfolgte am 14. April 1945.

Stadtgebiet

Dem Angriff fielen u.a. das Botzbachsche Anwesen an der Abendrothstraße sowie das Gymnasium für Jungen und die ehemalige Berufsschule zum Opfer.

Döse

Am Sonnabend, 14. April 1945, gab es kurz vor 22 Uhr Voralarm, kurz darauf Vollalarm. Zu dieser Zeit lagen viele Bewohner schon in ihren Betten. Sie ließen sich viel Zeit, die Schutzräume aufzusuchen, mit ein Grund, warum es bei diesem Bombenangriff so viele Opfer gab.[1]

Badehausallee

Die erste Bombe fiel vor das Haus von Rudolf Pollak in der Badehausallee 11, die zweite Bombe fiel in den Garten auf die Grenze zwischen Hausnr. 11 und 9. Der Luftdruck ließ das Pollaksche Haus unbewohnbar werden. Die Bewohner kamen mit dem Schrecken davon, die umliegenden Häuser wurden teils stark beschädigt.

Strichweg

Die dritte Bombe fiel neben das Haus Strichweg 97 und riss ein Loch in die Kellerwand. Das Haus war 1942 auf einem Bunker erbaut worden. Hier erhielten bombengeschädigte Menschen erste Hilfe und fanden Zuflucht im Bunker.

Zwei weitere Bomben landeten im hinteren Garten des Hauses Strichweg 101 bei der Tischlerei Fitter. Es entstanden zwei große Krater. Die Bewohner, Familie Schmidt, blieb unbeschadet.

Das Haus Strichweg 105 von Reinhold Wolter wurde durch den Luftdruck angehoben und setzte sich wieder. Ebenso erging es dem Haus Nr. 107 von Familie Schulz, in dem sich ein Gemüsegeschäft befand.

Beim Haus Nr. 108 wurden Fenster und Türen herausgerissen.

Das Haus 109, in dem Werner Flöther ein Lebensmittelgeschäft betrieb, wurde durch herausgerissene Türen, Fenster und Wände teilweise unbewohnbar.

Das Haus Strichweg 110 (Drogerie Heuer) wurde stark beschädigt und unbewohnbar.

Das Dreifamilienhaus Strichweg 111 von Herbert Menkel wurde so stark beschädigt, dass man es nach dem Krieg nicht wieder aufbaute.

Das Strohdachhaus Strichweg 112 von Ernst Wagner mit dem Milchgeschäft Wagner und der Schusterei von Schumacher aus Duhnen wurde zerstört.

Das Haus Nr. 113 von Bäcker Adolf Möller wurde durch eine in die Emmastraße gefallene Luftmine zerstört.

Im Strichweg 114, in dem sich das Gemüsegeschäft von Haselhorst im Keller befand, starb Frau Haselhorst.


Prinzessinnentrift

Die sechste Bombe – die große Zerstörung lässt auch vermuten, dass es sich um eine Luftmine handelte – fiel in die linke Hälfte des Mehrfamilienhauses Prinzessinnentrift 22 und zerstörte es. Hier waren mehrere Tote zu beklagen. Durch den Luftdruck wurde auch das Dreifamilienhaus Prinzessinnentrift 21 zerstört. Hier starben Herr und Frau Wörmke und Herr Höpke.

Das Zweifamilienhaus Nr. 20 von Familie Volkmann wurde völlig zerstört. Hier starben Herr und Frau Volkmann, sowie die junge Giesela Thiede.

Nr. 19 wurde stark beschädigt, eine Kellerdecke stürzte ein.

Durch eine Luftmine in der Emmastraße wurden die Häuser 1a (Paula Töpper), Nr.1 (Familie Goerke), Nr. 2 (Emil Ziebell) und Nr. 3 (Familie Czerlinski) zerstört. Hier gab es mehrere Tote (u.a. Frau Ziebell). Weitere Häuser wurden beschädigt.

Insgesamt starben in der Prinzessinnentrift 11 Menschen.

Emmastraße

Das Haus Emmastraße 1, in dem sich das Lebensmittelgeschäft von Carl Steffens befand, wurde zerstört, hierbei starben Herr und Frau Steffens.

In dem Doppelhaus 3 / 5 überlebte die taubstumme Schneiderin Klara Richter den Luftangriff nicht (Nr.3). In der linken Hälfte des Hauses wohnte Familie Müller, hier starb Ernst Müller.

Nur noch Trümmer blieben von dem Haus Nr. 7 von Ferdinand Seiler und dem Haus Nr. 9 von Salzmann-Gorcholzki. Frau Seiler und Frau Gorcholzki starben in den Trümmern.

Die achte Bombe dieses Luftangriffs fiel in der Emmastraße vor das Haus Nr. 8 von Familie Bols, eine weitere Bombe fiel in den Garten, die erste Etage wurde weggesprengt.

Die zehnte Bombe war ein Volltreffer auf das Haus Nr. 10 von Familie Ewers.

Auch die Häuser Nr. 11 (Schneider Kammann) und Nr. 13 wurden zerstört.

Insgesammt waren in der Emmastraße sieben Tote zu beklagen.


Als Letztes fiel eine Luftmine auf den Sportplatz am Strichweg. Es entstand ein Krater von 30m Durchmesser.


Fußnoten

  1. Quelle: Die Daten aus Döse recherchierte Karl-Heinz Hanczyk, veröffentlicht in den CN vom 11.5.2005